Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 21. November 2018, 16:34 Uhr

Linz: 5°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 21. November 2018, 16:34 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Roter "Faden" durch 50 Jahre Schlossmuseum

Am Donnerstag Abend wurde im Linzer Schloss die großartig inszenierte Geburtstagsausstellung eröffnet.

Roter "Faden" durch 50 Jahre Schlossmuseum

Attraktive Vielfalt: Makarts „Japanerin“ (1873), Hoflehners „Ikaros“ (1959) und das „Steyr-Baby“ (1936) Bild: Landesmuseum

"50 Jahre – 50 Werke – 50 Geschichten" – so lautet der Titel der Geburtstagspräsentation des 1966 eröffneten Linzer Schlossmuseums hoch über den Dächern der Altstadt. Hinter diesem knappen, prosaisch-lapidaren Motto verbirgt sich ein höchst sinnlich akzentuierter Rundgang durch die gesamte Dauerausstellung des Linzer Schlossmuseums. Und dem streute Landeshauptmann Josef Pühringer gestern beim Pressegespräch als "Gedächtnis dieses Landes" viele Rosen. Völlig zu Recht, wie auch mit dieser großartigen Inszenierung eindringlich vermittelt wird.

Videobotschaften

Wesentlichste Zutat für den Weg durch sämtliche Etagen und Abteilungen des monumentalen Schlossmuseumsbaus: eine ca. 15 cm breite, an die 630 Meter lange knallrote Linie, die sich wie der sprichwörtliche Faden auf dem Boden konsequent quer durch Räume, durch Mauern, Glaswände, Stockwerke zieht und die Besucher zu abwechslungsreichen 50 Stationen weist. Was für eine großartige Idee des aus Wels stammenden Künstlers Andreas Strauss – übrigens Landeskulturpreisträger 2013, der zusätzlich 50 Mitarbeiter des Schlossmuseums auf Augenhöhe in Videos sich selbst und die Objekte vorstellen lässt.

Der berühmte Meteorit von Prambachkirchen wird da ebenso präsentiert wie die traumhafte "Anbetung der Könige" des Meisters von Mondsee. Johann Baptist Reiters Gemälde "Die Emanzipierte" ebenso wie eine Wohnküche aus den 1950ern. Dazu die mit persönlichen Erlebnissen gespickten Videobotschaften.

Restauratorin Traute Rupp erzählt etwa, dass sie sich Erde vom Aushub des neuen Südtrakts für ihren Garten mitnehmen durfte und darin alljährlich "beim Umgraben kleine archäologische Stückchen" entdeckt. Und Roland Strassl vom Veranstaltungsmanagement sagt: "Man arbeitet nicht im Museum, man lebt im Museum!"

So wird Museum als emotional dicht besetzter Teil des eigenen Lebens vorgestellt. Als gelebte Geschichte, die so über das bloße Betrachten hinaus auch für Besucher zum unmittelbaren Erlebnis wird.

Info

Dauer: bis 8. Jänner 2017
Geöffnet: Di, Mi, Fr 9-18; Do
9-21, Sa, So, Fei 10-17 Uhr
Kontakt: 0732-7720-52300; www.landesmuseum.at
Eintritt: Erwachsene 6,50; Kinder/ Jugendliche / ermäßigt 4,50 Euro (Sonderpreise für Gruppen und Familien)
Jubiläumszuckerl: freier Eintritt für 1966 Geborene

 

 

Kommentare anzeigen »
Artikel Irene Gunnesch 15. Januar 2016 - 00:04 Uhr
Mehr Kultur

Fast alle sind sehr gut: 16 Kinderbücher im Test 

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich haben daher 16 Vorlesebücher für Kinder zwischen ...

"Um Demokratie musst du dich kümmern"

Der in Bad Hall geborene Schriftsteller Martin Pollack erhält morgen den Staatspreis für Kulturpublizistik

Musikalische Zeitreise zurück in die 90er-Jahre

We Love The 90s: OÖN holen am 2. August Stars wie East 17, Ace of Base, 2 Unlimited und Vengaboys auf das ...

Schubert-Mammutprojekt an der Bruckner-Uni

Bis zum Jahr 2028 sollen alle Schubertwerke aufgeführt werden

Preisgekrönte Cartoons über Flucht und Grenzen

"Schule des Ungehorsams" in der Linzer Tabakfabrik zeigt eine Ausstellung mit internationalen Cartoons
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS