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EU-Wahl: Grünes Vorzugsstimmen-Duell scheint an Waitz zu gehen

Von nachrichten.at/apa, 10. Juni 2024, 12:30 Uhr
Thomas Waitz konnte 24.618 Vorzugsstimmen lukrieren. Bild: GEORG HOCHMUTH (APA/GEORG HOCHMUTH)

WIEN. Bei den Grünen könnte der Listenzweite Thomas Waitz Spitzenkandidatin Lena Schilling bei den Vorzugsstimmen übertrumpfen.

Das geht zumindest aus ersten Resultaten - die vorläufigen Ergebnisse in Wien, Salzburg und Oberösterreich sind bereits veröffentlicht - hervor. In Wien liegt er auch insgesamt auf dem ersten Platz. Waitz konnte 24.618 Vorzugsstimmen lukrieren.

Doch auch Schilling konnte offenbar mobilisieren, sie kam auf 13.648 Nennungen. Das reicht für den vierten Platz in Wien. Im Wahlkampf war ausführlich etwa über private Streitigkeiten der jungen Kandidatin diskutiert worden. Auf dem zweiten Platz in Wien liegt SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder. Er erhielt laut vorläufigem Ergebnis 19.638 Vorzugsstimmen. Damit kam er vor dem FPÖ-Listenersten Harald Vilimsky zu liegen, der mit 15.097 Vorzugsstimmen ausgewiesen wurde.

Vilimsky in Salzburg Vorzugsstimmenkaiser

In Salzburg war Vilimsky "Vorzugsstimmen-Kaiser". Mit 4158 Vorzugsstimmen heimste er laut vorläufigem Ergebnis aus allen 119 Gemeinden landesweit die meisten Nennungen ein, das waren genau zwei Drittel aller 6244 FPÖ-Vorzugsstimmen. Lediglich bei den Grünen lag der Listenzweite Thomas Waitz so wie in Wien auch in Salzburg mit 3277 Nennungen deutlich vor der Listenersten Lena Schilling, die es auf 2065 Vorzugsstimmen brachte.

Die zweitmeisten Stimmen im Land an der Salzach holte ÖVP-Frontmann Reinhold Lopatka mit 3552 Nennungen, Platz 3 geht an Waitz. Mit 2438 Vorzugsstimmen folgt auf Platz 4 SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder, gefolgt vom NEOS-Listenersten Helmut Brandstätter mit 2156 Nennungen. Schilling landete auf Rang 6.

Waitz auch in Oberösterreich vorne

Auch in Oberösterreich hat bei den Grünen die Nummer zwei, Thomas Alexander Waitz, Spitzenkandidatin Lena Schilling den Rang abgelaufen. In allen fünf Wahlkreisen landete der steirische Bio-Bauer und EU-Parlamentarier vor der Klimaaktivistin. Insgesamt hieß das in Vorzugsstimmen 9494 zu 6260 für Waitz.

Angela Winzig, die einen Vorzugsstimmenwahlkampf mit Oberösterreich-Bezug geführt hatte, fuhr das stärkste Vorzugsstimmenergebnis bei den Schwarzen und überhaupt im Bundesland ein: Sie kam auf 34.324. FPÖ-Spitzenkandidat Harald Vilimsky sammelte in allen oberösterreichischen Wahlkreisen am meisten Vorzugsstimmen bei den Blauen, insgesamt 14.963. SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder schaffte 9.865.

Die Zahlen ergeben sich auf Basis der Auszählung vom Wahlsonntag. Jene Briefwahlkarten, die noch ausgewertet werden, werden erst noch eingerechnet. In einigen Bundesländern werden zuvor laut aktuellem Stand keine Vorzugsstimmenresultate publiziert. In Tirol etwa wird am morgigen Dienstag damit gerechnet, in Vorarlberg erst am Donnerstag.

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7  Kommentare
7  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Linz2013 (3.526 Kommentare)
am 10.06.2024 21:20

Alle haben auf die Grüne Spitzenkandidatin eingedroschen.

... und dann haben sie den blauen Rüpel Vilimski die Stimme gegeben. Und damit einer Partei, die systematisch Lügen verbreitet, freundschaftlich mit dem Kriegsverbrecher Putin verbunden ist, Verschwörungstheorien verbreitet und schreit, schreit, schreit.

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Augustin65 (1.152 Kommentare)
am 10.06.2024 22:00

Der größte Unsinn, den sie da verzapfen!
Welcher Grünwähler würde denn im Zweifel ausgerechnet blau wählen?

Wozu gibt's Wählerstromanalysen....

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Superheld (13.267 Kommentare)
am 11.06.2024 08:30

"Alle haben auf die Grüne Spitzenkandidatin eingedroschen."

Etwa zu unrecht?

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soistes (268 Kommentare)
am 10.06.2024 17:05

Gut so!

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amha (11.577 Kommentare)
am 10.06.2024 16:14

"private Streitigkeiten" ist aber nett ausgedrückt! Die ganze Story gibts hier:
https://web.archive.org/web/20240606192207/https://de.indymedia.org/node/366653

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Peter1983 (2.329 Kommentare)
am 10.06.2024 15:40

Herrn Waitz' deutliche Überlegenheit bei den Vorzugsstimmen ist ein klares Signal der Wählerschaft, dass die Spitzenkandidatin Schilling einfach nicht überzeugen konnte.

Der Parteispitze sei geraten, dies zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu handeln.

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Flachmann (7.320 Kommentare)
am 10.06.2024 15:26

Na bei der Auswahl der Grüninnen wir sogar der Waitz zum Märchenprinz. Ha.ha.ha,

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