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"Bitte habe kein schlechtes Gewissen"

BANGKOK. Thailand: Die Eltern der zwölf geretteten Fußballbuben stehen hinter dem Coach.

"Bitte habe kein schlechtes Gewissen"

Die Buben bleiben im Spital noch abgeschirmt. Bild: REUTERS

Nach der Rettung der zwölf Buben und ihres Fußballtrainers aus einer thailändischen Höhle sind noch viele Fragen offen. Die wichtigste für viele: Was passiert jetzt mit dem Trainer der Elf- bis 16-Jährigen? Der 25-jährige Ekapol "Ekk" Chantawong hatte die Buben schließlich in die Höhle geführt.

Geht es nach der Öffentlichkeit, dann hat Chantawong wohl nichts zu befürchten. Er hatte während der mehr als zwei Wochen in der Höhle von allen Eingeschlossenen am wenigsten gegessen und getrunken, überließ seine Ration den Kindern, so erzählen es die Rettungskräfte. Vor Jahren wurde er buddhistischer Mönch, mit Disziplin kennt er sich aus.

Und er schrieb noch aus der Höhle einen Entschuldigungsbrief an die Eltern der Kinder. Böse ist ihm von diesen niemand. Auch die Eltern schickten – wie er – über die Taucher eine Botschaft: "Bitte habe kein schlechtes Gewissen."

Ob der 25-Jährige jedoch zur Verantwortung gezogen wird, ob er etwa wegen grober Fahrlässigkeit angeklagt wird, ist noch unklar. Der Polizeichef der Stadt Mae Sai, zu der die Tham-Luang-Höhle gehört, weicht dieser Frage aus und sagt nur: "Wir werden den Fall genau untersuchen."

In all die Euphorie über die Rettung der Buben mischen sich auch kritische Stimmen. Schließlich wird deutlich, dass die Höhle nur unzureichend gesichert war. Sogar der Premier meldete sich zu Wort. Man müsse die Höhle künftig besser sichern, die Eingänge überwachen und Lampen installieren. "Es ist eine gefährliche Höhle", sagte Prayuth Chan-ocha.

Seine Sätze lassen sich indirekt als Kritik an der Tourismusbehörde auffassen. Die sieht die Höhle als Attraktion, die Thailand viele Gäste bringen könnte. Fast die ganze Welt kennt sie ja jetzt.

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Artikel 13. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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