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Oberösterreich

Burschenbundball: Haimbuchners Auto attackiert

06. Februar 2017 00:04 Uhr

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Bild 1/20 Bildergalerie: Friedliche Demo gegen Burschenbundball

LINZ. Sechs Deutsche und ein Österreicher wurden nach dem Vorfall festgenommen.

Fahler Beigeschmack für die Samstagabend weitgehend friedlich und gewaltfrei verlaufene Demonstration des Bündnisses "Linz gegen rechts" gegen den Burschenbundball: Der weiße Audi A6, in dem Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FP) und seine Ehefrau Anette zum Ball anreisten, wurde an einer Kreuzung in der Dametzstraße von einer Gruppe Vermummter attackiert (nachrichten.at berichtete).

Die dem "Schwarzen Block" zugerechneten Angreifer schlugen mit Füßen und Fäusten gegen das Heck und die hintere Seitenscheibe des Fahrzeugs. Die Polizei konnte kurze Zeit später vor einem Lokal an der Landstraße sieben Personen – sechs Deutsche und einen Österreicher – als Täter eruieren und vorübergehend festnehmen. Sie wurden wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt.

"Ich möchte dazu nicht viel sagen, aber es ist ja nicht das erste Mal", sagte Haimbuchner, der mit seinem Handy ein Foto der Angreifer machen konnte, "aber stellen Sie sich vor, wenn einer einen Pflasterstein in der Hand gehabt hätte."

Insgesamt haben sich laut "Linz gegen rechts" rund 1000 Teilnehmer an der Demonstration gegen den Ball beteiligt, die Exekutive sprach auf Twitter von rund 680 Demonstranten. "Wir hatten 200 Kräfte im Einsatz", sagte Polizeisprecher David Furtner. Die eher geringe Anzahl an Teilnehmern habe die Situation jedenfalls entschärft, nachdem es vor dem Ball nach einer nächtlichen Schmieraktion an der denkmalgeschützten Fassade des Palais Kaufmännischer Verein bereits Aufregung gegeben hatte. "Leider gibt es zu dieser Schmieraktion noch keine neuen Erkenntnisse. Wir kontrollieren gerade die Videoaufzeichnungsanlagen", teilte Furtner auf OÖN-Anfrage mit.

Vielbeachtete Rede

Andreas Janko, der Vizerektor der Johannes Kepler Universität, hat in seiner Eröffnungsrede am Burschenbundball das Bekenntnis der JKU zu "Freiheit und Vielfalt" unterstrichen. Es gelte, sich stets ernsthaft und glaubwürdig von politischen Konzepten abzugrenzen, die freiheitsbedrohende Potenziale in sich tragen, betonte Janko.

 

Die Eröffnungsrede im Wortlaut (PDF):

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