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Einkaufstrubel startet bei guter Laune

LINZ/WIEN. Erster Einkaufssamstag: Das Weihnachtsgeschäft beginnt nun offiziell. – Die Stimmung ist gut, die Umsätze dürften den Rekord des Vorjahres aber nicht ganz erreichen

Einkaufstrubel startet bei guter Laune

Das Treiben in den Einkaufsstraßen wird bald den Höhepunkt erreichen. Bild:

Nach der Rabattschlacht rund um den aus den USA importierten "Black Friday" startet der Weihnachtseinkauf am kommenden Wochenende offiziell. Der Handel wird laut Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo 1,25 Milliarden Euro mehr umsetzen, als sonst in einem Monat üblich. Das wäre ein leichtes Minus von 0,4 Prozent.

Diese Einschätzung sei "hoffnungsvoll, aber skeptisch", sagte Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, gestern, Donnerstag, bei der Präsentation der Studie: "Hoffnungsvoll stimmen uns die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wir haben eine hohe Beschäftigungsquote und eine stabile Konsumnachfrage. Skeptisch machen uns allerdings die starken Umsatzeinbrüche im Einzelhandel in den vergangenen Monaten, im September minus 3,8 Prozent." Generell würden die Umsatzspitzen zu Weichnachten schwächer ausfallen, wegen der Sonderaktionen im November (Black Friday) und dem hohen Anteil an Geschenkgutscheinen. Sie lösen erst später Umsatz aus.

Internet-Einkäufe schmerzen

Sorge bereite der wachsende Online-Handel. Es sei müßig, darüber zu klagen, sagt PlusCity-Chef Ernst Kirchmayr: "Die Lage ist ja nicht nur für die Händler schwieriger. Jede Branche ist massiv von der Digitalisierung betroffen." Im Handel würden deshalb Handelsflächen verschwinden. Bestlagen wie die Linzer Landstraße oder die PlusCity würden jedoch an Bedeutung zulegen.

Deshalb werde sein Unternehmen beim Umsatz heuer zulegen, während der Handel gesamt ein Plus von nur 1,8 Prozent erwartet, real also ein leichtes Minus. Gelitten hätten besonders Bekleidungs- und Sporthandel, wo Saisonwaren liegen geblieben seien.

Das Weihnachtsgeschäft spielt sich vor allem bei Bekleidung, Büchern, Schmuck, Parfümerie und Süßwaren ab. Neben den Gutscheinen werden verstärkt Reisen und Bargeld verschenkt – und gute Lebensmittel. Hier wird der Handel profitieren, dass der 24. Dezember auf einen Montag fällt.

"Die Tendenz der letzten Wochen zeigt, dass die Kauflaune gut ist", sagt Thomas Krötzl, der die Einkaufszentren Varena und Weberzeile in Vöcklabruck bzw. Ried/I. leitet. Wichtig sei der erste Schneefall gewesen, das hebe die Kauflust bei Sportartikeln und Winterbekleidung erheblich. Auch Monika Sandbauer, Centerleiterin von Passage Linz, ist guter Dinge: "Schon der Start mit dem Black Friday verlief im Vergleich zum Vorjahr außergewöhnlich gut – allen voran bei Elektroware."

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Artikel Susanna Sailer und Josef Lehner 30. November 2018 - 00:04 Uhr
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