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Matura: Lehrer fordern Aus für verpflichtende vorwissenschaftliche Arbeit

Von nachrichten.at/apa, 12. Februar 2024, 12:09 Uhr

WIEN. Standesvertreter der AHS-Lehrer fordern ein Aus für die verpflichtende vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) bei der Matura.

Neben sozialer Ungerechtigkeit führen Österreichische Professorenunion (ÖPU) und Christgewerkschafter (FCG) in einer Aussendung auch die Einsatzmöglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) als Grund dafür an. Stattdessen soll die VWA nur freiwillig geschrieben werden bzw. durch eine zusätzlich wählbare Prüfung ersetzt werden können. Die beiden Organisationen sind die stärksten Fraktionen in der Personalvertretung bzw. der Gewerkschaft der AHS-Lehrer. FCG/AHS-Vorsitzender Herbert Weiß ist auch Vorsitzender der AHS-Lehrergewerkschaft.

Derzeit ist die Matura an den AHS auf drei Säulen aufgebaut: Schülerinnen und Schüler müssen drei oder vier schriftliche Klausuren bzw. je nach Anzahl der gewählten schriftlichen Fächer zwei oder drei mündliche Prüfungen absolvieren sowie eben eine VWA schreiben und präsentieren.

VWA soll auf Hochschulen vorbereiten

Die VWA ist dabei an kein Fach gebunden und soll auf die Hochschulen vorbereiten - etwa indem angehende Maturanten lernen, Fragen zu einem Inhalt zu formulieren, zu recherchieren, mit Quellen und Sekundärliteratur zu arbeiten, Zitierregeln anzuwenden und Inhalte zu präsentieren. Das Thema wird im Einvernehmen mit dem betreuenden Lehrer im ersten Semester der siebenten Klasse festgelegt, die Arbeit muss dann am Ende der ersten Unterrichtswoche des zweiten Semesters der achten Klasse abgegeben und später mündlich präsentiert werden. Vorgesehen ist von Beginn weg eine Dokumentation der Arbeitsschritte durch den Schüler und die Führung eines "Betreuungsprotokolls" durch die Lehrkräfte.

Der mögliche Einsatz von KI fordere aber eine noch intensivere Begleitung, "die Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich zum Unterricht überlastet, noch dazu in Zeiten eines Lehrerinnen- und Lehrermangels", argumentieren ÖPU-Vorsitzende Eva Teimel und FCG/AHS-Vorsitzender Weiß. Darüber hinaus sei die VWA die "sozial ungerechteste Säule" der Matura - Jugendliche aus bildungsferneren Haushalten können auf weniger Unterstützung zählen.

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26  Kommentare
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observer (22.371 Kommentare)
am 13.02.2024 10:58

Schon die Einführung war ein Fehler.Wie so vieles, was in der Vergangenheit passiert ist, wie manche Verlängerungen der Ausbildung, die jetzt z.Teil wieder rückgängig gemacht werden müssen.

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madmetz (458 Kommentare)
am 13.02.2024 10:44

ja es gibt Lehrer die sich sicher nicht in ausreichender Form um die Betreuung solcher Arbeiten kümmern, aber diese deswegen nicht mehr zu verlangen halte ich doch für ziemlich übertrieben. Ist eine gute Vorbereitung fürs Studium, oder auch für die Arbeit, die Niveaus werden ja sowieso immer weiter herabgesetzt (was man so aus Lehrer und Professorenkreisen hört), das sollte mal unterbunden werden.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 12.02.2024 16:52

KI als Ausrede, wie billig!

In Wahrheit stört es die viele Lehrer ganz einfach, dass die Betreuung und Verbesserung der Arbeiten einen gewissen Zeitaufwand erfordert und sie bei den meisten modernen Themen komplett überfordert sind.

Wir haben das bei allen 3 Kindern mitverfolgt, es ist kurios wie weit viele Lehrer beim täglichen Wissen und den aktuellen Themen hinterher hinken.

Und dann ist es ein leichtes, Schlagwörter wie ChatGPT oder KI als Ausrede herzunehmen. Wer eine Arbeit ernsthaft von der Themensetzung bis zur Erstellung betreut, käme niemals auf diese Idee!

