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Wartezeit auf einen Arzttermin wird immer länger

Von Annette Gantner, 16. Mai 2024, 16:13 Uhr
Nur Früherkennung beim Augenarzt kann den Grünen Star stoppen
Der regelmäßige Check vom Arzt kann im Fall des Grünen Stars das Augenlicht retten. Bild: Colourbox

WIEN. Ärztekammer fordert rasche Änderungen bei Kassenverträgen

WIEN. Die Wiener Ärztekammer hat von Meinungsforscher Peter Hajek eine umfassende Studie durchführen lassen. Bei 850 Ärzten wurden Mystery Calls, also anonyme Anrufe, getätigt, um herauszufinden, wann ein Termin möglich wäre.

In Wien gibt es 14 Kinder- und Jugendpsychiater mit Kassenvertrag, zehn wurden kontaktiert. Der Mystery-Anrufer gab sich als Elternteil eines zehnjährigen Kindes aus, das sich zurückzieht und sehr traurig sei. Vom Hausarzt liege eine Überweisung vor. Vier Ärzte erklärten, dass sie keine neuen Patienten aufnehmen, bei den verbliebenen sechs war die Wartefrist im Schnitt 90 Tage. Egal um welche Fachrichtung es geht: Bei allen Kassenärzten war die Wartedauer im Vergleich zu einer Erhebung aus 2012 massiv gestiegen. Damals wartete man in Wien im Schnitt neun Tage auf einen Augenarzt-Termin, heute sind es 44 Tage (siehe Grafik).

Für Oberösterreich wurden keine Daten erhoben. "Wir wissen alle, dass die Wartezeiten lange sind, da braucht es keine Mystery Calls", sagte Oberösterreichs Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser. In Akutfällen müsse es immer unmittelbar einen Termin geben. "Die Schuld für die Wartezeiten tragen nicht die Ärzte. Es ist die Verantwortung der Österreichischen Gesundheitskasse, dass es ausreichend Kassenärzte gibt." Allein in Oberösterreich sind aktuell 36 Kassenstellen für Allgemeinmediziner und elf für Fachärzte unbesetzt.

Auch Ärztekammerpräsident Johannes Steinhart will den Patienten das Ärgernis langer Wartezeiten ersparen. Um Kassenstellen attraktiver zu gestalten, wünscht sich die Kammer die Ausweitung des Startbonus von 100.000 Euro für alle Kassenstellen, flexible Teilzeitverträge, bessere Honorare und weniger Bürokratie.

Automatische Abrechnung

Eine Änderung gibt es bei den Wahlärzten: Bisher bezahlte der Patient die Rechnung und konnte diese bei der Krankenkasse einreichen, um einen Teilbetrag refundiert zu erhalten. Ab 1. Juli sind die Ärzte gesetzlich verpflichtet, die Rechnung für den Patienten an die ÖGK zu übermitteln.

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Autorin
Annette Gantner
Redakteurin Innenpolitik
Annette Gantner
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21  Kommentare
21  Kommentare
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MaxXI (759 Kommentare)
am 16.05.2024 21:15

Die Einwohnerzahlen nehmen stetig zu, daher mehr Patienten die versorgt werden müssen.
Ärzte und Krankenanstalten werden im Vergleich nicht mehr, eher weggespart.
Das sind nun die logischen Folgen.

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lastwagen (2.069 Kommentare)
am 16.05.2024 20:57

Das ist das Ergebnis der unfähigen Grünen Gesundheitsminister von Rudi ratlos bis Rauch.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.642 Kommentare)
am 17.05.2024 13:37

Die waren mit der Pandemie beschäftigt und konnten den Schaden der 150€ und Patientenmilliarden-Märchentante Beate nicht mehr retten.

