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Kommentar

Denkmalschutz

Von Christoph Zöpfl   26. Mai 2015 10:41 Uhr

Ist Glasners Entscheidung ein Meisterstück oder eine verhängnisvolle Affäre?

Mit seiner Entscheidung, als Trainer beim LASK anzudocken und seinen Herzensklub SV Ried in einer Art zu verlassen, die das Attribut „Nacht-und-Nebel-Aktion“ verdient, hat sich Oliver Glasner als Innviertler Fußball-Denkmal demontiert. Man kann davon ausgehen, dass ein 40-jähriger Mann nicht unbedingt ein gesteigertes Interesse daran hat, ein Denkmal zu sein. Glasner sieht sich nicht auf einem Sockel stehen, sondern am Beginn einer Trainerlaufbahn.

Der LASK lockte ihn mit einer spannenden Herausforderung – und einer in der Branche unüblich langen Vertragsdauer. Es ist nachvollziehbar, dass Glasner das schwarz-weiße Projekt reizt. Der LASK könnte sein Meisterstück werden, aber auch eine verhängnisvolle Affäre. Man kann darüber streiten, ob es mutig oder dumm gewesen ist, so einen Schritt zu machen. Eines steht außer Streit: Er ist kein Verräter. Die SV Ried kann ohne Oliver Glasner gut leben. Herauszufinden, wie es Oliver Glasner ohne SV Ried und Denkmalschutz gehen wird, ist sein gutes Recht.

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