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Energie Ried: Aufsichtsrat wird "entpolitisiert"

Von Thomas Streif, 01. April 2023, 01:29 Uhr
Energie Ried: Aufsichtsrat wird "entpolitisiert"
Gemeinderatssitzung in Ried am Donnerstagabend Bild: Streif

RIED. Sehr ruhig verlief die Sitzung des Rieder Gemeinderates am Donnerstagabend im Sparkassen-Stadtsaal.

Wenige Stunden zuvor war, wie exklusiv in den OÖN berichtet, bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Ried ein Ermittlungsverfahren gegen Bürgermeister Bernhard Zwielehner und die drei Vizestadtchefs in ihrer Rolle als Generalversammlung der Energie Ried eingeleitet hat.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Job-Ausschreibung für den aktuellen Geschäftsführer der Energie Ried. Es bestehe ein Anfangsverdacht der Untreue in Form eines "Pro-forma-Ausschreibungsverfahrens", sagt Staatsanwalt Alois Ebner. Die Politiker weisen das entschieden zurück.

Dienstverhältnis aufgelöst

Dieses Ermittlungsverfahren spielte bei der Gemeinderatssitzung keine Rolle, die Energie Ried war hingegen schon Thema. Zum einen wurde bekannt, dass das Dienstverhältnis mit der kaufmännischen Geschäftsführerin Silke Sickinger mit 31. März einvernehmlich beendet wurde.

Zu den Modalitäten wurde laut OÖN-Infos Stillschweigen vereinbart. Bereits am 1. Jänner wurde Johann Wührer als Prokurist mit selbstständigem Vertretungsrecht bestellt. CEO ist seit Herbst 2022 Friedrich Pöttinger. Mit dem freigestellten technischen Geschäftsführer Anton Eckschlager dürfte bis gestern Nachmittag noch keine Einigung erzielt worden sein.

Keine Politiker im Aufsichtsrat

Im Gemeinderat wurde sowohl eine Änderung des Gesellschaftsvertrags als auch eine Änderung des Selbstbeschränkungsbeschlusses beschlossen. Das heißt, dass der Aufsichtsrat der Energie Ried, der aktuell noch aus 15 Personen (zehn Gemeinderäte und fünf Betriebsräte) besteht, mit 31. Juli "entpolitisiert" und auf acht Personen (fünf Aufsichtsräte und drei Betriebsräte) verkleinert wird. Personen mit politischer Funktion werden ausnahmslos nicht mehr in den Aufsichtsrat entsendet.

"Das Ziel ist, den Aufsichtsrat mit Personen aus der Wirtschaft zu besetzen, die mit großem fachlichen Know-how ausgestattet sind und sich der positiven Entwicklung der Energie Ried und der Stadtgemeinde Ried verpflichtet fühlen", heißt es im Amtsvortrag.

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Thomas Streif
Redaktion Innviertel
Thomas Streif
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3  Kommentare
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austroschweizer (125 Kommentare)
am 03.04.2023 15:26

Die Entscheidung des Gemeinderats, den Aufsichtsrat der Energie Ried zu "entpolitisierten" und mit erfahrenen Wirtschaftsexperten zu besetzen, ist eine sehr positive Entwicklung. Durch die Verkleinerung des Aufsichtsrats auf acht Personen und die Begrenzung der politischen Vertreter wird sichergestellt, dass der Fokus des Aufsichtsrats auf dem fachlichen Know-how und der positiven Entwicklung des Unternehmens liegt.

Politische Interessen sollten nicht die treibende Kraft hinter unternehmerischen Entscheidungen sein, da dies das Wohlergehen des Unternehmens und seiner Stakeholder gefährden kann. Stattdessen ist es wichtig, dass die Entscheidungen auf fachlichen Kenntnissen, Erfahrung und einer klaren strategischen Vision beruhen.

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azways (5.824 Kommentare)
am 01.04.2023 15:37

Na ja, es gibt ja auch mehr als genug Expolitiker.
Außerdem wäre notwendig, dass die Aufsichtsräte in keinem Wirtschaftsverhältnis zur Stadt Ried oder einem überwiegend im Besitz der Stadt befindlichen Unternehmen stehen dürfen.

Das ist genauso eine Farce wie die Objektivierung bei Stellenausschreibungen im Öffentlichen Dienst.

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Caesar-in (3.603 Kommentare)
am 01.04.2023 11:50

... die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ...

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