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Wie wir künftig hinter dem Lenkrad Zeitung lesen können

Von Valentin Bayer, 16. Juni 2023, 00:23 Uhr
Wie wir künftig hinter dem Lenkrad Zeitung lesen können
Sogenannte Windshield-Displays könnten die Sicherheit beim autonomen Fahren erhöhen. Bild: Getty Images/iStock/FH OÖ, FH OÖ

WELS. Hagenberger Forscher untersuchen, wie sicheres autonomes Fahren möglich wird

E-Mails schon auf dem Weg in die Arbeit im Auto sichten, die Zeitung lesen oder einen Videocall machen: All das soll künftig durch autonomes Fahren möglich werden. Ein Forscherteam vom FH-Campus Hagenberg untersucht derzeit gemeinsam mit der TH Ingolstadt, wie solche Tätigkeiten sicher in Autofahrten integriert werden können und wie sich das auf den Straßenverkehr auswirken würde.

"Besonders vielversprechend sind in diesem Zusammenhang Windshield-Displays, bei denen die Inhalte auf der Windschutzscheibe angezeigt werden", erklärt Andreas Riegler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FH-Campus Hagenberg, der das Projekt gemeinsam mit Gerald Ostermayer, Leiter des Studiengangs "Automotive Computing", leitet.

Konkret misst das Forschungsteam, wie lange Testpersonen brauchen, um ihre Konzentration von den Inhalten auf dem Bildschirm wieder auf die Straße zu richten – um zum Beispiel auf eine Notsituation zu reagieren, die das selbstfahrende Auto überfordert.

Dazu müssen die Probanden in einem Virtual-Reality-Simulator Szenarien aus dem Straßenverkehr durchspielen. "Zum einen müssen sie verschiedene Aufgaben absolvieren. Aber auch die Information wird auf verschiedene Weise auf der Windschutzscheibe angezeigt", erklärt Gerald Ostermayer. So könnte zum Beispiel die Mail-App genau auf dem Heck eines vor dem Auto fahrenden Fahrzeugs dargestellt werden. Dadurch könnte die Reaktionszeit verbessert werden.

Wie wir künftig hinter dem Lenkrad Zeitung lesen können
Gerald Ostermayer, Studiengangsleiter „Automotive Computing“

Datenfutter für Simulationen

Mit diesen Daten alleine lässt sich aber noch nicht sagen, wie sich das Fahrverhalten auf den Straßenverkehr auswirkt. Dazu werden die gewonnenen Erkenntnisse aus den Experimenten in einen Simulator eingespeist. Dieser modelliert für die einzelnen Autos verschiedene Reaktionszeiten und wie sich diese auf den nachfolgenden Verkehr auswirken.

Klassisches Beispiel sei laut Ostermayer eine Autokolonne. "Wir simulieren etwa, dass ein Auto vorne in der Kolonne leicht bremsen muss. Sind die Reaktionszeiten zu lang, kann es sein, dass Autos weiter hinten eine Vollbremsung hinlegen müssen", sagt Ostermayer.

Anhand vordefinierter Kriterien wird festgestellt, ob durch das unterschiedliche Nutzungsverhalten gefährliche Situationen im Straßenverkehr entstehen könnten. Dadurch soll ermittelt werden, welche Technologien künftig in der Praxis zur Anwendung kommen könnten. Diese Erkenntnisse werden Unternehmen und Designern zur Verfügung gestellt, damit diese rasch sichere Anwendungen erstellen können.

Sie werden wichtig sein für autonomes Fahren auf "Level 3". Bei den vorherigen Stufen muss der Fahrer noch ständig den Verkehr beobachten, ab Stufe drei kann er für gewisse Tätigkeiten seine Aufmerksamkeit abwenden. Er muss aber kurzfristig wieder die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen können, wenn eine Gefahrensituation auftritt. Erste Fahrzeuge mit diesem Level an Selbstständigkeit sind in einigen Ländern bereits zugelassen. "Vorerst wird das aber nur auf der Autobahn möglich sein – dort gibt es keine Kreuzungen und keinen Gegenverkehr", sagt Ostermayer.

Das Forschungsprojekt wird noch ungefähr ein Jahr laufen. Auch Studierende von "Automotive Computing" und dem Masterstudiengang "Mobile Computing" sind als wissenschaftliche Mitarbeiter in der Forschungsgruppe "Networks and Mobility" an den Forschungsarbeiten beteiligt. "So haben sie die Möglichkeit, an einem praktischen Projekt teilzunehmen und Erfahrung für ihr Berufsleben zu sammeln", sagt Ostermayer.

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Autor
Valentin Bayer
Redakteur Oberösterreich
Valentin Bayer
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