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"Ja zum Auto": ÖVP gegen ein Verbrenner-Verbot

Von nachrichten.at/apa, 03. Juni 2024, 10:39 Uhr
Nehammer
Nehammer lud zum Runden Tisch im Kanzleramt.  Bild: (APA/HELMUT FOHRINGER)

WIEN. Die ÖVP hat am Montag ihre Forderung unterstrichen, die Forschung an Autos mit Verbrenner-Motor zu erhalten.

Es gehe um "Technologieoffenheit" und gegen ein "Verbrenner-Verbot" sagten Bundeskanzler Karl Nehammer, Wirtschaftsminister Kocher und Steiermarks Landeshauptmann Christopher Drexler (alle ÖVP), in einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Ökonomen Christian Helmenstein. Davor hatte es einen "Runden Tisch" mit Industrievertretern zur Zukunft des Autos gegeben.

Die ÖVP sieht Österreichs starke Zulieferindustrie mit rund 100.000 direkt Beschäftigten und einem Schwerpunkt in der Steiermark gefährdet. Schon vor einem Jahr hatte die ÖVP mit der gleichen Forderung einen "Autogipfel" einberufen, Nehammer hat die Forderung nach einem Aus für ein "Verbrenner-Verbot" in der EU inzwischen öfter aufgebracht. Auch am Montag forderte er, die Politik dürfe nicht "durch Verbote und Überregulierung die Freiheit der Innovation einschränken". Ein Verbot von Verbrennermotoren wäre eine "rückwärtsgewandte" Politik und ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den USA oder Asien, wo weiter am Verbrenner geforscht werde.

Allerdings sieht die EU kein Verbot für Verbrenner-Motoren vor, sondern verlangt, dass Neuwagen ab 2035 CO2-neutral sind. Das bedeutet ein Verbot für das Tanken mit den fossilen Treibstoffen Benzin und Diesel und wird damit als "Verbrenner-Verbot" interpretiert. Aber Verbrenner-Motoren, die mit CO2-neutralem Treibstoff (E-Fuels) betankt werden, bleiben – auf Druck Deutschlands – erlaubt. Auch Wasserstoff-betriebene Autos bleiben erlaubt. Insofern wird die Regelung auf EU-Ebene als technologieneutral angesehen. Außerdem weist die EU darauf hin, dass auf jeden Fall 2026 überprüft wird, ob das Aus für fossile Kraftstoffe für Neuwagen wie geplant 2035 kommen soll. Ein Verbot von schon zugelassenen Fahrzeugen ist in der EU-Regelung nicht vorgesehen.

Nehammer will Regulierungsphase

Nehammer ließ eine Frage unbeantwortet, ob er auch nach 2035 die Verwendbarkeit von Benzin und Diesel für Neufahrzeuge fordert. Dafür wies er darauf hin, dass die Beimischung von Biokraftstoffen ein hohes Potenzial habe, den CO2-Ausstoß von Autos zu reduziere. Er wolle aber von der EU nach der Wahl am kommenden Sonntag eine "Regulierungspause", um wettbewerbsfähig zu bleiben. Klimaschutz müsse auf eine Stufe gestellt werden mit Industrie- und Standortschutz.

Auch Wirtschaftsminister Martin Kocher forderte für den bevorstehenden "großen Umbau" der Wirtschaft mehr Innovation und "weniger Bürokratie, aber nicht nur reine Symbolpolitik". Die Politik müsse einen Rahmen vorgeben, innerhalb dessen müsse aber "alles möglich sein". Niemand sei auf die Idee bekommen, Fax, Telefonzellen oder Pferdekutschen zu verbieten, verglich Kocher seine Zukunftsvorstellung für den Verbrennermotor.

Drexler fordert "Technologieoffenheit"

Drexler forderte am Montag ebenso wie Nehammer "Technologieoffenheit", wozu auch gehöre, kein Verbrenner-Verbot zu haben. Die Autoindustrie sei ein wichtiger Faktor für den Wohlstand und den Erhalt von Arbeitsplätzen in Österreich. Der Landeshauptmann betonte die hohe Forschungsquote in der Steiermark, diese könne aber nur erhalten bleiben, wenn auch die Produktion vor Ort sei. Die heutige Initiative sei kein Angriff auf Strom- oder Wasserstoffbetriebene Autos, aber es gehe darum, die verschiedenen Technologien parallel zu entwickeln.

