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Größte regionale Raiffeisenbank schließt zehn Filialen auf einen Schlag

Von Alexander Zens, 08. März 2018, 00:04 Uhr
Größte regionale Raiffeisenbank schließt zehn Filialen auf einen Schlag
Kurt Moser Bild: (Raiba/3)

WIESELBURG / LINZ. Im Mittleren Mostviertel – In Oberösterreich wird weniger drastisch zugesperrt.

Österreichs größte regionale Raiffeisenbank sperrt am 4. Mai zehn Filialen auf einmal zu. Die Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel schließt Standorte in den Bezirken Scheibbs, Melk und St. Pölten-Land. Das führt teilweise zu Unmut. Geschäftsleiter Kurt Moser: "In unserem Einzugsgebiet werden wir danach mit 20 Filialen immer noch so viele Standorte haben wie alle Mitbewerber zusammen."

Man habe – historisch gewachsen – ein dichtes Netz, nur Kleinstfilialen seien jetzt betroffen. Mittleres Mostviertel ist 2016 aus der Fusion zweier Raiffeisenbanken entstanden, hat 1,55 Milliarden Euro Bilanzsumme und 205 Mitarbeiter (Vollzeit). Als Schließungsgründe nennt Moser erstens die gestiegenen regulatorischen Auflagen, die Kosten verursachen und Weiterbildung erfordern. Nebenbei flächendeckend qualitative Beratung bereitzustellen, sei schwierig. Zweitens sei die Frequenz in den Filialen wegen des Online-Geschäfts rückläufig.

In Oberösterreich reduziert die Raiffeisenbankengruppe als größter Sektor die Filialzahl leicht – 2016 von 442 auf 440 und im Vorjahr auf 434 (Landesbank RLB und 82 Primärbanken zusammen).

Öffnungszeiten reduziert

Die Funktion als finanzieller Nahversorger erfülle man auch in Zukunft, sagt RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller: "Dabei sind natürlich wirtschaftliche Gesichtspunkte ebenso zu berücksichtigen." Es werde kein Schließungskonzept geben, vereinzelt seien Zusammenlegungen aber möglich.

Die größte regionale Raiffeisenbank Oberösterreichs, jene in Wels (1,17 Milliarden Euro Bilanzsumme, 99 Mitarbeiter/Vollzeit), gibt sogar eine "Garantie", dass ihr Netz mit elf Bankstellen bis Ende 2020 unverändert bleibt. "Das Heil in Filialschließungen zu suchen, ist nicht unser Credo", sagt Geschäftsleiter Günter Stadlberger. Man brauche das auch gar nicht, wenn man die Öffnungszeiten "optimiere". Seit Mitte 2017 sind die Schalter der Raiffeisenbank Wels statt 295 Stunden nur noch 267 Stunden pro Woche geöffnet.

Der Pensionistenverband kritisiert die Banken generell wegen Reduktion von Filialen, Bankomaten, Öffnungszeiten. Moser: In den betroffenen Kommunen betreibe man weiter Bankomaten, falls die Gemeinden unterstützen. Stadlberger sagt, man habe nach einer Analyse die neuen Öffnungszeiten auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt.

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5  Kommentare
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Berkeley_1972 (2.272 Kommentare)
am 08.03.2018 13:01

Wir leben im 21. Jahrhundert; Interne-Banking & Dauerauftrag sind erfunden - der Schritt der Raiffeisenbank, zehn Kleinfilialen zu schließen, die einerseits ein immer kleiner werdender Kundenkreis regelmäßig nutzt und in denen andererseits eine für den Kunden spürbare Qualität in der Beratung (inkl. damit verbundener rechtlicher Auflagen) durch fehlende Frequenz immer weniger darstellbar ist, ist meines Erachtens nur logisch und konsequent.
Andere Banken werden - sofern noch nicht getan - dem folgen; ist nur eine Frage der Zeit.
Die Dichte an Filialen ist wesentlich größer als etwa bei Lebensmittelhändlern; die Bevölkerung muß also ohnedies in den nächsten Ort pendeln. Und man glaubt es nicht, wie weit oft Leute fahren (auch Pensionisten), um eine Kiste Bier oder ein Viertel Kilo Butter günstiger zu bekommen. Man sollte auch nicht unterschätzen, welche Internet-Begeisterung die heutigen 65jährigen aufwärts mitunter schon haben (das ist ja nicht mehr so wie vor 15 Jahren)

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jago (57.723 Kommentare)
am 08.03.2018 09:51

Das waren noch Zeiten, als die RK-Genossenschaften bottom-up organisiert waren. Aber die Gstudierten können es einfach nicht lassen, top-down zu herrschen, bis alles zusammenkracht.

Die vielen kleinen Raiffeisenkassen waren für die Riesen in Spanien usw. unsichtbar.

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martl13 (355 Kommentare)
am 08.03.2018 08:45

Freue mich schon, wenn die ganzen Onlinebankkunden von den Gratisbanken verkauft werden und sich dann wundern. Oder wie glaubt ihr finanziert sich ein Gratiskonto? Die Mitarbeiter werden nicht gratis arbeiten und die IT kostet auch was. Jetzt wird mit Werbegeld das Gratiskonto finanziert und dann verkauft.

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primavera13 (4.190 Kommentare)
am 08.03.2018 07:09

Den vielen Online-Bankkunden sei dank, dass immer mehr Filialen geschlossen werden und die Nahversorgung am Land nicht mehr funktioniert. Es gehen dabei auch viele Jobs verloren, jede Menge Arbeitslose mehr!

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jago (57.723 Kommentare)
am 08.03.2018 09:58

Das sehe ich nicht ein. Ich zahle Gebühren wie ein Filmgöd, was soll da zu teuer sein?

Kürzlich hat das SMS (DIGITAL) nicht funktioniert, da konnte ich nicht überweisen.

Die sollen städtische Niederlassungen streichen, dort sind die Wege mit steuerlich subventionierten Öffis kurz.

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