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Dominik Wlazny: "Der 30. April wird für uns ein entscheidender Tag sein"

Von Annette Gantner, 28. März 2024, 04:54 Uhr
"Der 30. April wird für uns ein entscheidender Tag sein"
Dominik Wlazny hofft, dass er noch mehr Unterstützer für eine Kandidatur der Bierpartei findet. Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

WIEN. Bierpartei benötigt noch 700.000 Euro, Kandidatur ist nicht fix.

Der Gründer der Bierpartei Dominik Wlazny alias Marco Pogo rührte am Mittwoch die Werbetrommel. "Wir haben Bock, etwas zu machen", sagte er. "Bringen wir die Bierpartei auf den Wahlzettel!"

Doch der Zuspruch ist bisher noch überschaubar. Konkrete Zahlen wurden beim gestrigen Pressetermin nicht genannt. Unlängst hatte die Bierpartei bekannt gegeben, dass sie derzeit rund 8500 Mitglieder zählt. Nun erklärte Wlazny, dass man bei über 500.000 Euro halte.

Mitte Jänner hatte der 37-Jährige angekündigt, dass seine Partei dann bei der Nationalratswahl antreten werde, wenn sie 20.000 Mitglieder habe und über Einnahmen von 1,2 Millionen Euro verfüge. Wer Mitglied werden will, muss 59 Euro pro Jahr zahlen. Als Datum, an dem über die Kandidatur entschieden werden soll, nannte er den 30. April. Wlazny schloss gestern aber nicht aus, dass die Bierpartei auch bei einem Verfehlen der gesteckten Ziele antreten könnte.

Die Strukturen der Bierpartei, die anfangs ein Juxprojekt war, sind wenig demokratisch. Im vierköpfigen Vorstand sitzen Wlazny und sein Vater Michael. Bei Stimmengleichheit hat das Votum des Familienduos mehr Gewicht. Der Punkmusiker und Mediziner wollte sich zu den Statuten nicht festlegen "Das Ganze wird sich organisatorisch in einer Satzungsänderung widerspiegeln", sagte er.

Eine Video-Analyse von Wolfgang Braun:

Von Bildung bis Werte

Wlazny bleibt gerne vage. Viele seiner politischen Ankündigungen sind nicht mehr als Überschriften. Er sei gegen Kinderarmut, für mehr Bildung, Frauengleichberechtigung, eine Pflegereform, ein Gesundheitssystem, das auch ohne goldene Kreditkarte funktioniere. Beim Thema Migration sprach er sich für die Menschenrechte, Deutschkenntnisse als Grundbedingung und einen Wertekompass aus, der nicht aus Schnitzel und Dirndl bestehe, wo es aber um Toleranz und Wertschätzung gehe. Ob er alles mit der Reichensteuer finanzieren will, ließ er offen. Die Partei habe ja schließlich bis zur Wahl Ende September Zeit, um die Agenda zusammenzustellen.

Seine zentrale Botschaft ist aber ohnehin eine andere: das Bekenntnis zum Optimismus. "Im Grunde unseres Herzens sind wir zuversichtlich, dass nicht alles so mies ist, wie uns weisgemacht wird", sagte Wlazny. Und formulierte gleich den Slogan: "Was reimt sich auf Bier? Wir!"

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Lust, sich zu deklarieren, ist geringer geworden

von Annette Gantner

Die Wahrscheinlichkeit, dass Wlazny den Einzug in den Nationalrat schafft, ist laut Umfragen groß. Das Linzer Market Institut sah die Bierpartei unlängst bei fünf Prozent, andere Umfragen gehen von acht Prozent aus.

In den nächsten Wochen will Wlazny weiter um Unterstützung werben, in manchen Bundesländern gibt es bereits Ansprechpersonen. Für Oberösterreich wurde noch kein Name genannt. Voraussichtlich nächste Woche soll die Bierpartei auch in Linz eine Versammlung abhalten. Geplant sind zudem Stammtische in den Regionalwahlkreisen.

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Autorin
Annette Gantner
Redakteurin Innenpolitik
Annette Gantner
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29  Kommentare
29  Kommentare
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vahida_maglajlic (172 Kommentare)
am 29.03.2024 14:33

I für mein Teil trink nur marcopogofreies Bier. Mei Bier is ned deppert!

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her (4.642 Kommentare)
am 29.03.2024 11:13

Kostet KP+ Bier

die FPÖVP eine Mehrheit?

Besser is er regiert
Frohe Ostern!