Economica-Chef Helmenstein wiederum sagte, "unintelligente Regulierung" würde Investitionen behindern und definierte dies als Regelungen, die nicht nur das Ziel sondern auch den Weg dorthin festlegen. Niemand könne jetzt schon wissen, welche Technologie in fünf bis acht Jahren die beste sein werde. Am Verbrenner müsse schon alleine deshalb weiter geforscht werden, weil selbst bei einem Auslaufen von Neuzulassungen 2035 mehrere Millionen alte Fahrzeuge bis zu 20 Jahre lang noch unterwegs sein würden. Um diese CO2-neutral zu betreiben wäre eine Brückentechnologie nötig - etwa in Form von Biotreibstoffen.

"Stärkefeld beim Verbrenner"

Helmenstein hatte auch eine positive Botschaft in Bezug auf alternative Antriebe. Eine Analyse der heimischen Patente zeige, dass Österreich nicht nur "ein Stärkefeld beim Verbrenner" habe, sondern auch dabei sei, relativ mehr Patente im Zusammenhang mit alternativen Antrieben einzureichen als andere Länder. Österreich werde daher sicherlich in fünf Jahren einer der Hotspots für alternative Antriebe sein.

Helmenstein hat auch für die Lobbyorganisation Oecolution, die von WKÖ und IV finanziert wird, eine Studie erstellt. Demnach braucht Österreichs Autoindustrie dringend mehr Forschung. Sonst könnte sie den Anschluss an China und die dortige Innovation verlieren. Oecolution-Geschäftsführerin Elisabeth Zehetner zieht daraus den Schluss, dass Österreich weiter an der Verbesserung der Energieeffizienz von Verbrennermotoren arbeiten und "in der Übergangsphase, in der noch viele Verbrennungsmotoren im Einsatz sind" zur schnellen Reduktion des CO2-Ausstoßes im Bereich der Biokraftstoffe und E-Fuels beschleunigt forschen müsse.

Viel Kritik aus der Steiermark

Die heutige Initiative der ÖVP rief zahlreiche Reaktionen hervor. Kritik an der Position der ÖVP, im Speziellen an Aussagen Drexlers, kam rasch von den Oppositionsparteien in der Steiermark. Der FPÖ-Spitzenkandidat für die steirische Landtagswahl, Mario Kunasek, wirft der ÖVP vor, ihre Forderung nach Technologieneutralität sei "nahezu heuchlerisch", weil sie mit den Grünen in einer Koalition sei und "auf europäischer Ebene stets den Handlanger des Ökokommunismus gibt". Die Hauptverantwortliche für "den Niedergang der europäischen Wirtschaft", sei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Mitglied der EVP sei. Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen im steirischen Landtag und Spitzenkandidatin für die bevorstehende Wahl, warf Drexler vor, "falsche Behauptungen zu verbreiten", da in der EU kein Verbot von Verbrennermotoren vorgesehen sei. Wissenschaft und Automobilkonzerne bräuchten mehr Planungssicherheit. Statt "Phantomdebatten" zu führen, seien der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Förderung von öffentlichem Verkehr nötig.

"Viel altes Denken"

Auf Bundesebene schreibt FPÖ-Verkehrssprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker, "die ÖVP hat die heimische Automobilwirtschaft und die rund 400.000 dort direkt oder indirekt beschäftigten Arbeitnehmer längst verraten und verkauft. Über diese Tatsache kann ÖVP-Kanzler Nehammer jetzt auch nicht mit seinem Showgipfel kurz vor der EU-Wahl hinwegtäuschen." SPÖ-Klubobmann Philip Kucher schreibt von einem "PR-Schmarrn" und lässt sich zitieren mit den Worten: "Immer, wenn Nehammer einen Gipfel veranstaltet, geht's für Österreich garantiert steil bergab!" Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler sieht "viel altes Denken, das von alten Öllobbyisten hineingetragen wird" in der ÖVP. Der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe sei eine Riesenchance für Europas Autoindustrie und ihre Zulieferer.

