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Motornachrichten

Eine Frage des Preises

Von Thomas Grumböck   22. Januar 2012 00:04 Uhr

Elektroauto E-Auto

Exakt 631 Elektroautos wurden im Vorjahr in Österreich neu zugelassen. Fast alle Zulassungen entfielen auf gewerbliche Kunden. Private Käufer ließen sich vom hohen Anschaffungspreis der Stromer noch abschrecken.

Keine Frage: Die Bedeutung von Elektroautos ist in Österreich noch verschwindend gering. 631 Stromer wurden 2011 in Österreich neu zugelassen. Bei einem Gesamtmarkt von 356.145 Stück entspricht das einem Marktanteil von nicht einmal 0,2 Prozent. Allerdings sollte man sich von den auf den ersten Blick geringen Stückzahlen auch nicht täuschen lassen. Nur drei namhafte Hersteller konnten im Vorjahr Elektroautos auf dem freien Markt anbieten – Mitsubishi den i-MiEV, Citroen den C-Zero und Peugeot den iON. Noch dazu sind diese drei Modelle im Wesentlichen baugleich, weil sie einer Kooperation zwischen Mitsubishi und PSA Peugeot-Citroen entstammen. Der Mitsubishi i-MiEV, ein nur 3,48 Meter langer Viersitzer, kostet 35.900 Euro und ist damit rund dreimal so teuer wie ein vergleichbarer Kleinstwagen mit konventionellem Antrieb.

Förderung für Unternehmen

Vom Mitsubishi i-MiEV wurden im Vorjahr 167 Zulassungen verzeichnet, vom Citroen C-Zero 238 und vom Peugeot iON 77. Viertbeliebtestes Elektroauto war im Vorjahr der norwegische Think City, der auf 59 Zulassungen kam. Die restlichen 90 E-Auto-Zulassungen entfielen fast ausschließlich auf Vorserienmodelle, die von den Herstellern an ausgesuchte Kunden und Flotten zu Testzwecken vergeben wurden.

Neun von zehn Elektroauto-Kunden waren im Vorjahr Unternehmen, Kommunen oder Vereine. Während Private nicht gefördert werden, bekommen juristische Personen beim Ankauf eines Elektroautos eine Subvention von 2500 Euro. Bei Bezug von Ökostrom erhöht sich die Förderung, die vom klima:aktiv-Fonds des Lebensministeriums ausgeschüttet wird, auf 5000 Euro. Wie Händler berichten, besteht bei Privatkunden zwar großes Interesse an der Elektromobilität, nur wenige sind aber bereit, tatsächlich 35.000 Euro in einen Kleinstwagen zu investieren. Die hohen Anschaffungskosten sind bei der Verbreitung der E-Mobilität nach wie vor die größte Hürde.

Renault und Nissan starten

Die Elektroauto-Zulassungen dürften heuer nach oben klettern. Schon im Frühjahr starten Renault und Nissan ihre Elektro-Offensive auch in Österreich. Mit dem Opel Ampera und dem Toyota Prius Plugin-Hybrid kommen zudem zwei Fahrzeuge auf den Markt, die zusätzlich zum Elektroantrieb auch über einen Benzinmotor verfügen und deshalb kein Reichweitenproblem kennen.

Um die hohen Anschaffungskosten den Kunden leichter zuzumuten, entwickelte Renault ein neues Vertriebskonzept. Der teure Lithium-Ionen-Akku ist vom Kaufpreis entkoppelt, er muss bei Renault gemietet werden. Mit 25.950 Euro (Renault Fluence Z.E.) bzw. 20.000 bis 26.400 Euro beim Kangoo Z.E. sind die neuen Elektroautos von Renault auf den ersten Blick nicht viel teurer als vergleichbare Pkw mit Verbrennungsmotor. Für die Akku-Miete gibt es – je nach jährlicher Kilometerleistung – verschiedene Tarife. Die günstigsten Pakete beginnen bei 82 Euro (Fluence) bzw. 72 Euro (Kangoo).

 

Diese E-Autos kommen 2012 auf den Markt

Nissan Leaf: Kompaktklässler mit Top-Ausstattung, Auto des Jahres 2011. Inklusive Akku ab 37.490 Euro.
Opel Ampera: Limousine mit Elektromotor und Benzin-Range-Extender. Ab 42.900 Euro.
Renault Fluence Z.E.: Mittelklasse-Limousine, ab 25.950 Euro. Bei allen Renault-Elektroautos kommt dazu noch eine auf das jeweilige Modell angepasste monatliche Akku-Miete.
Renault Kangoo Z.E: Kastenwagen bzw. Familien-Van, ab 20.000,– (Lkw) bzw. ab 26.400,– (Pkw).
Renault Twizy Z.E.: Kabinenroller, ab 6990 Euro (45 km/h, Mopedauto-Kennzeichen) bzw. 7690 Euro (80 km/h, Pkw-Kennzeichen).
Renault Zoe Z.E.: Kleinwagen, Preis noch offen.
Smart fortwo electric drive: 19.000 Euro plus 60 Euro monatliche Akku-Miete.
Toyota Prius Plugin-Hybrid: Kommt Mitte des Jahres, Preis noch offen.

 

 

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