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Klein, aber oho

Wer den südlichsten Zipfel des Burgenlandes besucht, kommt um „den“ Wein nicht herum: Eisenberg DAC!

Immer unter den Bestbewerteten vom Eisenber: Thomas Kopfensteiner Bild: Kopfensteiner

Stille Orte, abwechslungsreiche Landschaft und charakterstarke Menschen prägen eines der kleinsten Weinbaugebiete Österreichs mit einer Rebanbaufläche von etwa 500 Hektar. Eine Klimamelange von mediterranen und kontinentalen Einflüssen, in Kombination mit Schieferböden an den Hängen und eisenhältigen Lehmböden im Flachen, ergeben einen speziellen Weintypus, der von Klarheit und Mineralität geprägt ist. Beinahe die Hälfte aller Weingärten dieses Gebietes ist mit Blaufränkisch bestockt und diese Rebsorte ist das Leitmotiv für die DAC Weine vom Eisenberg. Wie fast überall üblich, gibt es auch die DAC Weine vom Südburgenland in zwei Kategorien:

 

Eisenberg DAC
Wurzige Mineralik ist das Erkennungsmerkmal dieser Weine. Gepaart mit einem fruchtigen, erfrischenden Sortenbukett nach Kirschen, Weichseln und Brombeeren. Die elegante, nicht aufdringliche Struktur, mit angenehmen Tannin und erfrischender Säure, zeigt dieser Wein alle Vorzuge seiner Herkunft, und bleibt auch im Alkohol bei bekömmlichen bis max. 13 %.

Verkost- und Kellerambiente im Schützenhof der Familie Faulhammer-Körper.


Eisenberg DAC Rerserve
Reife, spät gelesene Trauben aus wärmeren Rieden entwickeln Dichte und Kraft. Die daraus produzierten Weine benötigen daher auch eine längere Lagerzeit, bis sie rund und balanciert sind. Diese, als „Reserve“ bezeichneten Weine, schlummern für einige Monate in großen oder kleinen Holzfässern, bevor sie im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf gelangen.

Dank seiner erfrischenden Säurestruktur und der charmanten Tannine ist der Eisenberg DAC ein genialer Begleiter zu zahlreichen Speisen. Aufgrund seiner eleganten Balance wird er sich immer an den kulinarischen Partner anpassen. Dunkles Fleisch (Rind & Wild) in Kombination mit einer kräftigen Sauce sind wohl die Traumpartner für diese herkunftstypischen Weine. Für eine kulinarische Liaison mit Ganserl oder Bauernente ist dieser Blaufränker jederzeit bereit. Aber: nur nicht durchgewärmt trinken, denn die ideale Temperatur für Rotwein-Trinkgenuss liegt bei etwa 18°C. Dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege.

Persönliche Favoriten: Über Thomas Kopfensteiners Lagenweine Szapary, Reihburg und Sabritz komme ich ebenso hinweg wie über den Reserve DAC Wein vom Schützenhof der Familie Faulhammer-Körper. Denn, wenn man schon einem Wein die Bezeichnung „Senior“ verleiht, dann handelt es sich um einen ausgereiften, vollmundigen Wein, der zudem von einem 90jährigen Rebbestand stammt. Und so etwas fällt einfach in die Kategorie Rarität.

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Artikel Hans Stoll 06. Februar 2017 - 07:05 Uhr
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