"Zentrales Puzzlestück für den grünen Deal"

Von den EU-Wahlkämpfenden wirft der freiheitliche EU-Abgeordnete Roman Haider der ÖVP vor, ihre Positionierung gegen das Verbrennerverbot ganz kurz vor der Wahl sei nur pure Heuchelei: "Ohne die Stimmen der EVP wäre dieser Irrsinn bereits im EU-Parlament gescheitert." Die grüne Spitzenkandidatin Lena Schilling sieht im "geplanten Verbrenner-Aus für Neuzulassungen ... ein zentrales Puzzlestück für den grünen Deal der EU". Einmal beschlossene Maßnahmen sollten umgesetzt werden, "um der Wirtschaft Planungssicherheit zu geben, statt Falschnachrichten und Anti-EU-Stimmung weiter zu verbreiten". Der Grüne Listenzweite Thomas Waitz wirft der ÖVP in der gemeinsamen Aussendung vor, "immer wieder komplett faktenbefreite und anti-europäische Aussagen von sich zu geben". Anna Stürgkh, NEOS-Listenzweite bei der EU-Wahl, sieht eine "Auto-Show" von Nehammer." "Die verschärften CO2-Emissionsnormen sind in Bezug auf die Erreichung der festgelegten Flottenziele technologieneutral. Für die Erreichung des Flottenziels Nullemission sind und bleiben verschiedene Technologien verfügbar", zitiert sie aus dem Beschluss auf EU-Ebene.

Aus Sicht von Global 2000 und Greenpeace gehört die Zukunft der Elektromobilität. E-Fuels bräuchten sechs Mal so viel Strom wie die direkte Stromnutzung in Autos. "Wer an alten Technologien wie dem Verbrennungsmotor weiter festhält, gefährdet die Erreichung der Klimaziele, tausende Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort", so Global 2000. E-Fuels schützen nur den Verbrenner, nicht aber das Klima, schreibt Greenpeace.

Zustimmung zu ihrer Forderung erhält die ÖVP von den Herstellern synthetischer Kraftstoffe: "Der Betrieb des Motors mit nachhaltigen, biogen oder synthetisch hergestellten erneuerbaren Kraftstoffen ist auszubauen sowie die Effizienz zu optimieren", fordert der Vorstand der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe (PEK).

Dieser Artikel wurde zuletzt am 03.06.2024 um 16:52 Uhr aktualisiert. 

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211  Kommentare
211  Kommentare
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felixh (4.967 Kommentare)
am 05.06.2024 11:29

More Power

Verbot der E-Autos, E-Scooter usw

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vinzenz2015 (46.953 Kommentare)
am 05.06.2024 09:06

So billig geht das Einfangen
blauer und anderer Bleifußideologen
für Nehammer nicht oft her!!

Schwoazze Zukunftsvergessenheit!!
An Lächerlichkeit und Wirkungslosigkeit in der tatsächlichen kfz- Wirtscaftssituation nicht zu überbieten!

Nehammer will groß sein und
schlägt Purzelbäume und die staunenden Autofans applaudieren!

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rudolf.riegler.sen (330 Kommentare)
am 05.06.2024 12:14

was ist an Technologieoffenheit falsch?

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.013 Kommentare)
am 05.06.2024 13:57

Die wirkliche "Technologieoffenheit" gibt es.
Lediglich die Nutzung von CO2-produzierenden Treibstoffen ist ab 2035 bei Neufahrzeugen nicht mehr erlaubt.

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vinzenz2015 (46.953 Kommentare)
am 04.06.2024 18:02

Die ganze Nehammer pro- Verbrenner Diskutierei ist nichts anderes als ein Nebelschießen im Wahlkampvf, damit die eigentlichen akuten Themen verdrängt werden,
vor allem die aus dem sozialen Bereich!
Da ist die Övp unterbelichtet!!

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vinzenz2015 (46.953 Kommentare)
am 04.06.2024 18:09

Die "Technologieoffenheit" des Nehammer ist eine Chuzpe!!
Seit wann bestimmt die VP welche Mobilitätstechnologie Zukunft hat???
Das wird von der Planung der kfz- Industrie bestimmt!!
Und die hat angesichts der chinesischen Konkurrenz LÄNGST für E- Kfz entschieden!
Datan wird der kloane Nehammer nichts ändern können!
ZukunftsvergesseneRetro-Blockadepolitik wie die FPÖ!!!

