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Weltspiegel

Fall Maddie: Ermittler hoffen auf den Durchbruch

Von nachrichten.at/apa   30. August 2020 18:11 Uhr

Maddie McCann verschwand im Mai 2007 in Portugal

BRAUNSCHWEIG. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige das Mädchen getötet hat. Jetzt hoffen sie, einen entscheidenden Beweis zu finden.

"Nach den uns vorliegenden Erkenntnissen gehen wir von der Ermordung des Mädchens durch den Beschuldigten aus", sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig - drei Monate nach dem neuen Zeugenaufruf im Fall Maddie.

Ziel der Ermittlungen sei es derzeit, den Tatverdacht zu erhärten. Anfang Juni hatten das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mitgeteilt, dass sie gegen einen 43-jährigen Deutschen wegen Mordverdachts ermitteln. Es handle sich um einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter. Der Mann soll die dreijährige Madeleine McCann 2007 aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve entführt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind tot ist.

Derzeit sitzt der Mann in Kiel wegen Drogenhandels in Haft. Ein Antrag auf vorzeitige Haftentlassung beschäftigte zuletzt auch den deutschen Bundesgerichtshof. Außerdem wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes erwartet, weil der 43-Jährige eine Aufhebung eines Braunschweiger Urteils wegen Vergewaltigung fordert. Zu dem Vorwurf, Maddie entführt und ermordet zu haben, äußerte sich der Verdächtigte laut seinem Verteidiger zuletzt nicht.

Maddie
Aus diesem Haus in Lagos (Portugal) wurde Maddie 2007 entführt.
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