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Innenpolitik

Corona-Bekämpfung: Eine Million Impfdosen werden im März erwartet

22. Februar 2021 00:04 Uhr

Die Impfung hilft.

WIEN/LINZ. Mehr als 500.000 Corona-Impfungen sind in Österreich durchgeführt worden, mehr als 200.000 Menschen bereits voll immunisiert.

Das berichtete Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag: "Nächste Woche rechnen wir mit der Lieferung von weiteren mehr als 180.000 Impfdosen, im März mit mehr als einer Million." Im zweiten Quartal werde sich die Liefermenge im Vergleich zum ersten fast verdreifachen. Von den bisher gelieferten Dosen – inklusive der für nächste Woche bereits gebuchten – wurden über 500.000 von Biontech/Pfizer, mehr als 150.000 von AstraZeneca und 36.000 Impfdosen von Moderna geliefert. Eine "besondere Hoffnung" stelle das Genehmigungsverfahren des Impfstoffes von Johnson & Johnson dar – mit einer Genehmigung rechnet das Gesundheitsministerium Mitte März, und mit ersten Lieferungen im Laufe des Aprils. Es wäre das erste Covid-Vakzin, das statt zwei Impfdurchgängen nur mehr einen "Stich" benötigt.

Der Großteil der an der Impfung interessierten Alters- und Pflegeheime seien "als erste Priorität" bereits durchgeimpft.

Wieder über 2000 aktive Fälle

Weniger erfreulich entwickelt sich hingegen die Zahl der Neuinfektionen. In Oberösterreich wurden gestern 245 Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl der aktiven Fälle das erste Mal seit 17. Jänner wieder auf über 2000 angestiegen ist. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, liegt laut AGES bei 132. Zur Erinnerung: Als Zielwert für weitere Lockerungen wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 100 genannt, Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) sprach im Jänner noch davon, dass sich man sich dem Wert 50 "annähern" müsse, bevor an Lockerungen zu denken sei. Nichtsdestotrotz stellt man nun eine schrittweise Öffnung der Gastronomie in Aussicht. Gleiches wünsche man sich für die Kultur, forderten mehrere Grüne in einer gemeinsamen Aussendung.

Die niedrigste 7-Tage-Inzidenz hat derzeit Vorarlberg mit 60,7, gefolgt von Tirol mit 86,6. Am höchsten ist die Zahl in Niederösterreich (155,2) und in Kärnten (150,4), danach folgen die Steiermark (149,2) und das Burgenland (142). Oberösterreich liegt bei 113,5. Tirol schneidet bei diesem Vergleich gut ab, hat aber sieben weitere Verdachtsfälle der südafrikanischen Variante gemeldet. Damit liegen mittlerweile 582 solcher Corona-Fälle vor. In 201 Fällen wurde das Auftreten der südafrikanischen Mutante bestätigt.

In Oberösterreich gibt es 917 Verdachtsfälle der britischen Mutation, bisher wurden 13 bestätigt. (eiba)

Fast 30 Prozent Positivitätsrate

Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen zeigt sich auch an der Positivitätsrate – also dem Anteil der positiven Tests an den Gesamt-Testungen. Am 9. Februar wurden 1546 PCR-Tests gemacht, 17 Prozent davon waren positiv. Eine Woche später, am 16. Februar, waren von 1403 PCR-Tests in Oberösterreich 23 Prozent positiv. Am Samstag, dem 20. Februar, wurden 1272 PCR-Tests abgenommen, 29 Prozent davon waren positiv.

Die hohe Rate ergibt sich einerseits aus den steigenden Infektionszahlen, andererseits durch die „Vorauswahl“. Jeder positive Antigen-Test, der an einer der mittlerweile 58 Teststraßen abgenommen wurde, wird anschließend mit dem genaueren PCR-Test innerhalb von 24 Stunden überprüft. Nicht PCR-getestet werden nur symptomatische Personen, die beim Hausarzt einen Antigen-Test mit positivem Ergebnis gemacht haben.

 

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