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rudolf.riegler.sen (330 Kommentare)
am 05.06.2024 12:15

und die Grünen? Da wollten so manche zB der Montanuniversität Leoben das Forschen in manchen Bereichen verbieten....

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teja (5.944 Kommentare)
am 04.06.2024 16:27

Ich wähle den Schmied und nicht den Schmiedl.

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CedricEroll (11.480 Kommentare)
am 04.06.2024 20:06

Gottlieb Daimler oder Carl Benz?

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gscheidle (4.111 Kommentare)
am 05.06.2024 10:56

Ihr Schmied heißt Kickl!

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betterthantherest (34.830 Kommentare)
am 04.06.2024 15:54

Alleine in Deutschland stehen derzeit 100.000 Elektroautos auf Halde.

Sie stehen teilweise seit mehr als einem halben Jahr auf Parkplätzen oder in den Häfen und warten auf Käufer.

Die Fahrzeugindustrie hat die Produktion von Elektrofahrzeugen drastisch gedrosselt und ganze Linien abgestellt.

Ganz im Gegensatz übrigens zu Verbrennern - es werden seit Monaten Zusatzschichten eingeschoben.

Das alles ist kein Zufall.
Gründe gibt es viele - mache davon habe ich untenstehend genannt.

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Gast1973 (181 Kommentare)
am 04.06.2024 16:42

Stimmt für Deutschland. In Europa stagniert der Verkauf von E-Autos. Weltweit steigt allerdings der Verkauf an E-Autos!
Die Produktion wurde nicht drastisch gedrosselt, dass ist einfach Blödsinn, vielleicht bei VW.

Das das kein Zufall ist mag stimmen. Aber die Gründe sind meiner Meinung die "Angst" vor moderner, fortschrittlicher und effizienter Technik.

Was haben E-Autos ihrer Meinung (sie haben ja bereits 34.500mal eine Meinung abgegeben) so böses, schädliches an sich? Ich verstehe es einfach nicht.

Ich selber fahre seit ca. 2 Jahren ein E-Auto (kein D Produkt) und ich kann absolut nichts Negatives darüber berichten. Mein alter Verbrenner (war ein VW) hat mir mehr Sorgen bereitet und ich bereue meinen Wechsel keine Sekunde.

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CedricEroll (11.480 Kommentare)
am 04.06.2024 20:08

Böse, weil die Russen nichts am Benzin verdienen. Und ihre Kumpels, die sympathischen Ayatollas aus dem Iran, auch nicht.

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diwe (2.440 Kommentare)
am 04.06.2024 22:08

Sie sollten Postings von "Besseralsalleanderen" nicht so ernst nehmen. Bei ihm trifft der Dunning-Kruger-Effekt wie besagte Faust aufs Auge.

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diwe (2.440 Kommentare)
am 04.06.2024 12:30

Eigentlich ist es zum Fremdschämen. Sowohl die Regierung, die es eigentlich besser wissen sollte, als auch diverse hier im Forum ziehen sich an dem Wort "Verbrennerverbot" hoch, und keiner scheint zu wissen oder sich informiert zu haben, was da tatsächlich gemeint ist. In der EU-Vereinbahrung geht es ausschließlich um Motoren, die mit fossilen Kraftstoffen betrieben werden. Das "Verbrennen" von E-Fuels und synthetischen Kraftstoffen ist erlaubt. Also nix mit "alles elektridch"! Außerdem wundert es mich, dass kein Mensch von HVO100 redet. Diesen Diesel gibt es in deutschen Großstädten schon an diversen Tankstellen und kostet gerade mal 1,70 bis 1,80 (die E-Fuels oder die synthetischen werden ziemlich sicher teurer). Er stößt aber nur 20% des CO2 von normalem Diesel aus. Fast alle großen Hersteller haben ihre Fahrzeuge, auch die alten, bereits für diesen Sprit freigegeben. Nur kein Mensch redet drüber, obwohl es zumindest ein Anfang wäre.

