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Streik bei AUA beendet: Betrieb wird "sukzessive" hochgefahren

Von nachrichten.at/apa, 29. März 2024, 12:11 Uhr
Die AUA strich am Gründonnerstag und Karfreitag insgesamt 400 Flüge. Bild: GEORG HOCHMUTH (APA/GEORG HOCHMUTH)

WIEN/SCHWECHAT. Das Bordpersonal der Austrian Airlines hat am Karfreitag zu Mittag seinen 36-stündigen Streik beendet. Der Betrieb bei der Fluglinie wird laut eigenen Angaben nach hunderten Ausfällen gestern und heute wieder "sukzessive" hochgefahren.

Dabei komme es zu Verspätungen, die ersten Flüge würden gegen 13 Uhr in Wien starten. Der Streit schwelt allerdings weiter und die Belegschaft plant für 4. April wieder eine Betriebsversammlung, die zu neuen Ausfällen führen könnte.

Die AUA strich am Gründonnerstag und Karfreitag insgesamt 400 Flüge. Betroffen waren vor allem der Flughafen Wien, aber auch einige Bundesländerflughäfen. 50.000 Fluggäste kamen nach Angaben der AUA nicht wie geplant an ihr Ziel.

Die Fronten zwischen dem AUA-Management und dem Bordpersonal bleiben trotz Gesprächsbereitschaft beider Seiten verhärtet. Die Gewerkschaft fordert, das Lohnniveau der AUA-Belegschaft an jenes des Lufthansa-Konzerns anzupassen. Das Unternehmen zeigte bisher kein Ansinnen, dem nachzukommen. AUA-Chefin Annette Mann brachte sogar ins Spiel, dass der Lufthansa-Konzern Wien künftig mit günstigeren Airlines bedienen könnte, wenn die Belegschaft ihre Forderungen nicht zurückschraubt.

Gewerkschaft: Drohungen statt Gesprächen

Anstatt weitere Gespräche zu führen, habe man begonnen, von deutscher Seite Drohungen auszurichten, kritisierte vida-Chef Roman Hebenstreit am Freitag gegenüber der APA. "Das hat uns bis zu einem gewissen Maß irritiert", so Hebenstreit weiter. Der Betriebsrat werde die Belegschaft nun darüber informieren, über die weitere Vorgehensweise beraten und "durchaus auch die eigene Position diskutieren". Einen weiteren Streik schließt er nicht aus: "Alle Schritte" seien "möglich".

Hebenstreit betonte gleichzeitig in Richtung AUA-Management die Gesprächsbereitschaft. "Unsere Arme bleiben ausgestreckt", sagte der vida-Chef. Es "wird dauerhaft vermittelt, das Termine möglich sind, man soll nur sagen, wann." Einmal mehr forderte Hebenstreit, eine "faire und gleichwertige Behandlung der österreichischen Beschäftigten im Lufthansa-Konzern" zu akzeptieren.

Am Freitagvormittag hieß es seitens des AUA-Managements: "Wir sind weiterhin jederzeit gesprächsbereit und möchten so bald wie möglich eine wirtschaftlich tragfähige Lösung im Sinne unserer Mitarbeitenden finden." Es liefen Gespräche auf unterschiedlicher Ebene, einen neuen Verhandlungstermin gebe es bis dato keinen. Zuvor hatte es bereits mehrmals geheißen, die von der Gewerkschaft geforderten Lohnerhöhungen seien nicht leistbar.

Der KV-Streit zieht sich nun schon seit Wochen, 17 Verhandlungsrunden haben bisher ohne Ergebnis stattgefunden. Hunderte Flüge sind seit Verhandlungsbeginn ausgefallen. Am kommenden Donnerstag um 9.00 Uhr plant die Belegschaft eine weitere Betriebsversammlung, die zu neuen Ausfällen führen könnte.

Dieser Artikel wurde um 12:48 Uhr aktualisiert.

