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Süßstoff Xylit kann das Risiko für Herzprobleme deutlich erhöhen

Von Ulrike Griessl, 11. Juni 2024, 15:12 Uhr
Xylit
Zucker durch den Süßstoff Xylit zu ersetzen, kann gefährlich sein. Bild: Colourbox

US-Forscher analysierten Blutproben von 3300 Herz-Kreislauf-Patienten.

Höhere Werte des Süßstoffs Xylit im Blut sind mit einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Herzerkrankungen und Schlaganfälle verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Cleveland Clinic in den USA, die jetzt im „European Heart Journal“ veröffentlicht wurde.

Xylit, häufig auch als „Birkenzucker“ bezeichnet, ist ein sogenannter „Zuckeralkohol“, der als kalorienarmer Süßstoff in verschiedenen Lebensmitteln und Getränken verwendet wird. In der Lebensmittelindustrie wird Xylit geschätzt, weil es die Textur, Feuchtigkeit und Haltbarkeit von Produkten verbessert, ohne einen Nachgeschmack wie andere Süßstoffe zu hinterlassen. Es wird daher in großen Mengen verkauft und als „natürlicher Süßstoff“ beworben, da es in geringen Mengen auch in Obst oder Gemüse vorkommt und vom Körper produziert werden kann.

Außerdem soll Xylit einigen Untersuchungen zufolge eine karieshemmende Wirkung haben. Daher wird der Süßstoff nicht nur als Ersatz für Zucker, sondern auch als Mittel gegen Karies vermarktet, etwa als Zusatz von Zahncremes, Lutschtabletten oder Kaugummis.

Um 57 Prozent erhöhtes Risiko

An der Cleveland Clinic in Ohio (USA) wurde nun untersucht, ob der Konsum von Xylit das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und für Schlaganfälle erhöht. Dazu wurden zunächst Blutproben von mehr als 3300 Herz-Kreislauf-Patientinnen und -Patienten analysiert, die dann über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet wurden. Dabei kam es bei Personen mit hohen Xylit-Konzentrationen im Blut signifikant häufiger zu Schlaganfällen, sogenannten „kardialen Ereignissen“ wie einem Herzinfarkt oder zu einem Todesfall.

Dieser Zusammenhang konnte in der Folge weiter erhärtet werden: In Laborversuchen wie auch bei Tests mit gesunden Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern zeigte sich, dass Xylit die Reaktivität von Blutplättchen erhöht, was die Bildung von Blutgerinnseln fördert und somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern kann.
Konkret wurde festgestellt, dass das Risiko für schwerwiegende kardiale Ereignisse bei erhöhten Xylit-Werten im Blut um 57 Prozent erhöht war.

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Autorin
Ulrike Griessl
Redakteurin Leben und Gesundheit
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5  Kommentare
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Utopia (2.823 Kommentare)
am 12.06.2024 08:48

Unser Stoffwechsel ist seit vielen tausend Jahren an die natürlich Nahrung angepasst. Zucker in den verschiedenen Formen ist in natürlichen Nahrungsmitteln in kleinen Mengen vorhanden und der menschliche Körper kann damit umgehen. Zucker gibt uns die nötige Energie. Sogar unser tägliches Brot wandelt der Körper in Zucker um, damit er die Energie daraus gewinnen kann.
Die meisten Lebensmittel werden zu Gift, wenn sie in Mengen konsumiert werden, die uns die Natur so niemals liefert, weil der Körper darauf nicht eingestellt ist.

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gameatari (115 Kommentare)
am 11.06.2024 21:36

Ob der Konsum von Xylit das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und für Schlaganfälle erhöht. Für gesunde Menschen wahrscheinlich kein Problem.

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Utopia (2.823 Kommentare)
am 12.06.2024 08:49

Für gesunde Menschen sind Ernährungsfehler kein Problem - bis sie durch die Ernährungsfehler krank werden.

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betterthantherest (34.830 Kommentare)
am 11.06.2024 17:05

Vor 10 Jahren hörte sich das hier in den OÖN noch deutlich anders an:

"Entdeckt wurde Birkenzucke, auch Xucker oder Xylit genannt, schon vor mehr als 100 Jahren. In Finnland wird er seit Jahrzehnten verwendet, nun erobert er auch bei uns die Küchen. Es handelt sich dabei um einen pflanzlichen Zuckeraustauschstoff, der in Bezug auf seine weiße Farbe und kristalline Struktur große Ähnlichkeit mit Haushaltszucker hat. Xylit ist ähnlich süß wie Zucker, allerdings nur halb so kalorienreich. Außerdem soll er besser für die Zähne geeignet sein, weil er – im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker – keine Karies verursacht."

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MarTin84 (399 Kommentare)
am 12.06.2024 07:08

Naja, zum einen steht das heute auch noch so da, ergänzt halt um Erkenntnisse aus einer Studie, die in der Zwischenzeit durchgeführt wurde. So ist das halt mit der Zeit, es kommen neue Erkenntnisse dazu, wobei das im konkreten Fall hier noch kein Grund ist das Zeug gleich zu verteufeln, normaler Zucker und diverse Süßstoffe haben halt andere, noch viel schädlichere Auswirkungen...

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