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Federspiel (3.594 Kommentare)
am 04.06.2024 13:18

Der von dir bennannte Diesel: Den nutzt ein Freund seit vielen Jahren in seinen Traktoren.
Bislang ohne Probleme. Ich weiß keine Tankstelle, welche den für PKW anbietet.
Und er ist für meinen Schweden auch nicht zugelassen. OK, ich tanke auch B0 Diesel, der ist auch nicht zugelassen, aber da geht es um etwas anderes.
Was die E-Fuels oder Alkalyttreibstoffe anlangt: am derzeitigen Wohnort mähe ich infolge Topografie und kleinem Grund mit 4-Takt - Rasenmäher.
Ich brauche an die 6 bis 7l im Jahr, und diese decke ich mit dem synth. Sprit von Aspen ab, bei der Motorsäge (logischerweise 2-Takt), nehme ich den Stihl - Sprit. Da brauche ich in 3 Jahren 5 Liter.
Der Preis ist horrend (an die 4 €/l), aber bei der Kleinmenge rechnet es sich, zumal ich auch keine Probleme mit zugesetzten Vergasern habe.
Aber 280€ für einen vollen Tank im Auto?

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diwe (2.440 Kommentare)
am 04.06.2024 14:05

In DE gibt's den HVO bis dato auch nur in größeren Städten an einzelnen Tankstellen. Bis es den überall gibt, wird es sicher noch dauern. Bei meiner Recherche hab ich festgestellt, dass "Autobild classic" seit 200.000 km einen alten Citroen, der jetzt insgesamt über 300.000 drauf hat, damit betankt. Ich schätze mal, dass die Ersatztreibstoffe zwar im Laufe der Jahre billiger werden, die Hauptfrage ist jedoch, ob für den normalen PKW-Verkehr ausreichende Mengen zur Verfügung stehen werden.

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diwe (2.440 Kommentare)
am 04.06.2024 14:08

Nebenbei, was bei Ihnen die Schweden sind bei mir die Italiener. Alfa hat sich auch noch nicht geäußert.

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schubbi (3.257 Kommentare)
am 04.06.2024 11:56

Vor zwei Jahren war Nehammer noch ganz anderer Meinung. Jetzt hat er vermutlich auch bemerkt, dass sich das ohnehin nicht machen lässt. Bei manchen dauerts etwas länger.

Da lob ich mir die Grünen - die bleiben ihrer Meinung treu, auch wenn Wahlen anstehen. Der Rest dreht sich wie die Fahne im Wind

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schubbi (3.257 Kommentare)
am 04.06.2024 12:03

Ein Mann steht zu seinem Wort !

Ist unser Kanzler überhaupt einer ?

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Federspiel (3.594 Kommentare)
am 04.06.2024 13:19

Zu welchem Wort steht Kogler denn?

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Schlaubi01 (1.585 Kommentare)
am 04.06.2024 14:43

Der war gar net dabei !

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Papillon_2 (503 Kommentare)
am 04.06.2024 11:44

Die Diskussion um das Verbrennerverbot ist so notwendig wie ein Kropf!

Alle Befürworter von e-Mob sagen, wie toll e-Mob ist.

Wenn e-Mob so viel toller ist, als Verbrenner: Warum muss man dann die Verbrenner verbieten??

Bei der Eisenbahn musste man auch die Dampflok nicht verbieten!

Daher ist die ganze Diskussion um das Verbrennerverbot blanker Schwachsinn!
Man muss gar nix verbieten!

Das aus Kundensicht bessere Produkt setzt sich durch!
Aus basta!

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Zonne1 (3.702 Kommentare)
am 04.06.2024 11:59

Irrtum, nicht das "Bessere" gewinnt, sondern das, wo die Industrie am Meisten damit verdient.
Das sind im Verbrenner-Fall die Ölscheichs

Bei den Video-Rekorden waren Betamax und Video2000 viel besser als das schlechte VHS.
Aber eine mächtige Industrie (xxx) hat dann VHS durchgesetzt, und der Kunde musste die grausliche Bildqualität ertragen.

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LASimon (11.898 Kommentare)
am 04.06.2024 12:36

Ihre Argumente könnte man ja auch auf das Rauchverbot anwenden, oder?

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Flachmann (7.316 Kommentare)
am 04.06.2024 10:28

Gegen die Bevölkerung gehts halt nicht, das müssen`s jetzt schmerzhaft lernen.

