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Wohnen

Wohnungsbesichtigungen sind auch während des Lockdowns möglich

Von Elisabeth Prechtl  28. November 2020 13:03 Uhr

Wohnungsbesichtigungen sind auch während des Lockdowns möglich
Ein Bild aus anderen Tagen: Physische Wohnungsbesichtigungen sind ausnahmsweise möglich, finden aktuell aber kaum statt.

Kauf- und Mietverträge können ohne physischen Kontakt digital geschlossen werden.

Österreich befindet sich mitten im zweiten harten Lockdown, das Alltagsleben wurde auf ein Minimum heruntergefahren: Der Immobilienmarkt ist aber nicht zum Erliegen gekommen. "Immobiliendienstleistungen sind weiterhin möglich und erlaubt", sagt Mario Zoidl, Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Dies betreffe sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien. "Ausnahmen sind Ferien- und Vorsorgewohnungen."

Während man im Frühjahr noch ein "dringendes Wohnbedürfnis" nachweisen musste, reiche nun, dass ein Wohnbedürfnis vorhanden sei, sagt Zoidl.

Allerdings versuchen die Makler, wie schon im Frühjahr während des ersten Lockdowns, so viel wie möglich ohne physischen Kontakt zu arbeiten: Beratungen fänden telefonisch, per E-Mail oder per Videokonferenz statt. Anstatt einer physischen Besichtigung nehme der Makler ein 360-Grad-Video auf, das dem Kunden dann zur Verfügung gestellt würde. Ginge es nicht anders, fände die physische Besichtigung unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen statt.

Auch die Wohnungsübernahmen sowie -übergaben fänden soweit wie möglich digital statt.

Nicht nur Besichtigungen, auch Vertragsschlüsse, etwa von Miet- oder Kaufverträgen, können digital abgewickelt werden, sagt Friedrich Jank, Präsident der Oberösterreichischen Notariatskammer: "Das wird schon seit einigen Jahren von den Notaren und Rechtsanwälten gemacht und ist grundsätzlich für sehr viele Vertragsarten möglich." Eine Ausnahme seien etwa Testamente.

Voraussetzung für den digitalen Vertragsschluss ist eine elektronische Handysignatur: Diese wird bereits von 1,6 Millionen Österreichern genutzt.

1500 Wohnungen in Linz frei

Die Anfragen bezüglich Immobilien seien seit Beginn des Lockdowns zurückgegangen, sagt Zoidl: "Das merkt man sofort." Auch die Zahl der Kündigungen sei geringer als sonst: "Man überlegt es sich momentan zwei- oder dreimal, bevor man solche Schritte setzt."

Vor dem Lockdown sei vor allem die Nachfrage nach vermietungsfähigen Anlagewohnungen hoch gewesen. Auch sei zu beobachten, dass es die Menschen wieder mehr aufs Land zieht, vornehmlich in die Speckgürtel rund um die größeren Städte.

In Linz seien momentan 1500 Wohnungen leer – so viel wie lange nicht. Das liegt laut Zoidl auch an der wirtschaftlichen Situation: "Die Preise sind nicht für jedermann leistbar."

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Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl
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