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Neos sind für den Verkauf der Arbeitersiedlung Sintstraße

Von Reinhold Gruber, 18. Jänner 2016, 01:49 Uhr
Neos sind für den Verkauf der Arbeitersiedlung Sintstraße
Im Haus Sintstraße 11 proben bereits junge Bands. Bild: Weihbold

LINZ. GWG soll zu Fixpreis verkaufen können – Antrag im Gemeinderat.

Was passiert mit den 18 Häusern der denkmalgeschützten Siedlung in der Linzer Sintstraße? Geht es nach den Linzer Neos, dann sollte der "außergewöhnliche Gebäudekomplex eine außergewöhnliche Nutzung" erhalten.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die GWG die ehemalige Arbeitersiedlung verkauft, sagt Gemeinderat Lorenz Potocnik. Zum Zug kommen solle allerdings nicht der Bestbieter, sondern der "beste Planer" bzw. das "beste Projekt". Ermitteln soll dies eine interdisziplinäre Jury. So sieht es jedenfalls ein Antrag der Neos für den nächsten Gemeinderat am 28. Jänner vor.

Die Arbeiterhäuserkolonie, die von viel Grünraum als Ausgleich für den auf ein Minimum reduzierten Wohnraum (28 Quadratmeter Größe bei einer Raumhöhe von 2,20 Meter) umgeben ist, wurde 1927 vom damaligen Linzer Stadtbaudirektor Curt Kühne errichtet. 144 Arbeiterfamilien wohnten in dieser "Gartenstadt".

Bandprobehaus wächst

Seit 2012 steht die Siedlung unter Denkmalschutz. Nicht erst seit diesem Zeitpunkt wird überlegt, was aus dem Sintstraßen-Ensemble mittelfristig werden soll.

Im Herbst des vergangenen Jahres wurde, wie berichtet, damit begonnen, das Haus Nummer 11 zu adaptieren, um dort Proberäume für Bands anzubieten. Das Projekt "Sint Park", vorangetrieben von Gunnar Rachbauer, soll jungen Musikern die dringend notwendigen Räume zur Entfaltung geben. In vier sanierten Räumen des Hauses sind die Bands bereits eingezogen, ein Gemeinschaftsraum bietet die Möglichkeit zum Austausch.

Beschlossene Sache ist auch, dass die Linzer Musikschule zwei Räume bespielt, allerdings sind die Nutzungsverträge noch offen.

Grundsätzlich sollte, wie von den OÖNachrichten berichtet, im Jänner ein Konzept für die Nutzung der weiteren Häuser auf dem Tisch liegen. Dieses Konzept lässt aber auf sich warten, was auch an personellen Veränderungen im Amt für Soziales, Jugend und Familie im Magistrat sowie am personellen Wechsel im zuständigen Ressort liegt. Stadträtin Karin Hörzing (SP) hat die Funktion nach der Wahl von Stefan Giegler übernommen, der das Projekt befürwortet und vorangetrieben hat.

Wie die VP, die einer Wohnnutzung des historischen Ensembles Priorität einräumt, sehen auch die Neos eine "Wohnsiedlung für junge Familien als naheliegendes Ziel im Sinne der Stadt".

Rachbauer hofft dagegen, dass der mit dem Haus 11 begonnene Ansatz der Nutzung der Häuser fortgesetzt wird.

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16  Kommentare
16  Kommentare
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observer (22.318 Kommentare)
am 18.01.2016 20:43

In Linz ist man lange Zeit einen falschen Weg bzgl. der Wohnungen gegangen, bzgl. Grösse - zu gross - und Kosten - zu hoch. Es gibt im Lande viele MitbürgerInnen, die sich solche teuren Wohnungen nicht leisten können. Auf die darf man nicht einfach vergessen und dass dieser Bedarf da ist. Eine Wohnung ist etwas ganz elementar Wichtiges, auch wenn sie bescheiden ist. Und ohne Wohnung ist das Absacken eine echte Gefahr. Die Gesellschaft kann nicht jedem eine Luxuswohnung finanzieren und das ist auch nicht ihre Aufgabe. Aber eine - wenn auch vielleicht nicht top Wohnung - sollte für jeden Mitbürger bzw. Mitbürgerin leistbar sein. In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass relativ günstige Wohnungen von Genossenschaften oft künstlich durch Massnahmen verteuert wurden und werden, die gar nicht nötig waren und sind. Grund dafür ist einerseits Postenbeschaffung (HaubesorgerInnen) und die Tatsache, dass für die "Verbesserungen" Mieterhöhungen auf ewige Zeiten lukrierbar sind.

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am 18.01.2016 20:58

völlig richtig.

Das Problem wird in Zukunft bei der Überalterung der Gesellschaft, niedrigeren Pensionen, Arbeitslosigkeit, etc schnell zunehmen.

