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Der Glaube an den Osterhasen: Wie viel Wahrheit verträgt ein Kind?

Von nachrichten.at, 04. April 2023, 14:58 Uhr
Der Osterhase hat dieser Tage viel zu tun
Der Osterhase hat dieser Tage viel zu tun. Bild: Sebastian Kahnert (dpa)

Der Osterhase versteckt das Nesterl, das Christkindl bringt die Weihnachtsgeschenke. Früher oder später beginnen Kinder daran zu zweifeln. Rat auf Draht hat Tipps, wie Eltern damit umgehen sollen.

Wie viel Wahrheit vertragen Kinder? Und wie viel brauchen sie überhaupt? Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes gibt das Team von Rat auf Draht Antworten auf diese Fragen. Die Beraterinnen und Berater der Notrufnummer 147 erklären, warum der Glaube an den Osterhasen etwas Schönes ist. "Dadurch können sowohl Fantasie als auch Kreativität angeregt werden. Das ist wertvoll für die kognitive Entwicklung", sagen die Experten. 

Gibt es den Osterhasen? Wie Eltern Antworten können

Je älter die Kleinen werden, desto misstrauischer werden sie. Wie sollen sich Eltern verhalten, wenn Kinder die Existenz von Osterhase und Christkind infrage stellen? Rat auf Draht empfiehlt offene Erklärungen, wie etwa: "Weißt du, man kann sich immer aussuchen, woran man glauben möchte." Es sei wichtig, mit den Kindern zu besprechen, dass es ihre Entscheidung ist, woran sie glauben möchten und woran nicht. "So ist auch die Enttäuschung nicht so groß, wenn sie entdecken, dass der Osterhase nicht das ist, wofür sie ihn lange gehalten haben", sagen die Experten. "Denn sie hatten immer die Möglichkeit, daran zu glauben oder eben nicht."

Auch die Antwort "Ich denke schon, dass es so eine Art Osterhase geben könnte" lässt viele Möglichkeiten offen. Dann kann es sein, dass die Kleinen nachbohren. Sie wollen etwa wissen, wie der Osterhase das alles schaffen kann. In so einem Fall können Eltern dem Nachwuchs selbst erzählen lassen, wie er sich das vorstellt

Eltern können beruhigt sein

Einen richtigen oder einen falschen Weg gibt es laut Rat auf Draht nicht. Einen "Schaden" könne die Osterhasengeschichte ohnehin nicht anrichten. "Kinder können durchaus verstehen, dass man etwas ein wenig anders darstellt, um anderen eine Freude zu bereiten, wie zum Beispiel bei Überraschungen zum Geburtstag."

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7  Kommentare
7  Kommentare
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Gugelbua (32.177 Kommentare)
am 05.04.2023 11:55

wir wollen doch alle an schöne Märchen glauben, nicht nur die Kinder🤣

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am 04.04.2023 17:34

ein absichtlich Kinderloser sagt dazu: . . . ich glaube, meinen Augen nicht trauen zu können, wenn in diesem Artikel geschrieben wird, dass man Kindern sagt (sagen kann), dass man "sich immer aussuchen kann, woran man glauben möchte" . . . wir haben bereits genug Jahrzehnte hinter uns, in denen der Aberglaube wieder um sich zu greifen begonnen hat, wie eine schlimme Seuche. Wenn man das kleinen Kinder sagt und ich daran denke, dass Sie sich das mit ins Erwachsenen Leben nehmen,wird mir schon ganz übel. Die Babys bringt der Storch, ok, die Ostereier der Hase, naja. Aber was soll das Ganze? Steckt bei diesen Bräuchen (u.a.) nicht sehr viel verborgene Metapher von Sexualität dahinter ("Nest suchen")? Auch auf die Gefahr hin, dass mein K. gesperrt wird. Finden es Erwachsene nicht gerade deshalb sehr sinnvoll, weil das tief im Unterbewusstsein (von Erwachsenen!) eine Anspielung auf Sexualität ist?

