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Oberösterreich

Heeresbefehl: Soldaten-Rekrutierung ohne Obergrenze

GRAZ/WIEN. Streikräftekommando: "Die notwendigen Planstellen für die Aufnahme von Unteroffiziersanwärtern werden verfügbar gemacht".

Heeresbefehl: Soldaten-Rekrutierung ohne Obergrenze

Auslandseinsatz Bild: eku

Der Wunsch des Verteidigungsministers ist dem Streitkräfteführungskommando Befehl. Und diesen gaben die Grazer (dort ist das Kommando angesiedelt) an die Truppe weiter. Nachdem Hans Peter Doskozil (SP) gemeinsam mit Generalstabschef General Othmar Commenda als Ziel vorgegeben hatte, die Zahl der präsenten Kräfte von derzeit 2200 auf bis zu 6000 rasch einsatzbereite Berufs- und Zeitsoldaten zu steigern, hat Streitkräftekommandant Generalleutnant Franz Reißner die Verbände angewiesen, massiv zu rekrutieren. Und zwar ohne Obergrenze.

Denn, für die Aufnahme als "Militärperson auf Zeit, Charge und Unteroffiziersanwärter gibt es keine Kontingentsobergrenze", heißt es in einem den OÖN vorliegenden Schreiben. Und weiter: "Die notwendigen Planstellen werden verfügbar gemacht." Die Aufnahme von Unteroffiziersanwärtern wäre auch bei jenen Verbänden möglich, "die aufgrund des hohen Besetzungsgrades derzeit über keine freien Arbeitsplätze verfügen".

In einem ersten Schritt geht es laut Verteidigungsministerium darum, die Zahl der rasch einsatzbereiten Berufs- und Zeitsoldaten auf 2500 aufzustocken. Ein Zeitraum für die 6000 gewünschten Kräfte wurde bisher nicht genannt – das könnte allerdings Jahre dauern.

Finanziell konkurrenzfähig

Das liegt unter anderem daran, dass einerseits das Image des Heeres in den vergangenen Jahren stark gelitten hat. Andererseits war bisher auch das finanzielle Angebot im Vergleich zur Polizei nicht wirklich konkurrenzfähig. Das stimme allerdings nur, wenn man das Grundgehalt heranziehe, sagte ein Insider den OÖN. Da diese neuen Kräfte sogenannte Kaderpräsenzeinheiten (KIOP/KPE) sein sollen, beinhalte deren Dienstverhältnis auch die Verpflichtung zum Auslandseinsatz. Und dieser wäre nicht nur während dieser Zeit bei den internationalen Friedenstruppen (Österreich ist hier besonders stark in Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und im Libanon engagiert) deutlich besser entlohnt als der Dienst in der Heimat.

Auch während der Vorbereitungszeit auf diesen Einsatz sowie der Nachbereitung gebe es 50 Prozent des Auslandszuschlages.

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Artikel Eike-Clemens Kullmann 26. März 2016 - 00:04 Uhr
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