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Uni Linz bekommt Zentrum für Künstliche Intelligenz

Von (hn), 27. Juni 2017, 00:04 Uhr
Uni Linz bekommt Zentrum für Künstliche Intelligenz
Sepp Hochreiter (li.) und Burton Lee mit OÖN-Redakteur Hermann Neumüller und JKU-Rektor Meinhard Lukas. Bild: Land OÖ/Kauder

LINZ. Ein Netzwerk rund um Professor Sepp Hochreiter soll Oberösterreich zum internationalen Zentrum der Forschung machen.

"Wir haben in diesem Bereich ideale Voraussetzungen, um Forschung auf internationalem Niveau zu betreiben", sagte gestern Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität (JKU) bei einem Pressegespräch gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, Stanford-Professor Burton Lee und dem Linzer Uni-Professor Sepp Hochreiter.

Das neue "AI LAB", also ein Laboratorium für Künstliche Intelligenz (KI) am Linz Institute of Technology (LIT) soll dem vorhandenen Know-how in diesem Bereich bündeln. "Wir können auf ein Netzwerk von rund 200 Forschern zurückgreifen", sagte Lukas. Das seien einerseits JKU-Institute, aber auch Forschungseinrichtungen am RISC Hagenberg.

Video: Bereits jetzt sind die oberösterreichischen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet "Künstliche Intelligenz" österreichweit führend - mit einer neuen Strategie will man aber noch schlagkräftiger werden.

"KI wird alles durchdringen"

Woran die neue Einrichtung forschen wird, beschrieb der künftige Leiter Sepp Hochreiter, Leiter des Instituts für Bioinformatik an der Linzer Uni. Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence) ist ein Teilgebiet der Informatik. Dabei sollen Maschinen die Fähigkeit erlangen, die menschliche Intelligenz künstlich nachzubilden.

"KI wird alles durchdringen", sagte Hochreiter. Sie werde überall sein, bei uns zu Hause, beim Arzt oder im Auto. Seine Erfindungen in der LSTM-Architektur (Long Short-Term Memory) seien um die Welt gegangen, etwa bei der Spracherkennung in Smartphones. "Meine LSTM-Netze befinden sich praktisch in jedem Handy, Milliarden von Nutzern verwenden sie tagtäglich", sagte Hochreiter.

Unterstützung holen sich die Oberösterreicher dabei aus dem Silicon Valley. Burton Lee, Professor an der Stanford University und Experte für Europäische Innovation und Entrepreneurship, sieht es genau so wie sein Kollege Hochreiter. Dabei habe Oberösterreich eine hervorragende Stellung, die es zu halten und weiter auszubauen gelte. Die Frage sei nun, wie mit diesen Herausforderungen umzugehen sei. "In Oberösterreich wird dieses Thema jetzt aktiv angegangen", sagte Lee. Heute leitet der Stanford-Professor einen Workshop in Hagenberg mit rund 70 Teilnehmern aus Forschung und Wirtschaft. Der sei Auftakt dafür, eine KI-Strategie für Oberösterreich zu entwickeln, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Strugl.

Das AI LAB soll Studenten nach Linz locken und vor allem auch engen Kontakt zu Unternehmen pflegen. "Es gibt großes Interesse seitens der Wirtschaft an dem, was wir hier machen", sagte Rektor Lukas. Damit nicht nur Großunternehmen zum Zug kommen, soll ein sogenanntes "Open Innovation Center" gegründet werden, eine Einrichtung, die es auch Klein- und Mittelbetrieben ermöglichen soll, sich mit den Forschern direkt auszutauschen.

Bleibt Hochreiter in Linz?

Die Frage, ob Sepp Hochreiter in Linz bleibt oder einem von mehreren Rufen an eine deutsche Universität folgt, ist noch nicht entschieden. Es gebe bisher nur Interessensbekundungen, aber noch keine konkreten Angebote. Sobald diese da sind, liegt es an der JKU, Gegenangebote zu machen, sagt Rektor Lukas im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Dass man Hochreiter jetzt die Leitung des AI LAB übertragen habe, sei ein gewisses Risiko, sagte Lukas. Aber diese Forschungseinrichtung könne ein gutes Argument dafür sein, Hochreiter in Linz zu halten. Wann eine Entscheidung fällt, sei derzeit nicht absehbar. Es hänge davon ab, wann konkrete Angebote kommen. "Das kann noch Monate dauern", so Lukas. 