Auch wenn jemand von der Mindestsicherung (z.B kleine Pension und "Aufzahlung") leben muß, braucht er/sie eine Wohnung. Und wenn man irgendwann gebrechlich wird, ist es wichtig, in's Freie kommen zu können und z.B. wenig putzen zu müssen.

Irgendwie fehlt mir da die Phantasie seitens der Stadtplanung und der Genossenschaften.

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am 18.01.2016 11:10

Als 60jähriger Linzer und wieder Single könnte ich mir definitiv vorstellen, dort zu wohnen. Die Größe,28m², wäre mir ideal für mich. Dzt wohne ich in einer GWG-Wohnung mit ca 50m². Ich nutze ein Zimmer als Lager (dafür stehen meine Kellerabteile leer). Leider hat die GWG, vielleicht auch andere Genossenschaften, es verabsäumt, kleine, leistbare Wohnungen für noch nicht Verheiratete und wieder allein lebende Senioren zu schaffen.

Der Linzer Stadtbaudirektor Curt Kühne (Achtung: Migrationshintergrund !!!) war einer der besten Stadtbaudirektoren, die Linz je hatte. So einen Hochkaräter gibt es schon lange nicht mehr !

P.S.: Postings wie z.B. Max1 kommentiere ich nicht.

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Gugelbua (32.169 Kommentare)
am 18.01.2016 11:07

18 Häuser?
die Hälfte ist ja schon abgerissen, wieder so eine halbherzige politische verwirr Meldung grinsen

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am 18.01.2016 11:12

das kommt davon, dass Planer wie Kühne, Goldner heute der Politik zu unbequem wären.

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am 18.01.2016 17:06

Geh einmal hin und zähl nach. Abgerissen wurde nur minderwertiges zeug im Osten der Siedlung.

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359andreas (78 Kommentare)
am 18.01.2016 09:52

Wenns alt und Baufällig ist Wegreissen. Siehe Eisenbahnbrücke. So macht man das Linz. Zumindest wenns nach den Roten geht.
Diese Häuser sind die reinsten Bruchbuden und könnten im Gegensatz zur Eisbahnbrücke wirklich dem Boden gleich gemacht werden. Gehen niemand ab. Ich denke die wenigsten Linzer wissen was es mit diesen Häusern aufsich hat , geschweige denn wo die Sintstraße ist.

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dereisernefelix (579 Kommentare)
am 18.01.2016 09:26

wär enmal an der zeit, nach dem curt kühne eine straße zu benennen. da gibst viele bauten von dem, die das stadtbild wirklich prägen, zb, diesterwegschule, volksküche, jede menge wohnbauten.

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am 18.01.2016 11:10

JAAAAA !!!

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max1 (11.582 Kommentare)
am 18.01.2016 07:54

Es wird doch Wohnraum für Flüchtlinge gesucht. Ein gutes Objekt dafür in Zentrumsnähe noch dazu. Nach der Nutzung abreissen und wieder eine Arbeitersiedlung aufbauen, geringe Kosten für die Mieter.

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pepone (60.622 Kommentare)
am 18.01.2016 07:23

warum so alte unbequeme Häuser mit ALLER GEWALT und VIEL GELD renovieren ... OID BLEIBT OID und die Zeit ist vorbei .

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ladymarmelade (23 Kommentare)
am 18.01.2016 06:49

will sich der Herr Architekt Potocnic in der Sintstrasse sein Denkmal setzen?

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morris1300 (130 Kommentare)
am 18.01.2016 06:39

aha, also privatisierung! damit sich ein paar schnösel feine villen errichten und dann ihre jaguars davor parken können. wie heisst das dann: "wo woa mei leistung?"

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alleswisser (18.463 Kommentare)
am 18.01.2016 02:29

Interessant: Die Neos gibt es tatsächlich noch??

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( Kommentare)
am 18.01.2016 11:13

die haben einen viel längeren Atem als Du Dir vorstellen kannst - hoffentlich. Retroparteien wie die FPÖ gibt es eh schon mehr als genug.

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observer (22.318 Kommentare)
am 18.01.2016 20:35

Ja, ja, diese BefürworterInnen der Cannbisfreigabe - die Nachwuchs NEOS verlangen gleich eine aller Drogen, auch der harten - und RumtramplerInnen auf den PensionistInnen, wozu sie bewusst Zahlen benutzen, die so nicht stimmen,wie von ihnen interpretiert, die existieren leider immer. Für Migration haben sie übrigens auch ein zustimmendes Näschen, so wie mir nach ihren Aussagen scheint. Sie werden aber wohl bald gnz in der Bedeutungslosigkeit versinken, das ist eine reale Hoffnung.

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