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Studie: ÖVP und SPÖ bei Älteren vorne

LINZ. IMAS-Umfrage des Seniorenbunds: Zahl der Wechselwähler steigt.

Studie: ÖVP und SPÖ bei Älteren vorne

Wie wählt die ältere Generation? Bild: OÖN

Sie entscheiden sich zwar vorwiegend für "traditionelle" Parteien, aber der Satz "Sie wählen, was sie immer gewählt haben" gilt schon lange nicht mehr: eine Kernaussage über die "Generation 60 plus" aus dem "politischen Teil" der Seniorenstudie, die das IMAS-Institut im Auftrag des oö. Seniorenbundes erstellt hat. Befragt wurden in Oberösterreich repräsentativ 437 Personen, die 60 Jahre oder älter sind.

Erstmals habe man die sogenannte "Sonntagsfrage" ausschließlich dieser Generation gestellt, sagt Paul Eiselsberg (IMAS). Und dabei zeigte sich, dass bei den Älteren ÖVP und SPÖ stärker abschneiden würden, die FPÖ schwächer als im Wählerschnitt aller Altersgruppen; und dass es auch bei den Älteren einen beträchtlichen Wechselwähler-Anteil gibt: vor allem zwischen Landtags- und Nationalratswahlen wird unterschieden.

Wären am Sonntag Landtagswahlen, würde die ÖVP mit 50 bis 52 Prozent bei der "Generation 60 plus" die absolute Mehrheit erhalten. Die SPÖ würde mit 21 bis 23 Prozent und deutlich über ihrem Landtagswahl-Ergebnis liegen. Anders bei der FPÖ: Sie käme bei 60-Jährigen und Älteren auf 22 bis 24 Prozent, deutlich unter dem 2015er-Ergebnis. Auffällig: Grüne, Neos und andere hätten keine Chance auf den Landtagseinzug.

Bei einer Nationalratswahl wäre die ÖVP auch Erste, aber mit rund 16 Prozentpunkten weniger. Die SPÖ würde sich bei den Älteren deutlich von der FPÖ absetzen: mit 27 bis 29 Prozent (SPÖ) zu nur 16 bis 18 Prozent (FPÖ). Sonst würden nur die Neos mit acht bis zehn Prozent den Nationalratseinzug schaffen.

Bei den Themen, um die sich die Politik vor allem kümmern müsse, dominieren bei den Befragten klar finanzielle Sicherung der Pflege im Alter und eine wohnortnahe medizinische Versorgung durch Hausärzte. Die Bundesregierung sei gefordert, darauf "rasch" zu reagieren, sagt Seniorenbund-Obmann Josef Pühringer.

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Artikel 18. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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