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Wirtschaftsraum OÖ

Stern & Hafferl-Gruppe steigert nach Neuaufstellung Umsatz kräftig

Von Dietmar Mascher 17. Juli 2019 00:04 Uhr

Stern & Hafferl-Gruppe steigert nach Neuaufstellung Umsatz kräftig
Die Straßenbahn durch Gmunden ist viel diskutiert, „fährt aber voll im Plan“, heißt es bei Stern & Hafferl.

GMUNDEN. Das Gmundner Familienunternehmen Stern & Hafferl hat 2018 einen kräftigen Wachstumsschritt gemacht.

Der Umsatz der Gruppe stieg von 95 auf 110 Millionen Euro, das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 1,36 Prozent vom Umsatz. "Damit sind wir zufrieden. Unser Ziel ist nachhaltiges und langfristiges Wachstum", sagt der Chef der Stern Holding, Karl Neumann, im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Die Familien Neumann, Schreckeneder und Döderlein, allesamt Nachkommen des Co-Gründers Josef Stern, führen das Unternehmen derzeit in vierter und fünfter Generation. 2017 wurde die Stern Holding gegründet. Rückwirkend mit 1. Jänner 2019 wird die Firmengruppe in fünf Sparten gegliedert. Im Verkehr sind neben den Buslinien auch die Lokalbahnen Vöcklamarkt–Attersee (75,9 Prozent), die Lokalbahn Gmunden–Vorchdorf (die Tram durch Gmunden) sowie die Anteile an der Linzer Lokalbahn und der Lokalbahn Lambach–Vorchdorf–Eggenberg platziert.

Stern & Hafferl-Gruppe steigert nach Neuaufstellung Umsatz kräftig
Karl Neumann und Doris Schreckeneder

Schifffahrt als eigene Sparte

Die Schifffahrt unter Führung von Doris Schreckeneder ist künftig eine eigene Sparte. Sie umfasst sowohl die Attersee- als auch die Altaussee-Schifffahrt. Die anderen drei Sparten sind der Bau, die Elektro- und Gebäudetechnik sowie zu 50 Prozent die Betonfertigteile. Letztere sind im Umsatz der Gruppe nicht erfasst. Die anderen 50 Prozent gehören Asamer. Die Sparte Bau habe die Insolvenz der zugekauften Baufirma Pletzer mittlerweile verdaut, sagt Neumann. Die Ursache für die Insolvenz wären weit in der Vergangenheit vor dem Zukauf gelegen.

Im Verkehr will die Stern-Gruppe ihre über Jahrzehnte gepflegten Stärken als Tugenden transparenter machen. "Wir fahren seit Jahrzehnten elektrisch. In Altaussee erzeugen wir den Strom für unser Schiff fast zur Gänze selbst mit Photovoltaikanlagen. Die Kosten für zugekauften Strom belaufen sich auf gerade einmal 1000 Euro im Jahr", sagt Doris Schreckeneder.

Neumann verteidigt auch das nicht ganz unumstrittene Projekt der Straßenbahn durch Gmunden, die nach der Stadtgrenze zur Lokalbahn nach Vorchdorf wird. Diese sei bei den Passagierzahlen durchaus im Plan. "Und wir gehen davon aus, dass dieses Transportmittel noch an Bedeutung gewinnt. Eine Tram vom Bahnhof Gmunden zum Bahnhof Vorchdorf hat nicht einmal 80 Prozent des CO2-Ausstoßes eines Pkw", sagt der Holding-Chef und Bruder des Erfinders der Energiesparmesse, Wolfgang Neumann (Letzterer ist nicht mehr in der Firmengruppe aktiv). Auch im Bau soll Nachhaltigkeit eine größere Rolle spielen. Eine Wohnsiedlung in Unterach wurde kürzlich mit einem entsprechenden Preis ausgezeichnet.

Neu ist bei der Stern-Gruppe auch, dass nicht nur die Familie in führenden Positionen vertreten ist, sondern auch drei externe Manager mitreden. "Das war ungewohnt, hat sich aber bewährt", sagt Schreckeneder. Einer von ihnen hat sogar die Lehre in der Unternehmensgruppe absolviert. Derzeit sind 59 der 800 Beschäftigten Lehrlinge.

Artikel von

Dietmar Mascher

Stellvertretender Chefredakteur, Leiter Wirtschaftsredaktion

Dietmar Mascher
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