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handycaps (2.189 Kommentare)
am 16.05.2024 20:18

1 1/2 Jahre blaue Regierungsbeteiligung und eine völlig inkompetente FP-Gesundheitsministerin haben gereicht um ein funktionierendes Krankenversicherungssystem an den Abgrund zu führen! Versprochen wurde uns eine PATIENTENMILLIARDE, erhalten haben wir zum Teil gesundheitsgefährdente Wartezeiten auf Operations- und Facharzttermine!
Dass Hartinger-Klein nach dem Platzen der türkis-blauen Regierung im grossen Stil Akten ihres Ministeriums schreddern liess, macht diesen blauen, gesundheitspolitischen Wahnsinn nur noch größer!

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detti (1.832 Kommentare)
am 16.05.2024 19:01

Zu bedenken ist aber auch, dass wir viele andere Kulturen im Land haben und dass es viele Hochaltrige gibt. Drastisch gesprochen ist früher der Herzinfarkt mit 60 verstorben und hat nicht 30 Jahre zusätzlich alle möglichen und unmöglichen Therapien erhalten. Dermatologentermin gibt es nicht unter 6 Monaten und dann kommt man nicht nur mit einem Leiden, sondern meistens mehreren, wodurch es zu Wartezeiten für die Wartenden kommt und manche Therapie ziemlich teuer wird, da zu spät angefangen. Lösung? Ambulanzgebühr, Jungärzte müssen 5 Jahre in dem Land bleiben, das ihre Ausbildung finanziert hat, KI, Gesundheitswissen trainieren, so manche Therapie nach deren Sinnhaftigkeit für checken, Kassenärzte, die 40 Std in der Ordi sind belohnen!

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amha (11.416 Kommentare)
am 17.05.2024 17:20

Quatsch! Hab mir diesen Montag einen Termin bei meiner Hautärztin für den 25.6. ausgemacht

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Ybbstaler (1.004 Kommentare)
am 16.05.2024 18:37

Das Thema Ärztemangel wird jetzt gefühlt seit 15 Jahren immer wieder durchgekaut, analysiert und beredet, aber wirklich viel wirksames wird nicht getan. Da und dort kleine Hebelchen, aber der große Wurf bleibt aus.
- wurden die Ausbildungsplätze für Mediziner drastsisch (nicht um 78 oder 80) erhöht? An Bewerbern mangelt es ja nicht. NEIN
- wurden wirksame Anreize für bestehende Kassenärzte getroffen, mehr, länger oder am Wochenende zu arbeiten? Für ein Dankeschön wird sich jemand, der in der Kernarbeitszeit voll ausgelastet ist nicht zusätzlich mühen. NEIN.
- wurden wirksame Anreize getroffen, dass junge Absolventen, denen die Welt offen steht im Land bleiben oder am Ende sogar Mediziner aus anderen Ländern angelockt werden? NEIN.
- wurden wirksame Anreize getroffen, Wahl- oder Privatärzte dazu zu bringen, einen Kassenvertrag anzunehmen? NEIN.

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amha (11.416 Kommentare)
am 17.05.2024 17:25

Vor 15 Jahren kam dieser Alois Stöger; dann folgten 9 Jahre unter roter Führung! 9 Jahre, in welchen man das System an die Wand fuhr, und bloß über Zweiklassenmedizin, Wahlärzte und „die da oben“ schimpfte.

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nichtschonwieder (8.761 Kommentare)
am 16.05.2024 18:07

Diese Statistig ist einfach ein Schmäh.
Wartezeit in Linz auf einen Augenarzt - halbes jahr, Zahnarrzt 3 Monate, Internist 3 Monate usw. usw.
Ich zahle lieber den Privatarzt.

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Ybbstaler (1.004 Kommentare)
am 16.05.2024 17:51

Ein zentrales Problem ist, dass die Honorarordnung der Krankenkassen wenig bis gar keinen Anreiz schafft, dass ordinationen dringliche Termine früher vergeben. Einen Patienten mit akuten Beschwerden einzuschieben und zu versorgen ist nachvollziehbar mehr Aufwand, als das Abarbeiten von über Monate vereinbarten Kontrollen, wird aber gleich mau honoriert.
Würde es einen attraktiven Dringlichkeitszuschlag geben, könnte ich mir gut vorstellen, dass viele (nicht alle) Ordinationen Überstunden für akute Anliegen machen würden, aber für ein "Dankeschön"... wird auch der Arzt irgendwann Feierabend machen wollen.