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MaxXI (1.068 Kommentare)
am 12.02.2024 17:07

Genau so ist es, kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen.

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doridee (85 Kommentare)
am 12.02.2024 18:01

€ 600 - 700 für eine VWA vom Ghostwriter (Interview Standard 2021: https://www.derstandard.at/story/2000125046984/ghostwriterin-bei-mir-melden-sich-die-verzweifelten-eltern).
Wäre alles so easy, gäb's den Markt nicht. Fake macht Schule. KI, Übersetzungen von DeepL in den Fremdsprachen - auch Tatsache. Man kommt eh fast immer drauf - man kennt die SchülerInnen ja. Ich stelle trotzdem die Sinnfrage bei solchen Methoden. Will nicht verallgemeinern, so wie Sie, da es auch viele tolle Arbeiten gibt, aber ich hinterfrage den Einsatz der Ressourcen und die Zwangsverpflichtung aller Maturanten/Abschlusskandidatinnen.
Was wäre mit einem Projekt und einer entsprechenden Projektdokumentation? Da könnten SchülerInnen auch andere Fähigkeiten und Talente zeigen. So bleibt wieder alles an der Sprachkompetenz hängen.

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CptWildDuck (805 Kommentare)
am 12.02.2024 16:16

ich habe gerade meinen Sohn in der Maturaklasse. Die Betreuung der VWA übernehmen vorrangig wir als Eltern weil die ausgewählte Betreuerin sich oft wochenlang nicht meldet. Und wenn sie sich dann doch mal meldet, dann merkt man deutlich, dass es sie eigentlich gar nicht interessiert, hier Energie reinzustecken.
Wir haben die Möglichkeit, ihn hier zu unterstützen, weil wir beide eine entsprechende Uni Laufbahn hinter uns haben.
Aber wir kommen die Kinder aus anderen Elterhäusern dazu, hier nach Nachsehen zu haben? Nur weil die Eltern mit dem Schreiben von solchen Arbeiten keine Erfahrung haben?

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doridee (85 Kommentare)
am 12.02.2024 16:12

Wenn die Arbeit an der VWA (oder die komplizierte Team/Fachkombi-Diplomarbeit bei den BHS) in den letzten beiden Unterrichtsjahren in ein Unterrichtsfach (2 EH pro Woche) integriert und pro Klasse mit zwei (anwesenden) Lehrkräften begleitet werden würde, würde das Sinn machen. So wie es jetzt organisiert ist, ist es für alle Beteiligten ein ressourcenfressendes beinahe außerschulisches (weil in U-freier Zeit zu bearbeiten) Projekt, das viele SchülerInnen auch überfordert. Nicht alle haben die Fähigkeit wissenschaftliche Texte zu verstehen, deren Inhalte zu abstrahieren und dann mit eigenen (korrekt gewählten und verständlichen - aber nicht abgeschriebenen) Worten in ein kohärentes mehrseitiges Dokument zu gießen. Was passiert: KI, Betreuer, Eltern, "Freunde" springen ein. Das kann's ja nicht sein. Würden die rund € 250 pro Arbeit vom Staat in den Regelunterricht fließen wäre uns allen mehr geholfen.
Daher: VWA freiwillig wird (da sie für Karriere/Studium nützlich sein kann).

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 12.02.2024 16:56

Würde sich ein Lehrer nur ein bisschen für eine VWA interessieren und mit den Schülern reden, könnte man sofort den Einsatz von KI erkennen. Das ist also ganz sicher keine Ausrede.

Wer keine Leistung bringen und sich nicht weiter entwickeln will, muss nicht bis zur Matura in die Schule gehen und kann sich für einen früheren Lehrberuf entscheiden.

Ähnliches gilt für Lehrer, die keine VWAs betreuen und korrigieren wollen. Es gäbe viele freie Jobs im Pflegebereich.

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doridee (85 Kommentare)
am 12.02.2024 17:46

"Wer keine Leistung bringen und sich nicht weiter entwickeln will, muss nicht bis zur Matura in die Schule gehen und kann sich für einen früheren Lehrberuf entscheiden."

