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Marchtrenks "Mitfahr-Bankerl" als neue Idee für Mobilität

Von Friedrich Müller, 17. Juli 2019, 08:06 Uhr
Marchtrenks "Mitfahr-Bankerl" als neue Idee für innerstädtische Mobilität
Sozialstadtrat Christoph Schneeberger (l.) und Bürgermeister Paul Mahr mit dem ersten „Mitfahr-Bankerl" Bild: privat

MARCHTRENK/THALHEIM. In Bayern bereits erprobt: Wer auf dem Bankerl sitzt, sucht nach einer Mitfahrgelegenheit.

Überbordender Verkehr – zu Lande und in der Luft – trägt einen Großteil zur Klimaveränderung bei. Die Jugend drängt die Politik, neue Wege bei der Mobilität zu denken und zu beschreiten. In der Region Wels hat Marchtrenk die Nase vorn – knapp vor Thalheim.

Südlich der Traun wird gerade die Idee der "Mitfahr-Bankerl" realisiert, in der Stadt im Osten des Bezirkes stehen bereits sechs Bänke mit der Aufschrift "MArchtrenker TaXi" – in der Linzer Straße (Höhe Cup&Cino), vor der Alten Kirche, beim Eurospar, beim Waldfriedhof, auf der Bahnhof-Südseite (Radparkplatz) und beim Betreubaren Wohnen.

Was hat es damit auf sich? Wer auf dem Bankerl sitzt, sucht eine Mitfahrgelegenheit. Woher weiß der Autofahrer, wohin sein potenzieller Fahrgast will? "Wir montieren noch Halterungen für Tafeln, auf denen die Ziele angegeben sind – es sind die Standorte der jeweils fünf anderen Bankerl – die dann einfach ausgehängt werden", sagt Ideenlieferant, Stadtrat Christoph Schneeberger (SPÖ). Er wurde im Internet auf das "Mitfahr-Bankerl" der Energiewende-Region Glonn zwischen Chiemsee und München in Bayern aufmerksam. Ausschlaggebend war aber seine Frau Elke Lackner. Sie sei im März beim Einkaufen von einer älteren, wildfremden Frau angesprochen worden, die bat, von ihr nach Hause gebracht zu werden.

Für Schneeberger und Bürgermeister Paul Mahr (SPÖ) kommt neben dem ökologischen Vorteil durch weniger Autoverkehr und dem ökonomischen – Marchtrenk erspart sich möglicherweise einen Stadtbus – die soziale Komponente dazu. "Das Schöne an der Idee ist, dass die Leute wieder ins Gespräch kommen", sagt Mahr.

Und jene Autofahrer, die sich als "Marchtrenker Taxi" einbringen wollen, können das auch mit einem Aufkleber auf ihrem Wagen sichtbar machen. Diese sind bereits beim Stadtamt erhältlich.

Mehr Infos: www.energiewende-glonn.de

Neues Mobilitätskonzept in der Region Wels: Bürger sind am Wort

„Multi.Mobil.Region.Wels“ – hinter diesem Begriff verbirgt sich ein EU-Leaderprojekt, das in der Marktgemeinde geboren wurde und bei dem nun Steinhaus, Sattledt, Schleißheim, Marchtrenk und Holzhausen mitmachen.

Was wollen die Kommunen erreichen? Aus dem Teufelskreis mit immer mehr Autoverkehr, überfüllten Parkplätzen in Ortszentren und riesigen Asphaltwüsten vor den Konsumtempeln ausbrechen. „Wir bemühen uns, die Leute von den Autos wegzubringen und zum Umstieg auf Bus und Fahrrad zu bewegen“, erklärt Thalheims Bürgermeister Andreas Stockinger (ÖVP) auf Anfrage.

Der Klimawandel bewegt die Menschen: „Viele hinterfragen daher ihr Mobilitätsverhalten“, sagt Magdalena Hellwagner. Sie ist die Geschäftsführerin der EU-Leaderregion LEWEL und mit Thalheims Radbeauftragten Michael Heiß eine der treibenden Kräfte dieser Idee. Fachlicher Beistand kommt von einem Gmundner Büro für Mobilität.

Als erster Schritt werden nun die derzeitigen Angebote beim öffentlichen Verkehr auf den Prüfstand gestellt. In den sechs Kommunen sollen die Bürger ihre Meinung dazu abgeben. Zusätzlich werden die Unternehmer aus den Orten kontaktiert. Sie können sich mit Ideen einbringen, wie künftig ihre Mitarbeiter ökologisch sinnvoller zum Arbeitsplatz kommen.

Marchtrenks Stadtoberhaupt Paul Mahr (SPÖ) sagt: „Ein Stadtbus wird sich bei uns nicht rentieren, der ist vielleicht am Morgen mit Schülern ausgelastet, danach haben wir sicher Frequenzprobleme. Daher haben wir das Mitfahr-Bankerl eingeführt“ (siehe Bericht oben). Mit den großen Unternehmen in der Stadt wie Starlim-Sterner, TGW oder Eisberg diskutiere er derzeit, ob deren Mitarbeiter einen Bus-Shuttle-Dienst in Anspruch nehmen wollen.

Mit Ende des Sommers werden die Umfrageergebnisse vorliegen, dann sind zwei Planungsworkshops angesetzt, bei denen die kommunalen Politiker mit Vertretern des Landes, von Sab-Tours, des OÖ. Verkehrsverbundes und des Klimabündnisses beraten werden, wodurch der Öffi-Verkehr verbessert werden kann.

