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Innenpolitik

Schuhrebell Staudinger will als Bundespräsident kandidieren

Von nachrichten.at/apa   13. August 2022 15:07 Uhr

Heini Staudinger ist auch als "Schurebell" bekannt

WIEN/SCHREMS. Der Waldviertler Schuhfabrikant Heini Staudinger will bei der Bundespräsidentschaftswahl antreten.

Eine Website soll morgen, Sonntag, in der Früh online gehen, sagte Christine Bauer-Jelinek, die die Kampagne koordiniert, am Samstag auf Anfrage. "Ob ich es werde, das ist nicht gewiss. Der Versuch ist aber fix", sagte Staudinger, Chef von Gea und Waldviertler Werkstätten in Schrems (Bezirk Gmünd) in Niederösterreich, laut einem "NÖN"-Onlinebericht.

Staudinger muss die für eine Kandidatur am 9. Oktober nötigen 6.000 Unterstützungserklärungen sammeln und den Wahlbehörden bis zum 2. September vorweisen. Der 69-jährige Unternehmer ist auch durch einen öffentlichen Konflikt mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) für das eigene Geschäft und generell für private Finanzierungsmodelle ("Crowd Funding") als "Schuhrebell" bekanntgeworden.

Wer wird es schaffen?

Für den wieder kandidierenden Amtsinhaber Alexander Van der Bellen sowie für FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz, dessen Partei als einzige der Nationalratsfraktionen einen Kandidaten nominiert hat, wird das Überschreiten der 6.000-er Marke wohl keine Hürde darstellen.

Chancen, die 6.000 zu überspringen, haben wohl auch weitere Kandidaten. MFG-Chef Michael Brunner kann auf ein bestehendes Netzwerk zugreifen, Bierpartei-Gründer und "Turbobier"-Sänger Dominik Wlazny (alias "Marco Pogo") bewies bereits bei der Nationalratswahl in Wien 2019, dass die Bierpartei antreten kann (ebenso in Wien bei den Landtags-und Gemeinderatswahlen 2020). Und Ex-FPÖ- bzw. BZÖ-Politiker Gerald Grosz kann auf zahlreiche Follower in den sozialen Medien zählen - müsste diese allerdings ebenfalls dazu bringen, aufs Gemeindeamt zu gehen.

Schwieriger wird es für die Kandidaten kleinerer Initiativen und für die zahlreichen Einzelkämpfer, die bisher Interesse an einer Kandidatur kundgetan haben. Zu den bekannteren unter ihnen zählt Robert Marschall, der bei der EU-Wahl 2014 als Spitzenkandidat mit der Liste "EU-Stop" fast 78.000 Wähler ansprach. Freilich: Die Hürde für die Kandidatur zur Bundespräsidentschaftswahl hat er trotz mehrmaliger Versuche noch nie genommen - ebenso wenig der pensionierte Richter Martin Wabl: Er versucht heuer zum fünften Mal den Sprung auf den Hofburg-Stimmzettel.

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