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Oberösterreich

54-Jähriger Welser soll fünf Kinder sexuell missbraucht haben

Von nieg   13. April 2021 11:02 Uhr

EU verpflichtet Österreich zu härteren Strafen gegen Missbrauch und Kinderpornografie
Strengere Paragrafen

WELS. Ein 54-jähriger Welser soll neben seinem Sohn auch minderjährige Kinder aus der Verwandtschaft sowie aus der Nachbarschaft sexuell missbraucht haben. Er wurde festgenommen und sitzt seither in U-Haft.

Die Beschuldigungen wiegen schwer: Dem 54-Jährigen wird schwerer sexueller Missbrauch gegen Unmündige vorgeworfen, sagte Julia Rauscher, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Steyr. Der Welser Unternehmer soll in der Zeit zwischen 1996 bis zum Jahr 2020 einen seiner eigenen Söhne, eine Nichte sowie einen Neffen mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Laut Anzeigen soll er auch gegenüber eines Freundes des Sohnes sowie gegen ein Mädchen aus der Nachbarschaft übergriffig geworden sein. Das jüngste Opfer soll sein Enkel gewesen sein: Der damals Zweijährige soll sich nackt ausgezogen und sich selbst berührt haben. Seinen Eltern sagte der Bub daraufhin, dass dies der Opa auch immer so machte, sagte Rauscher, die bestätigte, dass es auch ältere, bereits mündige Opfer gebe. 

Ans Tageslicht gekommen sind die Vorwürfe durch die Familie des Beschuldigten, die im September des vergangenen Jahres Anzeige gegen den 54-Jährigen erstattet hatte. Das Landeskriminalamt sowie die Staatsanwaltschaft Steyr ermitteln seither. Bei einer Hausdurchsuchung wurde laut Rauscher auch aus dem Internet stammendes kinderpornografisches Material sichergestellt. 

Alle Opfer werden kontradiktorisch einvernommen, das bedeutet, dass sie gesondert befragt werden, so dass sie nicht direkt mit dem Beschuldigten zusammentreffen. Aufgrund dieser Angaben erfolge dann die rechtliche Einordnung der vorgeworfenen Taten. Die Einvernahmen vor Gericht werden laut Rauscher noch im April abgeschlossen sein. Ein Sachverständiger werde danach den 54-Jährigen aufgrund seines psychischen Zustandes begutachten. Auch der Zustand der Opfer werde in Augenschein genommen: Dabei soll sich zeigen, ob die Kinder schwere Folgen durch die angezeigten Taten erlitten haben. 

Der Beschuldigte sitzt in der Justizanstalt Garsten in Untersuchungshaft. 

 

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