Ich würde gerne sehen, wie Sie das einer Schülerin im Maturajahr ins Gesicht sagen. So quasi: hättest halt eine Lehre gemacht.

Wie so oft suchen die Forenposter die Schuldigen bei den Lehrern und bei den Schülern. Warum?
Und immer wird unterstellt es fehlt an Leistungsbereitschaft. Warum?
Ich betreue jedes Jahr mehrere SchülerInnen, auch in der 3jährigen Fachschule für wirtsch. Berufe (!), für die so eine Aufgabe eine reine Zumutung ist. Würde ich einen klaren Benefit und gute Rahmenbedingungen sehen, wäre meine Einstellung anders. Aber bitte nicht böse sein, die VWA (bes. die DA/AA in BMHS) ist genauso eine Idee gewesen wie jene die Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflege zu akademisieren. Schuss in den Ofen. Alle zwangsverpflichten finde ich absolut nicht sinnvoll. Daher stehe ich für die Freiwilligkeit.

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madmetz (458 Kommentare)
am 13.02.2024 10:47

sind Sie eine Hubschraubermama? Früher haben das Jugendliche (mich eingerechnet) auch geschafft, sogar ganz ohne Probleme und es hat mir sogar Spaß gemacht, aber meine Eltern haben mir nicht täglich gepredigt wie toll ich bin (Lob gab es dennoch ausreichend) und das ich das eh alles nicht brauche.

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detti (1.889 Kommentare)
am 12.02.2024 14:08

Jugendliche aus bildungsfernen Haushalten können auf weniger Unterstützung zählen....... jawohl so ist es und das beginnt schon in der VS. Die Zusatzleistungen der Eltern werden ganz automatisch wie selbstverständlich angenommen. Wer Schüler hat, weiß was ich meine, wer kann tut mit, was sonst. Vielleicht gehört das Abeitspensum der jungen Menschen überdacht und der Lehrplan entrümpelt, sodass die wirklich wichtigen Dinge wieder sitzen.

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berni1 (361 Kommentare)
am 12.02.2024 14:05

Und morgen diskutieren wir wieder die Matura abzuschaffen und auf Projektarbeit zu setzen.

Wir haben ein gutes Schulsystem so wie es ist. Alle zusammen Eltern, Lehrer und Schüler haben dafür zu sorgen das dieses Niveau bleibt bzw besser noch höher wird.

Das geht aber nur gemeinsam, wenn jeder seinen Teil einbringt! Die Gewerkschaften müssten aufhören zu jammern und dafür realistische Vorschläge einbringen und nicht negative Stimmung verbreiten.
Meines Erachtens wäre der größte Hebel bei den Eltern. Die Eltern sollten nicht immer die Lehrer oder das Schulsystem schlecht reden, sondern die Lehrer unterstützen und nicht ständig ihre Kinder schützen.

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glingo (5.079 Kommentare)
am 12.02.2024 15:31

Schwarze Gewerkschaften!!!

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StefanieSuper (5.277 Kommentare)
am 12.02.2024 13:31

Kann es sein, dass die Lehrer diese Arbeit ablehnen, da es für sie auch viel mehr Arbeit ist und die Begleitung eines Schülers durch sein "Maturaprojekt" in den BHS und "Vorwissenschaftliche Arbeit" in den AHS manchmal mühsam sein kann. Natürlich ersuchen so manche Schüler ein wenig zu schummeln und es liegt am Lehrer, dies zu verhindern oder aufzudecken. Je mehr ein Lehrer seine Tätigkeit als "Halbtagsjob" versteht, desto mehr wird er sich aufregen. Für die Schüler ist es ein sehr gutes Training für seine spätere Bildungsaufgabe an Unis, FHs etc. Eine sehr gute Arbeit macht auch großen Eindruck bei späteren Bewerbungsgesprächen.