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10  Kommentare
10  Kommentare
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analysis (3.521 Kommentare)
am 29.03.2024 19:16

Hetzerisch-verfälschende Berichterstattung vieler Medien,
das hat sich auch bei den Metallerverhandlungen 2023 gezeigt:
Es ist die unfaire Taktik von Firmen (von der WKO unterstützt), mit unseriöse Zahlen und Bezugsdauern zu verwirren und zusätzlich noch Einmal-Zahlungen darunter zu mischen.
Ziel dabei ist, die Arbeitnehmer als Halunken darzustellen, welche ihre Arbeitgeber "ausrauben" und "in den Ruin treiben".
Das ist der neue Psycho-Klassenkampf, den auch rechte Parteien betreiben, wenn sie hetzen und verleumden, aber hernach sofort über "Ausgrenzung" und "Verfolgung" jammern.
Soweit für "Uneingeweihte" erkennbar, werden Sondersituationen bei den Nominalerhöhung mit extrem langer und erst verspätet angebotener Gehaltsanpassung verglichen.
Früher nannte man so etwas "Keilertricks", heute (dank neuer Studien-Richtungen) "Verkaufs-Psychologie & Überzeugungs-Taktik"

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nichtschonwieder (8.133 Kommentare)
am 29.03.2024 19:00

Dem Gewerkschwafler kann ja nichts passieren....
Die AUA soll ja nicht nachgeben.
Es warten genug Piloten und Luftkellner auf Arbeit.

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Klettermaxe (10.633 Kommentare)
am 29.03.2024 15:56

Die Gewerkschaft hat den Bogen maßlos überspannt.

Man kann nur hoffen, dass möglichst viele Bürger dieses miese und schädliche Spiel entsprechend honorieren.

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glingo (4.961 Kommentare)
am 29.03.2024 17:08

überhaupt nicht weiter so Gewerkschafter.
2020/21 Hat die AUA Belegschaft 15% Lohnkürzug gebabt das wird leider von solchen Personen wie sie vergessen!

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Uther (2.197 Kommentare)
am 29.03.2024 13:34

Seit 2000 unter Schüssel und Haider ist es das Ziel die Arbeiterkammer zu zerstören und die Gewerkschaft der Arbeitnehmer zu schwächen!
Steuermilliarden und Hilfen sind der Bag… aber recht von den Arbeitnehmern wenn es um 45 Milliarden Coronahilfen und Steuerstundungen geht!

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Klettermaxe (10.633 Kommentare)
am 29.03.2024 15:51

Die übliche Opfer-Täter Umkehr!

In diesem Fall sind die Forderungen der Gewerkschaft einfach nur unverschämt und unralistisch.

Und: wer sollte warum und wie die gesetzlich verankerte AK "zerstören"?
So ein Blödsinn!

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glingo (4.961 Kommentare)
am 29.03.2024 17:11

2021 wurden durch Personele Lohnkürzungen 80 Mille eingespart da sollte jetzt was zurück kommen! Von den 100mille Ü.berschuss

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Coolman12 (277 Kommentare)
am 29.03.2024 12:39

Gleich ist nicht gleich. Lufthansa und AUA gleicher Betrieb, aber doch ein gravierender Unterschied bei den Löhnen. Und dann einen Auftritt hinlegen, der seines gleichen sucht.
Kaputt gespart, nur nicht im Management.

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westham18 (4.376 Kommentare)
am 29.03.2024 13:23

Warum müssen die eigentlich gut bezahlten Angestellten von Austrian gleich viel verdienen wie die Topverdiener von Lufthansa, warum? 🤦‍♂️ Ohne die Lufthansa gäbe es Austrian schon lange nicht mehr, hätten die verwöhnten Leute von Austrian schon lange deren Job verloren...Man sollte also nicht Äpfel 🍏 mit Birnen 🍐 vergleichen....👎

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Klettermaxe (10.633 Kommentare)
am 29.03.2024 15:53

Die übliche Gleichmacherei.

Wieso sollten die beiden Unternehmen in unterschiedlichen Ländern die selben Konditionen haben?
Wie kann man nur auf diese blöde Forderung kommen? Jeder andere Konzern hat auch unterschiedliche Löhne in unterschiedlichen Ländern!

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