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Rechtes Konzert bei Germania Ried? Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Von Thomas Streif, 13. Juli 2018, 00:04 Uhr
Rechtes Konzert bei Germania Ried? Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft
Karl Öllinger

RIED/LINZ. Landesamt für Verfassungsschutz wurde von der Rieder Staatsanwaltschaft beauftragt.

Während die Germania Ried zu den Vorwürfen, dass im Mai 2017 ein rechtsextremes Konzert im Germanenhaus stattgefunden haben soll, schweigt, ist bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Ried eine Sachverhaltsdarstellung von Karl Öllinger eingegangen. Öllinger, geboren in Altheim, war viele Jahre für die Grünen im Nationalrat und betreibt den Internet-Blog "Stoppt die Rechten".

Verfassungsschutz beauftragt

"Die Sachverhaltsdarstellung von Öllinger, in der uns die mutmaßlichen Vorfälle geschildert werden, ist bei uns am 4. Juli eingegangen", bestätigt Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried, auf Anfrage der OÖN.

Bereits am darauffolgenden Tag habe man das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung mit den Ermittlungen beauftragt. "Wir warten diese Ergebnisse jetzt ab", sagt Staatsanwalt Ebner. In seiner Darstellung bezieht sich Öllinger vor allem auf den Facebookbeitrag des sehr rechten Musikportals "Netzradio Germania".

Dort wurde, wie in den OÖN am 3. Juli berichtet, das mutmaßliche Konzert erwähnt. Ein Moderator des Portals sei beim "Liederabend mit Fylgien" dabei gewesen. Außerdem bedankte man sich artig bei der Germania Ried für die interessanten Führungen durch Braunau Ried.

Rechtes Konzert bei Germania Ried? Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft
Das Facebookposting von "Netzradio Germania" vom Mai 2017

Auf einem der Bilder ist ein Mann vor dem Hitlergeburtshaus in Braunau zu sehen. Das Wort "Führung" sei wohl nicht zufällig durch Anführungszeichen hervorgehoben worden, vermutet Öllinger im OÖN-Gespräch. Der Facebookbeitrag von "Netzradio Germania" wurde mittlerweile gelöscht, die Screenshots liegen den OÖN, wie auch die Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft, vor.

"Die Kombination aus einem rechtsextremen Radioportal und Sänger sowie der Burschenschaft ist sicher Anlass genug, um der Sache näher auf den Grund zu gehen", so Öllinger. Auch die Hintergründe des "Fotoshootings" vor dem Hitlergeburtshaus sollte die Staatsanwaltschaft überprüfen, wünscht sich der gebürtige Innviertler.

Bekanntes Germania-Mitglied

Der Rieder FP-Landesrat Elmar Podgorschek, der seit vielen Jahren Mitglied der Germania Ried ist, gab an, nichts von diesem mutmaßlichen Konzert gewusst zu haben, auch den Sänger kenne er nicht, die OÖN haben darüber am 3. Juli berichtet.

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5  Kommentare
5  Kommentare
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baumbach (125 Kommentare)
am 13.07.2018 14:30

Herzlichen Dank an Karl Öllinger für seine engagierte Arbeit!

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tradiwaberl (15.600 Kommentare)
am 13.07.2018 07:24

"Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne endlich mir das Land!
So weit die deutsche Zunge klingt
und Gott im Himmel Lieder singt:
Das soll es sein! Das soll es sein!
Das wackrer Deutscher, nenne dein! D
as ist des Deutschen Vaterland."

Dieses Lied von Arndt, das ein großdeutsches Reich herbeisehnt, ist der Germania offenbar so wichtig, dass es auf der Hauptseite zu finden ist.
Sieht so ein Bekenntnis für Österreich aus ????
Das mit der Verbindung zu Deutschland hatten wir schon. War nicht so prickelnd.

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( Kommentare)
am 13.07.2018 14:46

Wieso sollten diese Zeilen kein Bekenntnis zu Österreich sein?
Oder welche Sprache wird hier zu Lande denn sonst gesprochen?
Oder wo sagt Arndt, daß es kein Bekenntnis zu Ö geben soll?
Zwischen Ö u. D ging es in den Beziehungen beider Länder
ohnehin nur darum, wer im Deutschen Reich die Vorherrschaft
haben soll. die längste Zeit waren es die Habsburger,
die die Deutschen Kaiser gestellt haben- und Das war gut so ! Leider wurde das Gleichgewicht in Königgrätz zu Gunsten
der Preußen erschienen, aber abgefunden damit
hat sich Österreich nie .
Also, ein bißchen Geschichte kann nicht schaden !

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( Kommentare)
am 13.07.2018 14:49

richtig:
Leider wurde das Gleichgewicht in Königgrätz
zu Gunsten der Preußen verschoben.

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faulchen (140 Kommentare)
am 13.07.2018 06:33

Der Minister für Inneres wirds schon richten.

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