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Ist das jetzt der Wechsel? Experten gaben bei Gesundheitstour tolle Tipps

Von Dietlind Hebestreit, 26. April 2024, 14:39 Uhr
Gesundheitstour
Lukas Angleitner-Boubenizek, Barbara Gruber-Resch, Martina Voglsam, Barbara Schagerl-Müllner und Barbara Rohrhofer (OÖN) Bild: Dominik Derflinger

Große Bühne für die Menopause: Mit viel Humor und Expertise informierten Gesundheitsspezialisten im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr über die Wechseljahre.

Warum ist man plötzlich so traurig? Warum schläft man so schlecht? Warum fühlt man sich in seinem Körper nicht mehr wohl? Bei der OÖN-Gesundheitstour am Donnerstag fasste Primaria Gabriele Baumann im Klinikum Steyr das Thema Wechseljahre so zusammen. Experten holten hundert Besucherinnen mit ihren Fragen und Nöten gut ab.

"Es ist ein gesellschaftliches Problem", machte Gynäkologin Barbara Gruber-Resch Mut, über das Thema Menopause mehr zu sprechen. Schließlich sei jede Frau betroffen, Beschwerden wie auffälliges Schwitzen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, psychische Probleme aber auch Osteoporose oder Probleme mit den Gelenken sind häufig.

Einige der Empfehlungen für Frauen im Wechsel klingen einfach, sind jedoch konsequent nicht leicht umzusetzen. Sportwissenschafterin und Uniqa-Vitalcoach Barbara Schagerl-Müllner etwa plädierte neben 150 Minuten Ausdauersport für zwei Einheiten Krafttraining pro Woche. Den Zustand anzunehmen und positiv eingestellt zu sein, verbessere oft die Lebensqualität: "Man kann zum Beispiel Hitzewallungen ganz bewusst wahrnehmen und lernen, damit umzugehen. Empfindungen dauern meistens nicht länger als 90 Sekunden." Laut Diätologin Martina Voglsam solle man zum Schutz der Knochen pro Tag dreimal Milchprodukte oder andere Kalziumquellen einbauen. "Besonders wichtig ist dabei auch Vitamin D. Für die Psyche wirkt es besser, wenn es täglich und nicht einmal pro Woche genommen wird", sagte Ärztin Gruber-Resch. Wenn tatsächlich ein Mangel bestehe, sei ein Mix aus Vitamin D und Kalzium sinnvoll.

Hormone können helfen

Vor Wundermitteln warnte Primar Lukas Angleitner-Boubenizek vom Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr: "Man kann nicht alles mit Studien belegen, was da verkauft wird." Neben Lebensmitteln wie Tofu, die von Natur aus östrogenähnliche Substanzen enthalten, sei auch eine Hormonersatztherapie bei starken Beschwerden eine Möglichkeit. Diese kann sowohl in Tablettenform als auch als Salbe verabreicht werden. Bei letzterer wird die Creme täglich aufgetragen, der Wirkstoff dringt durch die Haut ein und belastet weder die Leber noch werden dadurch Thrombosen gefördert. Eine Erkenntnis des Abends: Der Ersatz von Hormonen kann eine sehr gute Lösung sein – wie viel von welchem Produkt für die jeweils Betroffene passt, sollte aber unbedingt ein Experte in Absprache mit der Patientin zusammenstellen.

Das Thema Psyche nahm bei der Gesundheitstour ebenfalls einen wichtigen Platz ein. Gynäkologin Gruber-Resch erklärte, dass es um Balance im Leben gehe. Man sei nicht mehr so leistungsfähig wie in der Jugend, "aber es wird erwartet, dass man leistet". Nicht nur bei Depressionen, die im Wechsel typisch sind, können Antidepressiva helfen: "Sie wirken oft auch, wenn man sich verloren fühlt, wenn man nicht gut schläft."

Über das Interesse der Besucherinnen freute sich Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding: "Regionale Spitäler sind Orte der Kompetenz." Uniqa-Regionalmanager Gerald Hintringer zeigte sich ebenfalls begeistert von der Möglichkeit, "Menschen zu einem gesunden Leben zu inspirieren".

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Autorin
Dietlind Hebestreit
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