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2:3 in Linz: Österreichs Frauen-Team war gegen Deutschland einer Überraschung nah

Von Alexander Zambarloukos, 05. April 2024, 23:05 Uhr
Österreichs Einser-Stürmerin Eileen Campbell (li.) schnürte einen Doppelpack in der Raiffeisen-Arena. Bild: APA/Klamar (2), gepa

LINZ. Freiburg-Stürmerin Eileen Campbell hatte Österreichs Frauen-Nationalteam vor 7500 Fans in Linz 2:0 in Führung gebracht. Ein Happy-End blieb trotzdem aus

Die Premiere des österreichischen Fußball-Nationalteams vor 7500 Fans in der Linzer Raiffeisen-Arena hatte brillant begonnen und bescherte trotzdem ergebnistechnisch einen Fehlstart in die EM-Quali. Die Equipe um Kapitänin Sarah Puntigam unterlag Favorit Deutschland nach 2:0-Führung 2:3 (2:1). "Das Gegentor vor der Pause war der Genickbruch", sagte Doppel-Torschützin Eileen Campbell.

"Es ist einer der bittersten Fußball-Abende, weil wir den Gegner vor der Pause dominiert haben. Ich bin stolz, aber es ist schade, dass wir uns nicht belohnt haben", sagte Teamchefin Irene Fuhrmann. Die nächste Chance tut sich schon am Dienstag (18 Uhr, ORF 1) auf: Auswärts gegen Polen (0:3 in Island) ist die Nummer 17 der Welt Favorit.

Auszeichnung für ein Duo

Vor dem Anpfiff in Linz bekam Barbara Dunst, eine von 6 Deutschland-Legionärinnen in der ÖFB-Startelf, die Trophäe für Österreichs Fußballerin des Jahres 2023 überreicht. Frankfurt-Kollegin Virginia Kirchberger wurde von ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer und -Sportdirektor Peter Schöttel für 100 Länderspiele geehrt.

In Erinnerung bleibt aber definitiv das 101., das sich zunächst so entwickelte, wie es nicht einmal die kühnsten Optimisten erwartet hatten. "Wir sind gut vorbereitet und heiß auf das Spiel. Wir werden mutig sein und über unsere Grenzen gehen", hatte Torfrau Manuela Zinsberger, die erst in der 21. Minute zum ersten Mal geprüft wurde, angekündigt. Und so war es dann auch. Vor der Pause.

Österreichs Equipe kam mit unglaublich viel Energie aus der Kabine, gewillt, der "großen Schwester" (O-Ton Puntigam) die Schneid abzukaufen. Und das gelang 38 Minuten wirklich eindrucksvoll. ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann hatte ihre Elf, aus der Celina Degen optisch wegen ihrer Maske (infolge einer Gesichtsblessur) hervorstach, glänzend eingestellt.

Das Team im 4-2-3-1-System agierte aggressiv gegen den Ball, schnörkellos mit selbigem, giftig. Die Weltranglisten-Fünften auf der Gegenseite, immerhin achtfache Europa- und zweimalige Weltmeisterinnen, waren zunächst nur Passagier und nach 16 Minuten völlig überraschend 0:2 in Rückstand.

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Eileen Campbell begeisterte mit einem "Doppelpack". Bild: JOE KLAMAR (APA/AFP/JOE KLAMAR)

Das Stadion stand kopf – DFB-Bundestrainer Horst Hrubesch nicht. Er lehnte mit stoischer Ruhe an seinem Sessel, während Fuhrmann Kilometer abspulte. Es war, als würde sie mitspielen. Das hätte sie vielleicht auch gerne getan angesichts dieser ersten Hälfte, die ganz im Zeichen von Stürmerin Eileen Campbell stand.

Die Freiburg-Legionärin zeigte ihren unbändigen Willen, als sie Sara Doorsoun und Kathrin Hendrich mit Nachdruck den Ball abluchste und eiskalt zum 1:0 (9.) einschoss. Doch damit nicht genug. Das 2:0 (16.) der 23-Jährigen, die eine einstudierte Aktion nach Freistoß von Dunst per Kopfballtreffer veredelte, ließ die Stimmung überschwappen.

Klara Bühl (Nr. 19) drehte das Spiel.

Entscheidung per Elfmeter

"Was Campbell kann, kann ich auch", dachte sich Klara Bühl und schnürte ebenfalls einen "Doppelpack". In der 39. Minute hatte die 23-Jährige vom FC Bayern plötzlich freie Schussbahn gehabt (39.), kurz nach der Pause zappelte der Ball wieder im Netz – 2:2 (49.).

Deutschland bestraft einfach jede Unaufmerksamkeit. Das ist bitter, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Es war klar, dass es trotz des Superstarts kein Spaziergang werden würde. Österreich bäumte sich auf, trotzdem jubelten zum dritten Mal die Gäste. Nachdem Laura Freigang auf Zinsberger zugelaufen und über das Bein der Nummer 1 gefallen war, gab es Elfmeter, den DFB-Kapitänin Giulia Gwinn souverän verwandelte – 2:3 (63.). Frust? Ja. Selbstaufgabe? Sicher nicht.

Einschwören auf die EM-Qualifikation: Teamspirit mit 7500 Fans im Rücken

Auch wenn Österreichs Offensivaktionen nicht mehr so zwingend waren, blieb nichts unversucht. Und beinahe hätte es noch mit dem 3:3 geklappt. Gwinns Rettungsversuch wäre um ein Haar zum Eigentor geworden (66.). Am Ende sprang auch im vierten Nachbarschaftsduell nichts Zählbares heraus.

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Autor
Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos
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1  Kommentar
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Peter2012 (6.321 Kommentare)
am 06.04.2024 12:44

Die Österreicherinnen hätten sich einen Sieg gegen Deutschland verdient!!!

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