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Druck auf den schweigenden Papst wächst

Von tan   13. März 2010 16:48 Uhr

Misshandlungen mindestens bis 1992?

Papst Benedikt XVI. schweigt zum Missbrauchsskandal in der deutschen Kirche und rückt damit zunehmend ins Zentrum der Kritik. "Wir sind enttäuscht, dass der Papst bisher kein mitfühlendes Wort für eine Bitte um Vergebung und Versöhnung gefunden hat", sagte der Sprecher der Reformbewegung "Wir sind Kirche", Christian Weisner.

Es reiche nicht aus, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nach einer Papst-Audienz - so wie am Freitag - nur berichte, dass das Oberhaupt der Kirche erschüttert sei. Unterdessen sieht sich Papst-Bruder Georg Ratzinger mit neuen Details aus seiner Zeit bei den Regensburger Domspatzen konfrontiert.

Der Vatikan wandte sich gegen direkte Angriffe auf den Papst: "In den letzten Tagen gab es einige, die mit einer gewissen Verbissenheit in Regensburg und in München nach Elementen gesucht haben, um den Heiligen Vater persönlich in die Missbrauchsfragen mit hineinzuziehen", sagte Sprecher Federico Lombardi in Rom. Diese Versuche seien jedoch gescheitert, meinte Lombardi.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, Missbrauch bei den weltbekannten Regensburger Domspatzen, die Papst-Bruder Georg Ratzinger von 1964 bis 1994 leitete, habe es bis in die 90er Jahre hinein gegeben. Bisher ging es dort um Vorwürfe aus den 50er und 60er Jahren. Ein Ex-Schüler sagte, er sei in dem Internat bis 1992 von älteren Schülern vergewaltigt worden.

In der Wohnung eines Präfekten sei es zu Verkehr zwischen Schülern gekommen. Ratzinger habe er als "extrem cholerisch und jähzornig" erlebt. Vor ein paar Tagen hatte Ratzinger gesagt, von sexuellem Missbrauch nichts mitbekommen zu haben. Er bereute, früher geschlagen zu haben.

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