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Sophia erlitt noch im Bauch einen Schlaganfall

Von Verena Gabriel, 18. Dezember 2017, 00:05 Uhr
Sophia erlitt noch im Bauch einen Schlaganfall
Sophia ignoriert ihre rechte Hand bislang – Therapien sollen das ändern. Bild: privat

FELDKIRCHEN/DONAU. OÖN-Christkindl-Aktion hilft: Das zweijährige Mädchen aus Feldkirchen kann seine rechte Hand nicht benutzen.

14. September 2015. Anna Stallinger darf ihre kleine Sophia nach einem Notkaiserschnitt endlich in die Arme schließen. Die erste Untersuchung des neugeborenen Mädchens ergibt keine Auffälligkeiten. Auch die Schwangerschaft ist problemlos verlaufen. Von dem Schlaganfall, den sie im Bauch erlitten hat, ist Sophia zunächst nichts anzumerken. Die ersten Lebensmonate vergehen, und andere Babys beginnen zu krabbeln. Sophia macht keine Anstalten. Hinzu kommt, dass sie mit der rechten Hand nicht zugreifen kann.

Nachdem unzählige Termine bei Energetikern, Kinesiologen und Therapeuten keinen Erfolg brachten, ließ Anna Stallinger ihre Tochter mittels Computertomografie untersuchen. Das Ergebnis brachte die junge Mutter aus der Fassung: Ihr Kind hatte noch vor seiner Geburt einen Schlaganfall erlitten. "Ich wollte das am Anfang nicht wahrhaben", sagt die Alleinerziehende. Deshalb sei sie mit Sophia von einem Therapeuten zum anderen gelaufen. Ihre rechte Hand ignoriert die Kleine nach wie vor. Das sieht man unter anderem, wenn sie eine Flasche öffnet. Statt den Stöpsel mit beiden Händen aufzudrehen, zwickt sie das Gefäß im Schoß ein und macht es mit der linken Hand auf. "Sobald sie merkt, dass es mit der Rechten nicht funktioniert, wird sie grantig", erzählt ihre Mutter, die vorher als Krankenschwester in einem Altenheim tätig war. Da die 31-Jährige wegen ihrer Tochter einen flexiblen Arbeitsplatz braucht, hat sie keine Aussicht auf einen Wiedereinstieg.

Ihre berufliche Zukunft ist noch unklar, genauso wie Sophias Entwicklung. Ein Erfolgserlebnis hatte das Mutter-Tochter-Duo aus Feldkirchen an der Donau im heurigen Sommer. Kurz vor ihrem zweiten Geburtstag lernte das quirlige Mädchen laufen. Mit der Koordination hapert es allerdings noch. Weitere Therapien bleiben der Kleinen daher nicht erspart.

Um die Beweglichkeit der kleinen Sophia zu verbessern, sind regelmäßig Therapien nötig. Das OÖN-Christkindl unterstützt die alleinerziehende Mutter, die einen Teil der Kosten selbst zu tragen hätte. Wenn Sie Familien wie diesen helfen möchten, können Sie eine Spende an die OÖN-Christkindl-Aktion überweisen: AT 94 2032 0000 0011 1790. Firmen, die kurz vor Weihnachten statt Geschenke eine Spende ans OÖN-Christkindl tätigen wollen, können sich gerne unter v.dirmaier@nachrichten.at melden. Vielen Dank!

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3  Kommentare
3  Kommentare
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Selten (13.716 Kommentare)
am 21.12.2017 21:10

Hoffentlich geht die Geschichte so gut aus wie bei einer Bekannten von mir, einer jungen, hübschen netten Hundehalterin. Dass sie kaum merkbar hinkt, merkt erst nach einiger Zeit. Sonst ist sie komplett ok. Ihr Schlaganfall ist bei der Geburt eingetreten und wurde damals sicher auch nicht gleich erkannt. Die Therapiemöglichkeiten waren vor 2 bis drei Jahrzehnten ohnehin bescheiden.

Sie sagt, dass das Gehen sie nicht besonders anstrengt, sie sei es nicht anders gewöhnt.

Die große Chance so junger Menschen ist, dass ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht und das Gehirn sich noch leichter umstrukturieren lässt und vor allem auch der kindliche Spass am gemeinsamen Spielen. Wenn man bei den Freunden voll mitdabei ist, geht manches wie von selbst.

Auch wenn kein Schlaganfall wie der andere ist, Sophia wird ihrer Mutter sicher noch genügend positive Überraschungen bereiten!

Frohe Weihnachten und alles Gute!

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mynachrichten1 (15.483 Kommentare)
am 18.12.2017 05:34

das zeigt wieder, das man gleich ordentlich untersuchen sollte und nicht nur Vermutungen anstellen und wirft natürlich die Frage auf, warum man in Österreich in einem System in das Unmengen von Geld fließt letztlich manchmal sehr lange im Dunkeln tappt.
Dem Mädchen kann man natürlich nur wünschen, das viel sich dann doch noch zum Guten dreht, immerhin hat sie ja schon gehen gelernt.

Es gibt jede Menge Einschränkungen die am besten eh nur mit Bewegung wegzubekommen sind und mit Training und nicht mit irgendwelcher unsinniger Chemie.
Wir schon werden, aber die finanzielle Unterstützung sollte man meinen müsste halt dann auch von Gesundheitsseite kommen.

Ob das Gesundheitssystem hier so flexibel ist wage ich allerdings zu bezweifeln.

Und in Wien mit dieser besseren Gesundheitsversorgung wäre man wohl hätte man die Spezialabteilungen guter Spitäler durchlaufen viel viel früher darauf bekommen und vielleicht hätte man dann gezieltere Übungen machen können.

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Selten (13.716 Kommentare)
am 21.12.2017 20:48

"das zeigt wieder, das man gleich ordentlich untersuchen sollte und nicht nur Vermutungen anstellen und wirft natürlich die Frage auf, warum man in Österreich in einem System in das Unmengen von Geld fließt letztlich manchmal sehr lange im Dunkeln tappt"

Man hat das deshalb nicht gleich ordentlich untersucht, weil die Mutter, immerhin Krankenschwester, zurecht bei einem Kleinkind nicht primär von einer zerebralen Störung ausgegangen ist. Bei einer Sechzigjährigen denkt man nicht zuerst an Schwangerschaft und bei einem Kleinkind nicht an einen Schlaganfall.

Abgesehen davon, bei einem Schlaganfall der älter als ein paar Stunden ist, kann sich nichts mehr verschlimmern. Das Mäderl hat noch so viel Zeit für Physio, Ergo etc, dass es die paar Monate, die es Ihrer Meinung nach bis zur Diagnose zu lange gedauert hat, locker verschmerzen kann.

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