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Schlaubi01 (1.585 Kommentare)
am 04.06.2024 10:08

China macht das schon, kein Problem !

So wie bei
Computer
Handys
Drucker
Weissgeräte
Usw usw

So wie in den 50iger die Japaner dann die Koreaner und dann die Chinesen und als nächstes kommen die Inder.

Und wir bleiben beim Erdäpfelsetzen wenn nu a Boden über ist !

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Natscho (4.920 Kommentare)
am 04.06.2024 09:25

Innovation und Wettbewerbgsfähigkeit schließt sich mit der ÖVP anscheinend aus.
Noch eine Industrie, in der die Konservativen unseren Technologievorsprung an die Chinesen verschenken

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betterthantherest (34.830 Kommentare)
am 04.06.2024 09:38

Innovation und Weiterentwicklung schließen die GRÜNEN aus.

Indem die Grünen ausschließlich auf Strom setzen - und alle anderen Technologien verbieten oder verhindern.

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LASimon (11.898 Kommentare)
am 04.06.2024 11:02

Was hat das wieder mit den Grünen zu tun? Das sogenannte Verbrenner-Verbot hat die Mehrheit der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments beschlossen. In keinem der beiden Organe stellen die Grünen die absolute Mehrheit.

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betterthantherest (34.830 Kommentare)
am 04.06.2024 11:26

die Grünen in Österreich gingen sogar noch einen Schritt weiter - sie wollten das Verbrennerverbot schon per 01.01.2030 durchsetzen.

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LASimon (11.898 Kommentare)
am 04.06.2024 12:36

Und schlecht?

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LASimon (11.898 Kommentare)
am 04.06.2024 12:38

Im Ernst: Wir haben im Hinblick auf die Erderwärmung schon viel zu viel Zeit ungenutzt verstreichen lassen; das in den letzten 30 Jahren Versäumte werden wir aufholen müssen, dh je länger wir "akademische" Diskussionen führen, desto radikaler wird die Umstellung ausfallen (müssen) oder desto weniger Zeit werden wir zur Anpassung haben.

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linz2050 (6.721 Kommentare)
am 04.06.2024 11:53

@letzterrest
So einen Blödsinn vermagst auch nur du schreiben! Darum passt es schon das du den Kasperl wählst. Für alle anderen Parteien wären Wähler wie du eine Beleidigung.

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Schlaubi01 (1.585 Kommentare)
am 04.06.2024 09:21

Ja bei der Nova würd i als Staat a an Verbrenner festhalten !

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betterthantherest (34.830 Kommentare)
am 04.06.2024 09:17

Wie war das bei der letzten EU Wahl:
Wenn die EVP die Wahl gewinnt, dann wird der Spitzenkandidat Weber Kommissionspräsident.

Wie war das nach der Wahl?
Die EVP hat Von der Leyen zur Kommissionspräsidentin gemacht. Samt Green Deal und Bürokratiewahnsinn....

Ach ja: Von der Leyen hatte nie zur Wahl gestanden und war gerade mit ihrem Totalversagen als deutsche Verteidigungsministerin aufgefallen .

Wählt da echt noch jemand ÖVP / EVP ?

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LASimon (11.898 Kommentare)
am 04.06.2024 12:42

Das Spitzenkandidat-Prinzip gibt es nur in der Fantasie einiger Parteien - leider! In der Praxis und entsprechend den Verträgen hat der Rat das Vorschlagsrecht, und das Parlament muss dem zustimmen (oder den Vorschlag ablehnen).
Frau Merkel wollte Herrn Weber auf keinen Fall als Präsident der Kommission, und darum wurde er es auch nicht.
Wenn jetzt Frau von der Leyen als Spitzenkandidatin antritt, aber bereits im voraus erklärt, ein eventuelles Mandat nicht annehmen zu wollen, ist das allerdings eine doppelte Verhöhnung.

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willie_macmoran (2.900 Kommentare)
am 04.06.2024 09:09

DAs schöne an der Veranstaltung.

es wirbt die ÖVP ausschließlich um Stimmen potentieller FPÖ Wähler. Kein halbwegs vernünftiger SPÖ/NEOS/GRÜN Wähler wird auf solch billigen Mist reinfallen.