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Weltliner (412 Kommentare)
am 28.03.2024 16:47

1. April wäre der richtige Zeitpunkt .

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docholliday (8.121 Kommentare)
am 28.03.2024 10:53

Eines ist aber schon klar:
Die Bierpartei wird eher denn Linken die Wähler wegschnappen als den Rechten.
Sie fischt im gleichen Wählerteich wie SPÖ und Grüne.
Die Bierpartei wird aus dem Stand heraus den Einzug in den NR schaffen, auch wenn sie nicht wirklich ein Programm vorzuweisen und auch noch keine Erfahrung hat.
Alleine schon die vielen Politikverdrossenen, die zwar wählen möchten, aber sich weder mit Links noch mit Rechts anfreunden wollen, werden diese Partei wählen. Kurz gesagt, es geht um die Mitte.
Der FPÖ wird's nichts ausmachen, wenn zusätzlich im linken Wählerteich gefischt wird.
Sie wird sich sogar eher freuen darüber.
Babler und Kogler könnten leicht kalte Füße bekommen!
Tja, wie heißt es so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft!😀

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nichtschweiger (5.805 Kommentare)
am 28.03.2024 11:49

Absolut richtig - und die neu-erstarkte KPÖ nicht vergessen die ebenfalls linke Wähler von der SPÖ absaugt.

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willie_macmoran (2.612 Kommentare)
am 28.03.2024 12:18

Wie man in salzburg gesehen hat. Sobald es andere Alternativen als protestpartei gibt wenden sich viele angewidert von der fpö ab.

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docholliday (8.121 Kommentare)
am 28.03.2024 13:19

Falsch!
Die FPÖ verliert keine Wähler an eine KPÖ oder eine Bierpartei!
Auch wenn viele das als Hoffnung sehen!😉

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willie_macmoran (2.612 Kommentare)
am 28.03.2024 14:45

Und das wissen Sie woher?

Ich gebe Ihnen recht, wegnehmen wird Hr. Wlazny oder eine KPÖ keine Stimmen.

ABER: Die FPÖ lebt zu einen sehr großen Teil von Protestwählern. Kaum jemand ist überzeugter Rechter. Die meisten wählen die FPÖ weil Ihnen die Regierungsparteien & die SPÖ nicht gefallen. Für diese gibt es jetzt eine weitere gute Alternative bei welcher man nicht mal in den braunen Dreck greifen muss.

Hat man ja in Salzburg sehr gut gesehen. Die FPÖ hart dort einen feuchten Sch... dazugewonnen weil die Leute eine andere Art gefunden haben Protest auszudrücken.

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docholliday (8.121 Kommentare)
am 28.03.2024 15:11

Die Salzburgwahl war eine Bürgermeisterwahl und da zählt hauptsächlich die Persönlichkeit, wie wer mit wem kann und bei den Leuten rüberkommt.
Zudem geht's in den Städten meist doch noch auch um andere Themen.
Darum werden fast alle Städte von der SPÖ regiert.
Die SPÖ hat dort auch die meiste Erfahrung.
Aber auf Bundesebene wäre ich mir nicht sicher, ob Sie daraus etwas ableiten können.

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westham18 (4.385 Kommentare)
am 28.03.2024 21:22

Willie — genau so ist es — gut 50% der aktuellen FPÖ Wähler sind Protestwähler...und viele davon kann man sehr schnell verlieren...😉

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 10:27

Dass die Partei populistisch ist, mag ja noch den demokratischen Diskurs erfrischen, Politik soll durchaus aufrütteln, es gibt dramatisch viele Nichtwähler. Aber wenn kein schlüssiges, strukturiertes Programm dahintersteht, erklärt sich auch rasch, wieso die Strukturen der Partei undemokratisch sind. Allein die Art der Finanzierung, und die eingeplanten hohen Geldsummen zeigen, dass diese Partei gerne viel Geld an sich zieht, in Wahrheit aber ein Geschäftsmodell ist, und erwartbarerweise politische Tätigkeit als ökonomisches Modell zu persönlichem wirtschaftlichem Fortkommen. Satire sieht anders aus, es bleibt ein bitterer Beigeschmack, zumal die herrschende politische Konkurrenz wahrlich wenig berauschend ist und Nichtwähler und reine Trotzwähler am laufenden Band produziert.

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nichtschonwieder (8.170 Kommentare)
am 28.03.2024 09:39

Die Spasspartei - fehlt gerade noch in der Operettenrepublik.

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westham18 (4.385 Kommentare)
am 28.03.2024 09:52

Besser als viele aktuelle "Gscheitln".....

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 10:29

Leider nicht. Genau das ist das Problem, denn seriöse Demokratie und legitimer politischer Protest wird so ins Lächerliche gezogen, das Ansehen der Politik derart weiter ruiniert.

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willie_macmoran (2.612 Kommentare)
am 28.03.2024 12:22

Nach so lichtgestalten wie kickl, waldhäusl, vieltrinksky, belakowitsch, plakolm, wöginger ..... kan niemand mehr irgendein ansehen ruinieren.

