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Bergrettung warnt: "Da oben ist noch tiefster Winter"

Von Verena Gabriel, 30. März 2024, 21:31 Uhr
Am Karsamstag stand auch die Bergrettung Hinterstoder im Einsatz. Ein junger Mann war am Salzsteigjoch im Schnee ausgerutscht. Bild: Bergrettung Hinterstoder

Dass sie bei ihrer Bergtour Turnschuhe getragen haben, wurde zwei jungen Tschechen im Dachsteingebirge zum Verhängnis. "Eigentlich ist es unglaublich, dass sie ohne Schneeschuhe so weit gekommen sind", sagt Oberösterreichs Bergrettungschef Christoph Preimesberger.

Die Kurze-Leiberl-Saison ist eröffnet: Mit Temperaturen von knapp 25 Grad schickte der Karsamstag einen ersten Sommergruß. In den Bergen sieht die Lage anders aus. Auf 1800 Metern Höhe liegen teilweise noch eineinhalb Meter Schnee. Die tiefwinterlichen Verhältnisse hatten zwei junge Männer, die am Freitagnachmittag zur Krippenstein-Seilbahn wollten, offenbar nicht einkalkuliert. Sie waren in Turnschuhen unterwegs (nachrichten.at hat von dem Einsatz berichtet). 

Keine Markierungen

Trotz der spärlichen Ausrüstung schafften sie es bis zum Ende des Seewand-Klettersteigs in Obertraun. Auf dem Rückweg wurden die Tschechen im Alter von 19 und 22 Jahren vom Winter überrascht. "Das Problem in solchen Fällen ist nicht nur, dass man bis zum Bauch im Schnee steckt, sondern auch, dass man die Markierungen nicht mehr sieht", sagt Bergrettungsleiter Christoph Preimesberger. 

Winter bis Mitte Mai

In der Nähe der 1738 Meter hohen Gjaidalm konnten die Bergsteiger aus ihrer Notlage gerettet werden. "Da oben ist noch tiefster Winter, ein Weiterkommen ohne Schneeschuhe ist unmöglich", sagt Preimesberger. Die winterlichen Bedingungen würden noch bis Mitte Mai anhalten. 

Sturm: Hubschrauber konnten nicht fliegen

Der Schnee wurde am Karsamstag auch einem Bergsteiger in Hinterstoder zum Verhängnis. Der junge Mann unternahm alleine eine Tour auf dem Salzsteigjoch Richtung Tauplitzalm. Kurz vor Mittag verlor er in einem Schneefeld den Halt und rutschte ab. "Er hatte ein Riesenglück", sagt Martin Hackl, Leiter der Bergrettung Hinterstoder. "Gott sei Dank ist er liegen geblieben, sonst wäre er weit abgestürzt."

Der starke Wind machte eine Rettung per Hubschrauber unmöglich. Deshalb stiegen die Bergretter zu dem Verunglückten auf, seilten sich zu ihm ab und brachten ihn in Sicherheit. Gegen 15 Uhr war der Einsatz beendet. 

29-Jähriger von Drachenwand gerettet

Ein weiterer Rettungseinsatz an der Drachenwand in St. Lorenz war da noch im Gange, der ebenfalls vom Sturm erschwert wurde. "Der Polizeihubschrauber aus Salzburg hat versucht, uns zu unterstützen, aber es war einfach zu stürmisch da oben", sagt der Ortsstellenleiter der Bergrettung Mondseeland, Andreas Widlroither.

Er und seine Kameraden kamen einem 29-jährigen Klettersteiggeher aus Deutschland bei der Franzosenschanze, unterhalb der Hängebrücke, zu Hilfe. Der junge Mann, der Teil einer größeren Gruppe war, konnte aufgrund einer Erkrankung nicht mehr weiter. "Er hatte plötzlich keine Griffkraft mehr." Um 12.55 Uhr wurden die Mondseer Bergretter alarmiert, nach dreieinhalb Stunden kehrten sie zurück ins Tal. Der 29-Jährige blieb unverletzt. 

Mehr zum Thema: Einsatz am Karfreitag - Bergretter fanden trotz Sturm und Dunkelheit vermissten Skitourengeher

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Autorin
Verena Gabriel
Verena Gabriel
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