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Oberösterreich

„Die Frankenburger sind froh, dass es endlich vorbei ist“

„Die Frankenburger sind froh, dass es endlich vorbei ist“

Schloss Frein: Hier sind die Zogajs untergebracht. Bild: Gerhard Hüttner

Die Entscheidung der Höchstrichter, dass die Familie Zogaj Österreich verlassen muss, stößt in Frankenburg auf breite Zustimmung. „Jeder will endlich Ruhe haben“, schildert Bürgermeister Franz Sieberer die Stimmung. „Für mich ist es nicht überraschend, dass es so gekommen ist“, sagt Christian Limbeck-Lilienau, Besitzer von Schloss Frein, wo die Flüchtlingsfamilie seit eineinhalb Jahren untergebracht war. „Ich glaube nicht, dass sie freiwillig ausreisen werden. Wo sollen sie denn hin? Es erwartet sie im Kosovo kein Mensch.“

Dass Arigona mit einem Schülervisum wieder einreisen darf, daran glaubt Limbeck-Lilienau nicht. „Das ist ein Versuch, die Sache zu beruhigen“, spricht er von einer leeren Hoffnung für die Zogajs.

Die Flüchtlingsfamilie war immer wieder Thema in der Würfelspielgemeinde. „Es ist immer wieder aufgeflammt“, haben sich die Diskussionen laut Bürgermeister Sieberer (SP) nie ganz gelegt. Die Entscheidung der Höchstrichter will er nicht kommentieren. Als Bürgermeister könne und wolle er auch nichts machen. „Jeder will endlich Ruhe haben“, sagt er im Gespräch mit den OÖN. „Hoffentlich ist das Thema bald erledigt.“

„Persönlich tragisch“

Ähnlich empfindet VP-Vizebürgermeister Anton Michael Hochrainer die Stimmung im Ort: „Die Leute sind froh, dass es endlich vorbei ist und verstehen die Entscheidung der Höchstrichter.“ Er persönlich sehe das genauso, auch wenn es für die Betroffenen tragisch sei.

Für Chris Müller ist die jüngste Entwicklung hingegen „beschämend“: „Das ist sicher kein Feiertag für Österreich!“ Der Intendant des Theater Hausruck, das im Vorjahr mit der Produktion „A Hetz“ die Flüchtlingsproblematik aufgegriffen hat, ortet politische Gründe: „Es wird auf die Kleinen hingehaut, weil die Parteien Stimmen generieren wollen.“

Dazu sei regelrecht ein „Scheiterhaufen an Lügen“ über Arigona verbreitet worden. Müller hofft, dass doch noch nach einer Lösung gesucht werde.

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Artikel Von Gerhard Hüttner 16. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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