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Oberösterreich

Johann Eidenhammer: „Will den Menschen etwas zurückgeben“

Der Innviertler Johann Eidenhammer unterstützt hilfsbedürftige Menschen.

Johann Eidenhammer

»Es gibt so viele Einzelschicksale. Diesen Menschen wollen meine Frau und ich zumindest ein wenig helfen.« Johann Eidenhammer wünscht sich wieder mehr Zusammenhalt Bild: Streif

Würde man Johann Eidenhammer mit einem einzigen Wort beschreiben müssen, dann würde dieses lauten: Bescheidenheit. „Ich bin einigermaßen gut durch mein bisheriges Leben gekommen, jetzt will ich etwas zurückgeben“, sagt der 65- Jährige. Der Innviertler kauft immer wieder Autos, repariert und verschenkt diese an hilfsbedürftige Innviertler. „Nach meiner Pensionierung 2010 habe ich das erste Auto gekauft und hergerichtet. Anschließend habe ich bei der Caritas angerufen und gesagt, dass ich ein Auto zu verschenken hätte“, erzählt Eidenhammer, der von seiner Frau Christine unterstützt wird.

Bisher hat er vier Fahrzeuge fahrtauglich gemacht und an alleinerziehende Mütter verschenkt, an einem fünften arbeitet er gerade. Damit nicht genug: Johann Eidenhammer setzt sich auch für im Innviertel untergebrachte Asylwerber ein. Mehr als 30 Fahrräder hat er bereits an Flüchtlinge verschenkt.

Die Räder macht Eidenhammer, der 45 Jahre in einem VW-Betrieb im Bezirk Braunau gearbeitet hat, in seiner Garage oder seinem Gartenschuppen wieder fahrtauglich. „Es gibt so viele Einzelschicksale. Diesen Menschen wollen meine Frau und ich zumindest ein wenig helfen“, sagt der Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Auch in den kommenden Jahren will er sich für sozial Benachteiligte einsetzen. Von der Gesellschaft würde sich der Innviertler ein verstärktes Miteinander wünschen. „Gemeinsam kann man viel bewegen. Wichtig ist, dass man für die gute Sache eintritt“, sagt Eidenhammer. Das Leuchten in den Augen der Menschen, die in ihrer Heimat vor Mord und Totschlag flüchten müssen, bei der Übergabe sei jede einzelne Arbeitsminute wert.

Erholung sucht der 65-Jährige vor allem bei ausgedehnten Bergwanderungen . Am liebsten im Zillertal. Dort tanken er und seine Frau die notwendige Energie, denn die beiden sind sich einig: „So lange wir gesund sind, machen wir weiter, um sozial benachteiligten Personen zu helfen.“

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Artikel Thomas Streif 12. Januar 2015 - 00:04 Uhr
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