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Gesundheit

Lachyoga: Lachen ohne Glücklichsein

Von Claudia Riedler   26. Februar 2014 00:04 Uhr

Lachen ohne Glücklichsein
Am leichtesten lacht es sich in der Gruppe, Lachyoga kann man aber auch zu Hause vor dem Spiegel machen.

Bei Lachyoga wird gelacht, als wäre es eine Körperübung. Damit kommt man aber meist ganz schnell zum echten Lachen.

Jeder kann lachen. Man brauche dazu nur die Bereitschaft, man müsse es wollen, sagt Gabriele Fink. Die Innviertlerin ist Lachyoga-Trainerin und hat einen Lachclub. Eine Session bei ihr beginnt mit Klatschen und Atemübungen. Dann wird gelacht, was aber eher als Körperübung zu sehen ist. "Es gibt das Begrüßungs-Lachen, man schaut sich an, gibt sich die Hand und lacht", erklärt sie. "Oder man verbeuge sich voreinander und lacht." Zunächst ist das künstlich. "In den allermeisten Fällen geht es aber ganz schnell in natürliches Lachen über", sagt Fink, die auch während des OÖN-Gesprächs viel lacht. Teil der Lachyoga-Session ist auch eine Lach-Meditation, in der man das Lachen frei kommen lässt. Und zum Abschluss eine Entspannung, "bei der manchmal immer noch gelacht wird", so Fink.

Lachen statt Medikamente

Erfunden hat Lachyoga der indische Arzt Madan Kataria. Er hatte in seiner Kindheit nicht viel zu lachen. Sechs seiner 13 Geschwister starben. Deshalb war es der Herzenswunsch seiner Mutter, einer armen indischen Bäuerin, dass ihr Jüngster Arzt wird. Statt Medikamente verordnete er seinen Patienten lachen.

Seine ungewöhnliche Behandlungsmethode testete er 1995 erstmals in einem Park in Mumbai. Heute wird Lachyoga auf der ganzen Welt praktiziert, in 6000 Lachclubs in 60 Ländern wird gemeinsam gelacht.

Beispielsweise in St. Peter/Hart bei Gabriele Fink. Mit dem Lachen kultiviert sie auch das Kindlich-spielerische im Menschen. Peinlich? "Es ist manchen peinlich, weil man sein Inneres nach außen kehrt. Im Alltag sind wir meist stark kontrolliert", erklärt sie. Es tue aber unendlich gut, sein inneres Kind herauszulassen.

"Lachen befreit und man baut Stress ab. Die Körperchemie verändert sich", sagt Lachtrainerin Fink. Man fühle sich einfach erleichtert nach einer Lachyoga-Session.

"Beim Lachen kann man nämlich sein Hirn ausschalten, dadurch geht vieles nachher wieder viel leichter." Außerdem lerne man, sich wieder besser zu spüren, man werde bewusster.

 

Erster Lachyoga-Kongress in Österreich

21. bis 23. März: In Salzburg findet heuer der erste inneralpine Lachyoga-Kongress statt. Mit dabei ist auch der Begründer der Lachyoga-Therapie, Madan Kataria, und seine Frau Madhuri. „Er wird beispielsweise am Samstag und Sonntag das Morgenlachen leiten“, sagt Gabriele Fink, eine der Organisatorinnen. Die Lachtrainerin aus St. Peter/Hart sieht den Kongress als „großes Fest der Lebensfreude“. Viele gute Leute seien da und zeigen Lachyoga, auch in Verbindung mit anderen Disziplinen.

16. bis 20. März: Schon vor dem Kongress findet in Ostermiething ein Lachyoga-Lehrertraining statt. Geleitet wird der Kurs von Madan Kataria. Auch während des Kongresses gibt es ein „Advanced Training“ mit Kataria.

Anmeldung und Info: Alles über Lachyoga, den Kongress und die Ausbildung finden Sie auf der Homepage von Gabriele Fink: www.finkin.at

 

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