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14  Kommentare
14  Kommentare
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klaffinger (61 Kommentare)
am 27.06.2017 12:24

wenn man sich die verkehrsplanung anschaut,sowie diverse geldgeschäfte,kann künstliche intelligenz anstatt politikerwahnsinn gar nicht schaden!

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jago (57.723 Kommentare)
am 27.06.2017 17:18

Die wirklichen Geldgeschäfte sind ein Klacks.

Die imaginären machen die Überwacher total verrückt, die denkbaren.

Auch ein Richter berechnet manchmal eine Belastbarkeit nicht nach dem tatsächlichen Einkommen sondern nach den Verpflichtungen. Unabhängig davon, ob der Verpflichtete den Verpflichtungen überhaupt nachkommen kann. ... Juristen ...

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roithergatte (47 Kommentare)
am 27.06.2017 12:04

Wen neman mia denn da?

Maschinen sollen also die Fähigkeit erlangen, die menschliche Intelligenz künstlich nachzubilden.
Gibt es eine Definition für menschliche Intelligenz (IQ?) oder genügt die Ablehnung der "Maschinensteuer" um in den erlauchten Kreis der Experten aufgenommen zu werden?

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 27.06.2017 12:34

Wenn das Volk immer dümmer wird, muss die Elektronik immer intelligenter werden. zwinkern

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jago (57.723 Kommentare)
am 27.06.2017 17:12

Da habe ich gar nicht ans Volk gedacht, was die Dummheit betrifft.

Das Überwachungsvolumen steigert sich 1/x, weil das Misstrauen der "Organe" mit den immer kleiner werdenden Lücken steigt. Das ist eine Formel, die ein Plyschologe beschrieben hat und die ein Verwalter nicht versteht.

Technisch ist es mit "Sysiphus" nur mangelhaft beschreibbar, weil Sysiphus a) nicht studiert hat und b) nicht 1/x durchdreht auf Kosten der Staatsbürger.

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 27.06.2017 09:38

Sepp, ein Uniprofessor, wie man ihn sich nur wünschen kann. Erfolge stehen außer Zweifel, extrem bodenständig, zielgerichtet und kooperativ, kann mit der Jugend bestens umgehen.

Für mich eine der besten Aktionen an der JKU, ihn (oder eigentlich treffender: die Projekte) entsprechend zu unterstützen. Endlich wird unser Geld für Sinnvolles und Erfolgsversprechendes ausgegeben.

Bravo!

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Gugelbua (32.064 Kommentare)
am 27.06.2017 09:30

diese sogenannte "künstliche Intelligenz" wird nur dazu dienen
die Massen der Menschen noch effektiver zu kontrollieren
und noch was, intelligent können nur Lebewesen sein
keine Maschinen grinsen

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( Kommentare)
am 27.06.2017 08:45

Wenn man mit "künstlicher Intelligenz"
das bezeichnen will, was uns Menschen ausmacht,
dann ist Intelligenz das falsche Wort.
Oder möchte es Jemand als intelligent bezeichnen,
wie wir Menschen die Welt beherrschen.
Ich meine, Intelligenz ist mehr
als geniales Wissen.

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( Kommentare)
am 27.06.2017 06:42

Im Hinblick auf die natürliche Intelligenz der Stadtväter vermutlich gar nicht so verkehrt. grinsen

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herzeigbar (5.104 Kommentare)
am 27.06.2017 02:41

KI ohne SI soziale Intelligenz ist kontraproduktiv.

Interessant wäre wie das Ganze finanziert wird?
Welche kurz- lang- mittelfristige Strategien es gibt und Verknüpfungen in private Haushalte?

Durch Wirtschaft oder Steuergelder?

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 27.06.2017 05:09

Durch Wirtschaft ODER Steuergelder? Köstliche Frage! Schau einmal zur Uni. Seit 30 Jahren sind die zugeordneten Steuergelder nicht mehr genug, muss INTENSIV nach privaten Mitteln „geforscht“ werden.

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jago (57.723 Kommentare)
am 27.06.2017 02:32

Der Aushorchwahn mit der Manipulation nimmt seinen Lauf grinsen

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 27.06.2017 05:05

Und hast du es nicht gesehen Jago wir sind mitten drin.

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jago (57.723 Kommentare)
am 27.06.2017 17:02

Ich horche meine Katzen und den Marder mit einer Wildkamera aus - und habe ein schlechtes Gewissen dabei grinsen

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