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Braucht Wels eine neue Schützenhalle?

Von Erik Famler, 21. Mai 2024, 15:42 Uhr
Braucht Wels eine neue Schützenhalle?
Ein erster Ansichtsplan der neuen Schützenhalle. Das Grundstück gehört dem PSV und soll zwecks Gegenfinanzierung ins Eigentum der Stadt gehen.

WELS. PSV plant mit rund vier Millionen Euro an öffentlichen Geldern. Stadtpolitik ziert sich.

Der Welser PSV hat eine lange Tradition. Vor 60 Jahren schenkte die Stadt den aufstrebenden Polizeisportlern ein 7000 Quadratmeter großes Grundstück an der Traun. Dort errichteten Vereinsmitglieder in Eigenregie ein Klubheim und zwei Schusskanäle. Nach sechs Jahrzehnten ohne nennenswerte Investitionen ist das Heim ein Sanierungsfall und auch die Schießstände lassen zu wünschen übrig. Die OÖNachrichten berichteten.

Was liegt also näher, als die öffentliche Hand um Unterstützung zu bitten. PSV-Obmann Michael Hager legte Stadt, Land und Bund ein 4,8 Millionen Euro teures Sanierungskonzept vor, das neben der Umwandlung des baufälligen Vereinshauses in ein Null-Energie-Objekt eine 30 mal 30 Meter große Schützenhalle vorsieht. "Ich will nicht, dass alles verkommt und in fünf bis zehn Jahren das Sportheim zum Abreißen ist", drängt Hager auf die Sanierung.

Während Bund und Land zusammen rund 1,6 Millionen Euro Zuschuss in Aussicht stellten, meldeten einzelne Mitglieder der Stadtsenats Zweifel an. VP-Stadtrat Martin Oberndorfer stellt etwa die Dimension der neuen Schützenhalle in Frage und regt an, die Pläne abzuspecken. Er bemängelte auch, dass sich die Stadt bis Anfang Juli entscheiden müsse, weil andernfalls die Förderzusage aus dem Umweltministerium verfallen würde. Stadtrat Thomas Rammerstorfer von den Grünen legte sich bereits fest. Seine Partei werde einen Förderantrag für die neue Schießhalle ablehnen.

Interessenskonflikt? 

Die SPÖ stößt sich wiederum an dem Faktum, dass Sportreferent und Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FP) der Vereinspräsident des PSV ist: "Es bleibt fraglich, ob hier Interessenkonflikte vorliegen", so SP-Vizebürgermeister Klaus Schinninger. Zuletzt sprach sich Kroiß für das Projekt aus. Mit einem möglichen Interessenkonflikt ist auch Obmann Hager konfrontiert. Das Architekturbüro seines Sohnes lieferte die neuen Hallenpläne.

Um das Subventionsansuchen über insgesamt drei Millionen Euro politisch zu legitimieren, hat Hager der Stadt als Gegenleistung das 7000 Quadratmeter große Grundstück angeboten. Um den Deal abzuschließen, müssen vorher die Vereinsmitglieder befragt werden. Die Abstimmung ist für heute, Mittwoch, angesetzt.

Geld soll auch aus der Vereinskasse fließen. Der PSV stellte Eigenleistungen von 500.000 Euro in Aussicht. Die Mitgliedsbeiträge werden angehoben.

Zum Projekt: 

Die vom Architekturbüro MUH (Moser & Hager) geplante Schützenhalle misst 900 Quadratmeter. Sie ersetzt die beiden Schusskanäle und die Schießplätze im Freien, wo bis heute mit Klein- und Großkaliber geschossen wird. 20 Stände sind geplant. In den Wintermonaten soll die nach außen schalldichte Halle auch Bogenschützen Platz bieten. Allein die Kosten für die Halle liegen bei rund drei Millionen Euro.

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Autor
Erik Famler
Lokalredakteur Wels
Erik Famler
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8  Kommentare
8  Kommentare
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MN1975 (25 Kommentare)
am 23.05.2024 19:39

Das ist kein Sportverein. Das ist ein Schießverein. Es ist nicht unsere Aufgabe als Steuerzahler, so ein Hobby zu unterstützen.

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GunterKoeberl-Marthyn (18.031 Kommentare)
am 22.05.2024 16:59

Der Welser PSV hat es sich verdient, eine Revitalisierung durchzuführen, sie sind immer an den Brandherden der Gesellschaft, müssen fast den Glauben an die Menschheit verlieren und brauchen diese sportlichen Aktivitäten zum Ausgleich! Die Sportförderungen brauchen keine Konkurrenz, zu lange hat Wels schon gegen Wels gespielt und daher ist jede sportliche Investition eine Investition für die Gesundheit unserer Mitmenschen, noch heute zerre ich davon, dass ich in der Ski Nationalmannschaft war, obwohl ich dann als Sänger zum Theater abgebogen bin! Sport für alle Menschen, die gerne Sport betreiben! PSV-Obmann Michael Hager hat sich jegliche Unterstützung für sein Lebenswerk bereits erarbeitet und lasst seinen Sohn den Bau umsetzen, die fachliche Beratung seines Vaters hat goldenen Wert! Legt los PSV - für unser Wels mit der gesamten Umgebung!

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xdxd (9 Kommentare)
am 22.05.2024 20:23

Sie leben in einer ander Welt scheinbar. Keiner hat es sich mehr verdient als die Huskies das sie endlich von der Stadt Politik gewürdigt wird!!!

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GunterKoeberl-Marthyn (18.031 Kommentare)
am 23.05.2024 09:30

Lieber xdxd! Natürlich für die Huskies auch, hier kenne ich noch keinen Vorschlag und diese Sportart ist für die Jugend und in der Integration besonders wichtig! Es werden auch Aggressionen abgebaut, die dann in anderen Bereichen nicht zum Vorschein kommen! Schon der Name "Huskies" ist für mich ein Sympathieträger, ich liebe diese Hunde! Eventuell kann man in dieser Frage, es wird sich ja um ein Spielfeld handeln, mit den Nachbarn in Thalheim in Verbindung treten! Auch für die Huskies wird nach einer Lösung gesucht, da bin ich mir ganz sicher! Ich singe zum Spielauftakt die "Europa Hymne"! Gebt Huskies Five!

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oonfranz87 (90 Kommentare)
am 22.05.2024 14:46

Wahnsinnsprojekt, aber FP, VP, SP werdens durchwinken.

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ooewe_post (41 Kommentare)
am 22.05.2024 09:15

2 Interessenkonflikte - wäre darüber hinaus nicht interessant, welches Bauunternehmen zum Zuge kommt?

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xdxd (9 Kommentare)
am 22.05.2024 09:07

Also als erstes gehört den Huskies Wels endlich ein Stadion gebaut bevor andere was Bekommen meiner Meinung nach
Die Huskies warten schon ewig!

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MartinH (1.142 Kommentare)
am 22.05.2024 08:36

Bitte warum soll die Stadt Wels Millionen für eine Schützenhalle zahlen? Bitte wieviele betreiben diesen Sport? Erfolgt dort Nachwuchsarbeit oder passiert dort Integration?

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