Ich finde, Erwachsene können viel experimentieren und würden dabei sehen, dass Wahrheiten, .

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am 04.04.2023 17:41

die ganz kleine Kinder aufgrund ihres Entwicklungsstadiums noch gar nicht verarbeiten können nicht einmal wahrnehmen werden (meine Hypothese). Man muss es ja nicht irgendeiner sexuellen Wahrheit ausprobieren. . . . . die Erde geht irgendwann einmal unter, die Sonne wird irgendwann einmal nicht mehr strahlen, Papi und Mami werden (können auch) irgendwann einmal sterben und Du wirst dann alleine sein . . . .etc.

Ich bin sicher, kleine Kinder vertragen solche Wahrheiten ohne Weiteres, bzw. werden Dinge, die nicht verstanden werden können gar nicht erst gespeichert. Aber ich halte diese Bräuche für unnötig und sogar schädlich zum Teil. Eben , weil auch Kinder massiv in die Irre geführt werden können. Wer kann später wirklich etwas mit der Erinnerung an dass Ostereier Suchen anfangen? Reine Zeitverschwendung.

Auch, wenn jetzt viele über mich herfallen werden (an das Kreuz schlagen . . . )

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mehlknödel (3.573 Kommentare)
am 04.04.2023 18:48

Ostereier haben wir viele gesucht und hatten großen Spaß dabei. Wir haben sie halt selber versteckt und nicht der angebliche Osterhase (zur Sicherheit sei gesagt: es versteckten die Kinder abwechselnd an die 15 Eier).

Man kann aber schon auch aus dem harmlosesten Versteckspiel etwas abgrundtief Schlechtes herbei phantasieren. Wie der Schelm denkt, so ist er, fällt mir da ein.

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am 05.04.2023 08:30

meine spezielle Interpretation auf Tiefenpsychologisches ist nur Nebensache gewesen in meinem Kommentar. Ich habe grundsätzlich etwas gegen die verbreitete Art, dass, besonders eben in Familien, Etwas getan wird, weil`s halt alle tun, weil`s halt Sitte ("Brauch") ist. Ich werd´s nicht ändern können. Aber die über das Jahr permanent statt findenden Ereignisse, mit dem Zelebrieren fixer Verhaltensweisen und Gewohnheiten ist schon ein eminentes Hindernis für positive Veränderungen in der Gesellschaft. Weihnachten, Neujahr, Valentinstag, Fasching, Ostern, Muttertag und und und.

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mehlknödel (3.573 Kommentare)
am 05.04.2023 10:04

Ich glaube, das ist im Menschen so angelegt, dass er bestimmte Ereignisse gemeinsam mit Gleichgesinnten feiern möchte. Und sei es nur wie früher der "Feierabend" nach getaner Arbeit, an dem man sich mit den Nachbarn im Dorf zusammen setzte und tratschte, sang, tanzte oder spielte.

Was das "weil es alle anderen auch tun" betrifft: Da bin ich mit einer widerspenstigen Mutter gesegnet, die solche Sitten gerne hinterfragte und - wenn sie zum Schluss kam, dass sie darin keinen Sinn sah - sich auch darüber hinweg setzte.

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mehlknödel (3.573 Kommentare)
am 04.04.2023 15:12

Unsere Eltern - wiewohl fromme Christen - erzählten uns nie das Märchen vom Geschenke bringenden Christkind bzw. Osterhasen. Es hat uns nichts gefehlt.

Bei unseren Kindern hielten wir es genauso. Bloß konnten das die Schwiegereltern nicht verstehen und hielten eisern am Christkind und Osterhasen fest.

Tja, auch kein Problem für die Kinder. Brachten eben zu Hause und bei den einen Großeltern die jeweiligen Verwandten die Geschenke und bei den anderen Großeltern Christkind und Osterhase. Das war für sie das Selbstverständlichste der Welt. - Und wir mussten ihnen später nicht beichten, dass wir sie angeschwindelt hatten.

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