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Autor
Friedrich Müller
Lokalredakteur Wels
Friedrich Müller
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18  Kommentare
18  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
( Kommentare)
am 18.07.2019 13:33

Gute Idee. Sieht Herr schneeberger sich auch die Serie im Bayern an. Dahoam is Dahoam. In der Serie gibt es auch schon lange ein mit fahr Banker.

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christmit (141 Kommentare)
am 17.07.2019 21:11

Wieder mal was Populistisches zur Selbstbeweihräucherung vom BM.

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Hausruckomi (751 Kommentare)
am 17.07.2019 18:42

Das Mitfahrbankerl ist schon ein alter Hut. zB in Rüstorf.

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betterthantherest (33.367 Kommentare)
am 17.07.2019 11:20

fremde Menschen im Auto mitnehmen?

Heutzutage lebensgefährlich.

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naalso (2.144 Kommentare)
am 17.07.2019 10:47

Das Mitfahrbankerl gibt es in der Bayern-Soap "Dahoam is dahoam" seit mindestens 2 Jahren...

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anderePerspektive (44 Kommentare)
am 17.07.2019 10:14

Gute Geschichte! Marchtrenker Taxi ist eine super Idee!

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renele (3.081 Kommentare)
am 17.07.2019 10:03

Erstens nehme ich z. B. keine Leute mit welche ich nicht kenne. Leute die kenne, werden von mir oft mitgenommen. Und es würde schon mal reichen wenn man die rasenden BMW Fahrer mal bestrafen würde. Jetzt passiert es auch immer öfters, dass auch Motorräder unter der Woche im Ortsgebiet rasen. Verbieten wir mal das Motorradfahrern, den dann könnte man sich wenigstens am Wochenende erholen.. Aber Mütter die pendeln müssen, welche ihre Kinder in Horte und Kindergärten bringen um dann von dort in die Arbeit zu fahren, welche ihre Einkäufe und sonstiges erledigen müssen, zu kritisieren, ist sicher nicht gut. Das sind nicht die, welche spaßeshalber umherrasen.

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Altabernichtbloed (332 Kommentare)
am 17.07.2019 09:08

Also wenn dort nicht eine alte gebrechliche Frau sitzen würde, wäre stehen bleiben für mich keine Option. Nicht in der heutigen Zeit.

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haspe1 (23.645 Kommentare)
am 17.07.2019 08:24

Ich habe auch eine Neuigkeit aus Wels. Wie man an der Signatur des obigen Artikels sieht, ist dem werten Herrn Redakteur Friedrich M. Müller das "M." abhanden gekommen, das man hier sonst immer lesen konnte.

Weiss jemand etwas sachdienliches? Wurde Herr Redakteur Müller von der staatlichen Hoheitsverwaltung "degradiert", oder ist die neue Bescheidenheit bei ihm ausgebrochen, die den zweiten Vornamen nur mit Buchstaben und Punkt abgekürzt (finde ich selbst ziemlich lächerlich, so eine Art Ratespiel) nun weglässt?

Ein Hinweis eines kundigen Posters wäre hier sehr spannend.

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essbesteck (6.034 Kommentare)
am 17.07.2019 11:54

was mich interressieren täte
seit wann und vor allem wieso wurde aus
lotte tobisch tobisch-labotyn
agnes hussein hussein-arco
fiona swarowsky swarowsky-pacifico
usw

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Rapid09 (2.601 Kommentare)
am 18.07.2019 16:02

Der Herr Redakteur wollte seinen Namen nur "anglizieren". Im englischsprachigen Raum, vor allem in den USA, ist es gebraeuchlich den Mittelnamen nur mit dem Anfangsbuchstaben anzugeben. Gelegentlich sieht man auch den Vornamen abgekuerzt und den Mittelnamen voll ausgeschrieben, wie die Person eben angesprochen werden will.

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LiBerta1 (3.293 Kommentare)
am 17.07.2019 07:46

Derzeit wird häufig von Überfällen berichtet. Ich hätte viel zu viel Angst einen wildfremden Menschen mitzunehmen. Welche Garantie habe ich, dass ich letztendlich nicht auf der Straße stehe und mein Auto ist weg? Wenn nicht noch Schlimmeres.

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gaietano (315 Kommentare)
am 17.07.2019 06:16

Gute Sache das Mitfahrbankerl. Es MUSS sich dringendst die Insassenzahl je Fahrzeug erhöhen. Weil dümmer/verschwenderischer geht es ja nicht, dass die Autos größer werden und die Mit-/fahrer weniger. Das ist der Stoff, aus dem Verkehrs- und Umweltchaos gewoben ist!

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renele (3.081 Kommentare)
am 17.07.2019 10:06

Ich sehe in der Nacht viele mit schwarzen Autos umherrasen. Sie nicht?

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Orlando2312 (22.162 Kommentare)
am 17.07.2019 18:23

Ich nicht, weil ich da schlafe.

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ghostreader (962 Kommentare)
am 17.07.2019 03:30

1. IDEE:

Verlängerung der Linie 3 der Wels Linien nach Marchtrenk. Dies würde eine regelmäßige Verbindung von Wels nach Marchtrenk bringen.

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wootwo (882 Kommentare)
am 17.07.2019 10:31

Genau, gleich auch die Busdrehscheibe vom KJ damit der Takt wieder passt ….

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ghostreader (962 Kommentare)
am 18.07.2019 02:34

Damit der 15-Minuten-Takt passt, bleibt die zentrale Umsteigestelle in alle Stadtteile am KJ.

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