Und für Österreich ist es irrrelevant wieviel Stimmen die FPÖ und wieviel die ÖVP hat. Beide predigen den selben rechtsPOPOlisitischen Schmarren.

Und jede Stimme die sich aufgrund der offen rückwärtsgewandten Einstellung der ÖVP die mit solchen Veranstaltungen nochmals klar gemacht wird, von der ÖVP abwendet und NEOS-SPÖ-GRün wählt ist eine gewonnene.

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susisorgenvoll (16.815 Kommentare)
am 04.06.2024 08:00

Es gibt auch Biodiesel bzw. Beimischungen aus Altöl zum Diesel, welche durchaus Sinn machen! Man kann heute Dieseleinspritzpumpen bzw. Pumpedüse so sparsam regulieren, dass man bei ökonomischer Fahrweise auf der Autobahn nicht einmal 4 l auf 100 km braucht!

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jupiter69 (244 Kommentare)
am 04.06.2024 08:03

Tempo 80/100 wollen aber die Rechten nicht.
Ganz abgesehen davon können Sie nicht annähernd genug Biodiesel erzeugen.

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Automobil (2.334 Kommentare)
am 04.06.2024 08:51

jupiter69

wer will schon Tempo 80/100 außer euch Stadinger, die so gut wie nie auf der Straße im ländlichen Gebiet fahren und somit keine Ahnung haben?

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willie_macmoran (2.900 Kommentare)
am 04.06.2024 08:56

Alter, hinter welchen Misthaufen bist den du vieragräult?

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Automobil (2.334 Kommentare)
am 04.06.2024 09:38

willie_macmoran

warum?

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willie_macmoran (2.900 Kommentare)
am 04.06.2024 09:41

Das Wort "Stadinger" weist auf einen Misthaufenhintergrund hin.

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Automobil (2.334 Kommentare)
am 04.06.2024 09:44

willie_macmoran

oh, wie höflich.
armer frustrierter Stadinger

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willie_macmoran (2.900 Kommentare)
am 04.06.2024 10:38

Nöö, ich bin selbst aus der Provinz, ist ja auch wesentlich schöner und besser Lebensqualität und so...
Aber es sind Leute wie du wegen denen ich das oft nicht so gerne zugebe.

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Automobil (2.334 Kommentare)
am 04.06.2024 10:43

willie_macmoran

wenigstens bist du ehrlich.
Es sind hier im Forum halt viele Stadinger (die das selber schon zugegeben haben), die solche realitätsfremden Tempolimits 30/80/100 fordern. Klar, die können ja auch leicht daherreden, wenn sie nie auf die Straße müssen und Öffis in alle Richtungen vor der Haustüre haben.

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Flachmann (7.316 Kommentare)
am 04.06.2024 10:27

Logo, wenn ihr am Sonntag heimfährt räumen wir eure Hinterlassenschaften weg.

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susisorgenvoll (16.815 Kommentare)
am 04.06.2024 15:14

Ich spreche NICHT von Tempo 80 oder 100! Meine B-Klasse fährt flott mit 4 l max. auf der Autobahn! Und die Alölsammlungen von privat und der Gastronomie können ganz leicht noch ausgebaut werden! Vielleicht ist es ein Motivator, wenn man weiß, dass dann der Sprit billiger wird, damit mehr gesammelt wird!

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Linz2013 (3.503 Kommentare)
am 04.06.2024 07:58

Heute morgen war auf Ö1 ein Interview mit einer Professoren von der Uni. Ihre Aussage war eindeutig.

E-Fuels werden gegenüber E-Autos niemals konkurrenzfähig sein. Das geht sich von der Physik nicht aus.

Die Industrie braucht Klarheit. Wenn immer hin und her getan wird, wie in Ö, erhöht es die Gesamtkosten.

https://oe1.orf.at/player/20240604/759826/1717477476300

Fazit: ein Wahlkampfschmäh der ÖVP. Aber die Richtung geben sowieso schon die anderen vor. Die Chinesen investieren Unsummen in diese Technologien und exportieren nun auch groß nach Europa. Und was machen wir. Wir sind uns nicht einig, sind populistisch, sind rückwärtsgewandt.

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