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Faultier

Nehmen wir uns heute ein Beispiel an den Faultieren! Bild: Arte (REUTERS)

Tag des Faulenzens: Warum es gesund ist, einfach mal nichts zu tun

„Probier’s mal mit Gemütlichkeit. Mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg.“ Nicht nur am heutigen Faulpelz-Tag sollten wir uns den Text aus dem Dschungelbuch zu Herzen nehmen - immerhin ist Nichtstun gesund.

Von nachrichten.at/ries, 10. August 2018 - 14:58 Uhr

Der Tag des Faulenzens wurde in den USA erfunden und heißt dort "Lazy Day". Wann, weiß man nicht, zum Aufschreiben waren die Erfinder wohl zu faul. Er wird vor allem in den sozialen Medien zelebriert. 

Effizienz und Ruhelosigkeit als Statussymbole

Als Dauer-Faulpelz hat man es schwer - während in der Antike Muße noch erstrebenswert war, gelten in der heutigen Gesellschaft vor allem Effizienz und ein voller Terminplan als Ideale. Für das Phänomen, alles so schnell wie möglich erledigen zu wollen, wurde im Englischen kürzlich das Wort "Hurry Sickness" geschöpft. Auch in unserer Sprache hat sich die Eile manifestiert: "Ich geh' schnell etwas essen" und ähnliche Aussagen gehören zum Alltag.

Erholung für's Gehirn

Schnell plagt uns das schlechte Gewissen, wenn wir einmal die Füße hochlegen - dabei wäre gerade das wichtig für unsere Gesundheit und Kreativität. Denn das Gehirn braucht immer wieder Zeit, um Erlebtes zu verarbeiten, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und sich von den Anstrengungen des Alltags zu erholen. Auch nur ein paar Minuten Pause helfen uns, kommende Aufgaben besser und schneller zu erledigen.

Wer öfter faulenzt, ist gesünder

Wer sich öfter ein bisschen Faulenzen erlaubt, ist nachweislich weniger Burnout-gefährdet und stressresistenter als Zeitgenossen, die ohne Pause von einer Aufgabe zur nächsten hetzen. Denn "Nichtstun wird als Gesundheitsquelle verkannt", so Amelie Wiedemann, Gesundheitspsychologin an der Freien Universität Berlin im AOK-Kundenmagazin 'bleib gesund'. Nicht unbedingt Stress, sondern fehlende Zeit zur Erholung mache krank.

Abschalten trotz Smartphone

Leider fällt vielen Menschen das Abschalten und Faulenzen aber schwer, selbst wenn die Zeit es mal erlaubt. Denn es gibt immer etwas zu tun, zumindest unsere Smartphones geben uns den Eindruck. Einfach mal das Handy wegzulegen und den Vögeln beim Zwitschern zuzuhören wäre die Lösung. Auch Arbeiten wie Unkraut-zupfen können Wunder wirken. In solchen Phasen sind Geistesblitze und neue Ideen keine Seltenheit.

 

Deswegen sagen wird heute ganz getrost: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe doch auf morgen!"

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Kommentare

„Ein findiger Hotelier nennt seit Jahren seinen Betrieb "Faulenzerhotel", dies im Waldviertel und ...“ fritzlfreigeist Ein findiger Hotelier nennt seit Jahren ...
„Als ältere Mensch macht man ohnehin alles langsamer, wofür ich an meinen besten Tagen 1 Tage ...“ Gugelbua Als ältere Mensch macht man ohnehin alle...
„©Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. “ dede ©Wir sind nicht nur verantwortlich für ...

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