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Weihnachten

Wenn zu Weihnachten alles zu viel wird ...

22. Dezember 2016 00:04 Uhr

Wenn zu Weihnachten alles zu viel wird ...
Hilfe in dunklen Zeiten.

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge Oberösterreich sind auch an den Feiertagen rund um die Uhr erreichbar.

Rund um Weihnachten ist die Sehnsucht nach Geborgenheit und Zuwendung besonders groß. "Doch statt des erhofften perfekten Fests der Liebe bringen die Feiertage oft Enttäuschungen, Kummer und Streit", sagt Silvia Breitwieser, Leiterin der Telefonseelsorge Oberösterreich im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz. "Denn während man sich im turbulenten Alltag über Schwierigkeiten leichter hinwegtäuschen kann, gelingt das an den Feiertagen, an denen die Familie enger zusammenrückt und viel Zeit hat, oft nicht." Die Folge: Aufgestaute Emotionen und Konflikte brechen auf.

Alle jene, die in dunklen Stunden Trost, Rat und Hilfe brauchen, dem stehen die Mitarbeiter der Telefonseelsorge rund um die Uhr zur Verfügung. "Ich freue mich sehr, dass es das Angebot in Oberösterreich gibt. Denn Menschen, die einsam sind oder krank, Probleme haben oder einfach nicht mehr wissen, wie es weitergeht, brauchen jemanden, mit dem sie – anonym und vertraulich – über ihre Sorgen reden können. Jemanden, der ihnen zuhört und Aufmerksamkeit schenkt", so Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Das gelte übrigens ganz besonders auch für Eltern, "wissen wir doch alle, dass das Leben mit Kindern selten bis ins Detail planbar ist, sondern im Gegenteil oft chaotisch verläuft und Nervenstärke und Improvisationstalent verlangt", sagt Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Projektleiterin des Eltern-Notruf-Telefons. Sie hat vorab ein paar Tipps parat, damit das Weihnachtsfest mit Kindern gelingt.

Kein Perfektionismus: Kindern ist es egal, ob alle Fenster im Haus blitzblank geputzt sind und das Essen aus vier Gängen besteht: Alles was sie brauchen und wollen, ist Zeit und Zuneigung.

Keine Hektik: Gestresste Eltern haben gestresste Kinder. Eltern sollten überlegen, welche Termine für sie und ihre Kinder wichtig sind – und alle anderen besser streichen.

Keine Geschenke-Schlacht unter dem Christbaum: Die Wünsche ans Christkind sind kein Bestellschein. Es ist Kindern und Jugendlichen durchaus zuzumuten, dass einige Wünsche unerfüllt bleiben.

Zeit fürs Auspacken lassen: Oft endet die Bescherung in einem hektischen Aufreißen von Geschenken, bei dem die Kinder immer überdrehter werden. Sie benötigen Zeit für das Begreifen und Betrachten der Geschenke. Am besten, zwischendurch eine Pause einlegen und vielleicht ein Lied singen?

Patchwork- und Stieffamilien sollten sich vor dem Fest auf Besuchsregeln einigen – und diese einhalten! Das ist für Kinder genauso wichtig wie für Väter und Mütter. Und noch etwas: Geben sie sich Zeit, zusammenzuwachsen. Man kann Liebe nicht erzwingen. (had)

 

Notrufnummer 142

Die Telefonseelsorge ist Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen und Krisensituationen. Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr unter 142 zur Verfügung. Auch der Eltern-Telefonnotruf hat die Telefonnummer 142.

Heuer finden auch wieder Telefonsprechstunden mit Prominenten statt: Bischof Manfred Scheuer (kl. Bild) ist morgen, Donnerstag, 22. Dezember, von 19 bis 20 Uhr, Landesrätin Birgit Gerstorfer am Freitag, 23. Dezember, von 9.30 bis 10.30 Uhr zu erreichen.

 

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