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tulipa (3.392 Kommentare)
am 12.02.2024 14:10

Sie glauben ernsthaft, dass Schüler nur ‚ein bisschen‘ zu schummeln versuchen? Einige nehmen ungeniert was auch immer sie bekommen können, und KI ist in keiner Weise durch herkömmliche Plagiatsprogramme zu erkennen. Das ist nicht eine herausfordernde Arbeit für Lehrer, sondern eine unmögliche.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 12.02.2024 17:00

Wenn man nicht weiß, worum es bei einer VWA geht, kann man es leicht so darstellen.
Man muss jede wissenschaftliche thematisch Arbeit planen und dann ausarbeiten.

Wenn sich Lehrer erst bei der Abgabe einklinkt, liegt das Problem wohl eher in der passiven Arbeit einiger Lehrer. Denn wer von Anfang an dabei ist, erkennt sofort, ob ein Schüler etwas einbringt und ausarbeitet oder nicht.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 12.02.2024 16:58

Ja, ich sehe es ähnlich.

Zudem schadet es keinem Maturanten, sich einmal intensiver selbst mit einem Thema zu beschäftigen und nach wissenschaftlichen Grundsätzen vorzugehen. Letzteres fehlt vielen Lehrern selbst, weil die Ausbildung an den früheren PHs und "speziellen" Unis sehr schulisch ohne wissenschaftlichem Charakter gewesen sind.

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maierei (1.243 Kommentare)
am 12.02.2024 12:59

Nur weiter so. Die Richtung stimmt. Ganz dem SPÖ Grünen Stil nach. Leistung darf sich nicht mehr lohnen und die lieben Bonzen-Sprösslinge sollen alles geschenkt bekommen

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ArtemisDiana (2.165 Kommentare)
am 12.02.2024 14:07

Da haben Sie ins Schwarze getroffen: die FCG ist die Fraktion Christlicher Gewerkschafter - also nix mit Grünen- und SPÖ-Bashing. Die ÖPU ist quasi die Dachorganisation mit FCG, ÖAAB und VCL. Alles ganz schwarz.

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vinzenz2015 (47.469 Kommentare)
am 12.02.2024 12:59

Die VWA ist mit einem enormen Aufwand für die begleitenden Lehrer!

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MaxXI (1.068 Kommentare)
am 12.02.2024 13:19

Ja und...die Lehrer werden bezahlt dafür...und nicht jedes Jahr hat ein Lehrer Schüler, die in dessen Fach eine VWA schreiben.
Eine VWA ist ein gutes Vor-Training der Schüler für die Arbeiten im Studium.
Die Lehrer wollen lediglich den Arbeitsaufwand loswerden.

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tulipa (3.392 Kommentare)
am 12.02.2024 14:19

Sie haben keine Ahnung! Ca. € 230 brutto gelten im Prinzip gerade mal einen Zeitaufwand von 10 x 1 Stunde à €23 brutto ab - das heißt über den Zeitraum von einem Schuljahr nicht mehr als eine Stunde pro Monat. Welcher Akademiker würde für dieses Entgelt arbeiten? Das ist einfach lächerlich, viel Betreuung kann da nicht herauskommen, denn was letztendlich übrig bleibt ist vielleicht gerade mal ein angemessenes Entgelt für die Beurteilung der Arbeit.

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MaxXI (1.068 Kommentare)
am 12.02.2024 16:11

In den vielen Ferien können sich die Lehrer zusätzlich vom Stress erholen, ist doch eine großzügige Entschädigung.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 12.02.2024 17:03

Die gesamten Arbeitsstunden pro Jahr sind für Lehrer nicht schlecht bezahlt.
Man muss bei einem Akademiker (und darauf legen die Lehrer meistens sehr viel wert!) nicht jeden Handgriff extra entlohnen.

Aber so ist wenigstens klar, worum es geht: die Lehrer lügen wieder einmal und erfinden Alibi-Argumente, weil sie weniger arbeiten wollen.

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rmach (15.743 Kommentare)
am 12.02.2024 14:23

3 bis 4 ist für manche Lehrer üblich.

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rmach (15.743 Kommentare)
am 12.02.2024 14:21

und wenn Lehrer die Arbeit für die Schüler nicht schreiben, oder zumindest nicht teilweise, dann die Eltern, oder der Nachhilfelehrer.

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