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 15:00

Doch, es steht zu befürchten, dass die Bierpartei dies vorzeigen wird. Bei den Nichtwählern ist auch Luft nach unten, das wird übersehen.

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petzibaer12345 (43 Kommentare)
am 28.03.2024 08:44

Und warum gibt es soviele Unzufriedene?
Die Großparteien sollten einmal nachdenken!

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LASimon (11.219 Kommentare)
am 28.03.2024 10:11

So viele Unzufriedene gibt es nicht nur in Österreich. Die Unzufriedenheit ist auch unabhängig von der politischen Ausrichtung der jeweiligen Regierungen:
In Tschechien flogen die Populisten aus der Regierung, in der Slowakei zogen sie in sie ein.
In Frankreich ist die radikale Rechte auf dem Weg zur Regierungsmacht, im Vereinigten Königreich wird die Rechte (von liberal bis radikal) vermutlich krachend aus der Regierung fliegen. In Italien wurden mehrheitlich in der Mitte positionierte Parteien durch mehr oder minder radikale Rechtsparteien als Regierung abgelöst.
Warum das so ist? Abgesehen von regionalen Besonderheiten (die Franzosen lieben den Königsmord, für den es natürlich immer eines Königs bedarf) sind die Zeiten weniger kuschelig geworden. Und die Wähler*innen machen dafür die jeweiligen Regierungen verantwortlich. Diese Einstellung ist nicht frei von Infantilität, zu der auch die Regierungen beitragen, weil sie sich scheuen, unangenehme Wahrheiten auszusprechen.

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 10:35

"Warum das so ist? Abgesehen von regionalen Besonderheiten (die Franzosen lieben den Königsmord, für den es natürlich immer eines Königs bedarf) sind die Zeiten weniger kuschelig geworden. Und die Wähler*innen machen dafür die jeweiligen Regierungen verantwortlich. Diese Einstellung ist nicht frei von Infantilität."

Nein, guter Mann, sind nicht frei von Infantilität, Bosheit und bemerkenswerter Blindheit - von rechtsextrem bis neoliberal, aber ist ohnehin dasselbe, im Ergebnis.

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 10:38

tja ein Teil "verschluckt".
Korrekter Anfang lautet: "Nein, guter Mann, deine Erklärungsversuche sind nicht frei von..." usw.

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rmach (15.030 Kommentare)
am 28.03.2024 12:30

Sie widersprechen Lasimon, dem Inhaber der Deutungshoheit im Forum?
Ist das überhaupt erlaubt?
Wenn er Infantilität diagnostiziert, dann ist es so.

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t.a.edison (2.485 Kommentare)
am 28.03.2024 14:21

Wenn er Infantilität diagnostiziert, dann ist es so.
Stimmt, In diesem Zusammenhang ist der Begriff Infantilität etwas sehr "mutig" verwendet. Aber es gibt immer wieder Möchtegernakademiker, die Wörter einstreuen, deren Bedeutung sie sich nicht wirklich bewusst sind oder verstanden haben. Warum soll es im Forum anders sein, als in der "echten" Politik...

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her (4.642 Kommentare)
am 29.03.2024 11:11

Also ich les den Lasi gern

An Sie (Lasimon): Ich finde es ist hellsichtig die jeweiligen Regierungen zur Verantwortung zu ziehen

Denken Sie doch nur an die austro Geldentwertung (im Vergleich zum TEuroland Schnitt)
oder den austro Corona Obrigkeitsstaat (im Vergleich zum freigeistigen Schwenden)

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westham18 (4.385 Kommentare)
am 28.03.2024 07:12

Wlazny ist einfach für alle politisch Unzufriedenen im Lande, und deren gibt es viele, die einzige wahre Alternative.....💥

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 10:38

für politisch unzufriedene Dummköpfe, nur für Dummköpfe

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westham18 (4.385 Kommentare)
am 28.03.2024 11:54

Aha, und die Gscheitln wählen die aktuellen "Lieblinge"....🤦‍♂️😂

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rmach (15.030 Kommentare)
am 28.03.2024 12:35

Deshalb fordert Nehammer auch die Zusammenarbeit mit ihm.
Er ist der Kanzler, der für uns denkt und arbeitet.
Ich wähle ihn nicht, weil ich selbst denke und nicht für ihn arbeiten will.

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JosefBroz (4.495 Kommentare)
am 28.03.2024 15:05

Die Partei ist im Artikel soweit ja ganz gut beschrieben, also wenn die für Sie eine Alternative ist. Na servas.

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rmach (15.030 Kommentare)
am 28.03.2024 16:57

Alternative - erklärt mir einen Teil Ihres Denkmusters.
Ich suche nach wie vor
nach einem wählbaren Staatsmann, der auch Aufgaben lösen kann und weder einen Reserveleutnant, noch einen Musiker mit Arztpraxis.

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