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Ex-Sicherheitsmitarbeiter Macrons hatte keine Genehmigung für Demo

PARIS. Der wegen einer Prügelattacke während der 1.-Mai-Demonstration in Paris in die Schlagzeilen geratene Ex-Sicherheitsmitarbeiter von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Alexandre Benalla, hatte nach Polizeiangaben "keinerlei Genehmigung" für eine Teilnahme als Beobachter bei der Demonstration.

Macron Benalla

Emmanuel Macron mit Alexandre Benalla Bild: Reuters

"Alexandre Benalla verfügte über keinerlei Genehmigung der Polizeipräfektur, um als Beobachter auf dieser Demonstration zu sein", sagte der für öffentliche Ordnung zuständige Chef der Pariser Polizei, Alain Gibelin, am Montag bei einer Anhörung in der französischen Nationalversammlung. Gibelin widersprach damit der Version von Regierungssprecher Bruno Roger-Petit, der vergangene Woche erklärt hatte, Benalla habe über eine Genehmigung als "Beobachter" verfügt.

Die Zeitung "Le Monde" hatte vor einigen Tagen ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie Benalla und der ebenfalls beschuldigte Angestellte der Regierungspartei La Republique en Marche (LREM), Vincent Crase, bei der Kundgebung am 1. Mai Demonstranten schlagen. Benalla trug dabei einen Polizeihelm und eine Polizei-Armbinde, obwohl er nicht Polizist ist.

Erst nach den Veröffentlichungen durch "Le Monde" nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Außer gegen Benalla und Crase laufen auch Ermittlungen gegen drei Polizisten, die Benalla Videomaterial von Überwachungskameras der Stadt Paris beschafft haben sollen.

Präsident Macron steht in der Affäre unter Druck. Bisher äußerte er sich nicht dazu. Ob er selbst frühzeitig von dem Vorfall wusste, ist weiter unklar. Am Dienstag soll Macrons Büroleiter Patrick Strzoda vor der Nationalversammlung zu der Affäre angehört werden. Für Donnerstag ist eine Anhörung des Generalsekretärs des Elysee-Palastes, Alexis Kohler, geplant. Politische Gegner Macrons forderten auch eine Anhörung des Präsidenten selbst.

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Artikel nachrichten.at/apa 24. Juli 2018 - 06:23 Uhr
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