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Schau aufs Land

Sigis "Welt der kleinen Wunder"

Von René Laglstorfer 18. Mai 2019 00:04 Uhr

Dünen-Sandlaufkäfer (Cincindela hybrida)

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Bild 1/5 Bildergalerie: Schau auf Land: Sigis "Welt der kleinen Wunder"

EBERSCHWANG. OÖN-Naturtyp: Der Innviertler Naturfotograf Sigi Stempfer lichtet seit zehn Jahren seltene Insekten ab und bietet kostenlose Vorträge an.

Wissen Sie, wie viele Augen Insekten haben? "Die meisten Leute antworten zwei – es sind aber fünf Augen. Spinnen haben sogar doppelt so viele sowie acht Beine", sagt Sigi Stempfer – seine Begeisterung für die Natur ist auf Anhieb zu spüren.

Der 73-jährige Naturfotograf aus Eberschwang im Bezirk Ried sammelt seit mehr als einem halben Jahrhundert seltene Minerale in der Natur. Vor zehn Jahren ist eine noch größere Leidenschaft bei dem pensionierten Gendarm erwacht, die er auch bildlich festhält und dokumentiert . "Früher bin ich an Insekten achtlos vorbeigelaufen. Heute sehe ich jedes einzelne und wenn es noch so klein ist", sagt Stempfer.

Die seltene Goldschildfliege

Mehr als 200 verschiedene Insekten hat Stempfer mit seiner Profi-Kamera bereits in beeindruckenden Nahaufnahmen festgehalten. Von 50 geschossenen Fotos seien am Ende maximal zwei brauchbar. "Ich tigere mich da richtig rein und interessierte mich auch für Hintergrundinfos über das Insekt."

Sigis "Welt der kleinen Wunder"
Goldschildfliege

Oft sitze er bis Mitternacht vor dem Computer oder vor Fachzeitschriften. "Und wenn ich bei einem Insekt nicht mehr weiter weiß, dann schicke ich meine Aufnahme an das Biologiezentrum Linz – da bekomme ich immer eine profunde Auskunft." Auch mit deutschen Insektenforschern tauscht sich der Innviertler regelmäßig aus.

Denn für ihn sind Insekten schlichtweg kleine Wunder. Auch wenn die Naturfotografie manchmal sehr zeitraubend sei – "am Ende zahlt es sich immer aus", sagt Stempfer. So hat er beispielsweise bereits die äußerst seltene Goldschildfliege mit seiner Kamera "erwischt". "Die habe ich ein einziges Mal gesehen und dann nie mehr wieder." Oder die seltene Laubholz-Säbelschrecke, die zu den Heuschrecken zählt und sich meist nur auf Baumwipfeln aufhält.

Sigis "Welt der kleinen Wunder"
Laubholz-Säbelschrecke

Seine spektakulären Naturaufnahmen samt Hintergrundwissen präsentiert Stempfer auch in Vorträgen. "Ich würde sehr gerne mehr solcher kostenloser Multimedia-Vorträge machen, besonders an Schulen. Aber dort hat die Natur im Stundenplan leider oft viel zu wenig Platz, außer es findet sich eine naturverbundene Lehrkraft."

 

„Schau aufs Land“: So machen Sie mit

Entdecken Sie mit uns die beeindruckende Natur unseres Bundeslandes, lernen Sie Oberösterreichs Naturtypen kennen und begleiten Sie uns im faszinierenden Jahreskreislauf.

Mit der Serie „Schau aufs Land“ machen die OÖNachrichten die vielfältige Natur unseres schönen Bundeslandes zum Hauptdarsteller. Wir wollen Naturwissen, das verloren zu gehen droht, wiederbeleben. Dazu gehören alte Bauernweisheiten, die den Jahreskreislauf zum Teil präzise vorauszusagen wussten, ebenso wie die Kenntnis von Kräutern, die sowohl in der Küche als auch bei Heilverfahren Anwendung finden.

Lernen Sie mit uns zudem Oberösterreichs Naturtypen kennen – so wie Sigi Stempfer einer ist. Die OÖNachrichten stellen jene Menschen, die sich der Natur verschrieben haben, vor. Zudem geben wir Tipps, wie Sie zu Hause – ob im Garten oder am Fensterbrett – erfolgreich Ihren grünen Daumen schulen und sich so ein Stück Natur nach Hause holen.

Beteiligen Sie sich als Naturbeobachter!

Wir bitten auch Sie, liebe Leserinnen und Leser: Beteiligen Sie sich! Ob als Naturbeobachter via Naturkalender-App (Download auf nachrichten.at/natur) oder mit Ihrem persönlichen Beitrag zum Schutz der Natur. Schicken Sie uns ein E-Mail an natur@nachrichten.at, teilen Sie uns mit, wie Sie „aufs Land schauen“. Auch Schulen und Gemeinden sind mit ihrem Beitrag für die Natur herzlich willkommen. Senden Sie uns ein E-Mail an natur@nachrichten.at

 

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Auch für OÖN-Abonnenten gibt es die Naturkalender-Drehscheibe gratis. Sie können sich die Scheibe in unseren Geschäftsstellen in Linz, Wels und Ried abholen oder an den oben angeführten Kontaktadressen anfordern. Dann wird die Scheibe zugeschickt (solange der Vorrat reicht).

 

 

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