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Kleine Hexen und unerwünschte Hasen: Skurrile Osterbräuche in aller Welt

Von Andreas Kremsner, 04. April 2023, 11:53 Uhr
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Das Wetter kann zu Ostern noch einmal so richtig grauslich werden, auch das hat in Österreich Tradition. Bild: Daniel Scharinger

Ostern ist das höchste Fest der christlichen Kirchen, aber auch ein alter Brauch. Weltweit geschieht Seltsames: Da erscheint Meister Bilby oder Hexen, geheime Post wird geschrieben. Hennen legen im Akkord Eier. Bis zu 70 Millionen werden ums Osterfest verkauft, in Österreich!

Wann feiern wir Ostern?

Seit dem Konzil von Nizäa (325) wird Ostern am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert. Heuer fällt der Ostersonntag auf den 9. April.

Warum heißt es Ostern?

Über den Ursprung des Wortes "Ostern" gibt es verschiedene Deutungen. Die Meinung, es leite sich von einer englischen Frühlingsgöttin namens Ostara ab, wird von vielen Forschern angezweifelt, weil es höchst fraglich ist, ob eine solche Göttin überhaupt verehrt worden war. Andere Forscher führen "Ostern" auf Osten (Aufgang der Sonne) oder auf das mittelhochdeutsche "Urständ" (Auferstehung) zurück. Neuere Deutungen leiten die Bezeichnung vom christlichen "hebdomada in albis" (Woche in weißen Kleidern) ab. Aber, wie so oft, sind sich die Wissenschaftler uneinig. 

Was ist in anderen Ländern Brauch?

Den Osterhasen kennen zwar auch die Kinder in Australien. Meister Lamppe ist dort aber nicht besonders beliebt. Die Tiere haben sich auf dem Kontinent zu stark vermehrt und gelten eher als Plage. Deshalb übernimmt seit Jahren der Bilby - ein kleines Beuteltier - die Aufgabe des Osterhasen. 

In Schweden hat die Osterhex am Gründonnerstag einen wichtigen Termin: Sie fliegt auf ihren Hexenberg. Auch die Kinder verkleiden sich an diesem Tag als Hexen, egal ob Buben oder Mädchen. Sie gehen von Haus zu Haus, sammeln Süßigkeiten und bedanken sich mit einem selbstgebastelten Osterbrief.

Auch in Dänemark schreiben die Kinder zu Ostern Briefe, aber es handelt sich dabei um Geheimbriefe. Der Absender bleibt geheim, der Empfänger muss raten, von wem der Brief stammt. Errät er oder sie das nicht, muss man dem Verfasser ein Schokoei schenken. 

Eine alte Tradition, die viel Geschick erfordert, gibt's jedes Jahr zu Ostern in der Schweizer Stadt Zürich. Beim Zwänzgerle versuchen die Erwachsenen ein 20 Rappen Stück so auf ein Ei zu werfen, dass es stecken bleibt. Prallt die Münze ab, bekommt das Kind, das das Osterei bereit gestellt hat, Ei und Geld.

Mädchenwasser in Ungarn, der nasse Montag in Polen, der Glücks-Knack in Bulgarien, tanzende Briten, Heringsbegräbnis in Irland und Orangen und Krimis in NorwegenWeitere Bräuche gibt es hier

Von den Ratschenkindern bis zum Schärdinger "Oakas": Vielfältiges Brauchtum begleitet die Osterzeit in Oberösterreich. So gibt es etwa in Schwanenstadt auf dem Philippsberg eine einzigartige mechanische Fastenkrippe, die Ratschenkinder gehören dazu, und und und.

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Ostern ist das höchste Fest im Kirchenjahr – zahlreiche Bräuche und Feierlichkeiten haben sich rund um diese Festtage entwickelt.

Warum verschenken wir Eier?

Einig ist man sich, dass Ostern ein jahrtausendealtes Fest ist und weltweit mit unterschiedlichen Bräuchen verbunden ist. Sie sind zum Teil heidnischen Ursprungs. Das Verschenken bunter Eier lässt sich bis auf die "alten Chinesen" zurückverfolgen. Der Hase wiederum taucht in der ägyptischem Mythologie auf. Das Ei ist ein altes Fruchtbarkeitssymbol, Ursprung des Lebens, des Seins und Werdens. Bereits 5.000 vor Christus hat man zum Frühlingsfest bunt bemalte Eier verspeist. Bis in das 15. Jahrhundert verstand man unter "Ostereiern" auch ein "bis zu Ostern abzulieferndes Zinsei". Seit dem 16. Jahrhundert wird das Hühnerprodukt im heutigen Sinne verwendet. Den am Gründonnerstag oder Karfreitag gelegten Eiern sprach der Volksglaube überdies Unheil abwehrende und Segen spendende Wirkung zu. Verzierte Ostereier werden erstmals 1615 erwähnt.

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Meterdicke Schneeschicht

Das Wetter spielt zu Ostern oft noch verrückt, auch das hat Tradition. Ich erinnere mich, dass wir als Kinder einmal auf einer Hütte mit Bekannten und Verwandten Ostern feiern wollten. Zuvor mussten wir aber eine meterdicke Schneeschicht beseitigen, damit wir überhaupt die Hüttentüre aufmachen konnten. Dass es in der Hütte eiskalt war, versteht sich. Osternesterl im Freien zu verstecken, hatte damals keinen Sinn. Die hätten wir nicht mehr gefunden. Auch heuer könnte es zu Ostern wieder ziemlich frisch werden, kündigen Meteorologen an. 

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Autor
Andreas Kremsner
Redakteur Online
Andreas Kremsner
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1  Kommentar
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Gugelbua (31.914 Kommentare)
am 04.04.2023 12:00

auch nur ein weiterer Kommerz Brauch 😉

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