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Uther (2.448 Kommentare)
am 16.05.2024 17:43

Keine Überraschung Frau „Journalistin“?…
Wo Konservative Lobbyisten „Volksvertreter“ regieren wird das Gesundheitssystem zugunsten der Reichenpartie und ihren Lobbyisten pulverisiert???

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Uther (2.448 Kommentare)
am 16.05.2024 19:00

46 Milliarden Coronahilfen verpulvert in Konfetti Manier!!!
Und da muss die Familie das Steuergeld schnell woanders reinbringen!
Wie immer bei den Geschröpften!!,,

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zlachers (8.039 Kommentare)
am 16.05.2024 17:17

Eigentlich ist es gar nicht so schlimm wie dass immer behauptet wird, wenn man Schmerzen hat bekommt man sowieso immer ganz rasch einen Termin, und wenn man wo anruft wo‘s gerade keinen Termin frei haben dann sind sie immer so freundlich und sagen einen wo man sonst hingehen kann, Notfall Ambulanz z.B. in Krankenhaus, die übernehmen immer die erst, zweit oder dritt Behandlung und sofort die Nachkontrolle, bis zu Genesung, in der Zeit wenn man das lieber mag kann man sich einen Arzt aussuchen zu dem man lieber hingehen möchte und auf‘n Termin warten. Aber dass hier hört sich an als wären Ärzte Unmenschen die gerne die Leute Schmerzen leiden lassen. Und das ist einfach nicht wahr!

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zlachers (8.039 Kommentare)
am 16.05.2024 17:21

Und es gibt auch die Psychiatrie - Ambulanz wenn man wirklich dringend den Psychiater braucht geht man erst da hin und versucht nicht irgendwelche Termine wo anderes zu bekommen.

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metschertom (8.094 Kommentare)
am 16.05.2024 17:44

Anscheinend hast du Erfahrung mit der Psychiatrie Ambulanz?

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.642 Kommentare)
am 17.05.2024 13:40

Schön für Sie.
Ich kenne das aus Erzählungen anders:
Bekannte wurde trotz heftigem Leidensdruck mehrfach mit geändertem Rezept wieder heimgeschickt...
Folge-Ambulanztermin gibt es nicht, da die Ambulanz mangels Arzt nur noch Vormerklisten führt...

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linzerleser (3.636 Kommentare)
am 16.05.2024 16:46

In Wirklichkeit sind diese Wartezeiten viel bisher als laut Tabelle oder?
Unglaublich wo wie hier gelandet sind mit der gesundheitlichen Versorgung.
Vor 20 Jahren gab es innerhalb ein paar Tagen bei jedem Arzt einen Termin ohne Probleme.
Gut dass bald die Wahlen kommen oder?

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zlachers (8.039 Kommentare)
am 16.05.2024 17:04

Gut dass bald die Wahlen kommen oder?

Gut das es auch andere Menschen gibt die bei Problemen ihr eigens Hirn einschalten, und die nicht nur auf irgendwelche Politiker hoffen die alles für sie, möglicherweise - vielleicht - irgendwann mal lösen könnten.

Auf wem tippen Sie denn dann überhaupt, auf Kickl der soll der Ärztekammer, der Krankenkasse, und den Ärzten Feuer unters Arsch legen, und sie dazu zwingen, Termine früher zu vergeben… Haben Sie genau dass gemeint?

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nichtschonwieder (8.761 Kommentare)
am 16.05.2024 18:09

Die Wahlen werden die Situation sicher nicht verbessern.

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2good4U (17.904 Kommentare)
am 16.05.2024 16:29

Von den Wartezeiten trotz Termin ganz zu schweigen.
Bei unserem Hausarzt wartet man nicht selten über eine Stunde trotz Termin.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.642 Kommentare)
am 17.05.2024 13:40

Harmlos.

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