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Oberösterreich

Überflutungen im Traunviertel, keine flächendeckenden Schäden

Von nachrichten.at   27. Juni 2022 20:48 Uhr

(Symbolbild)

LINZ. Mehr als 35 Grad sind heute unter Tags in Oberösterreich gemessen worden. Unwetterschäden wurden allerdings erst zu späterer Stunde vereinzelt in den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land gemeldet.

Kurz vor 19 Uhr zählte das Landesfeuerwehrkommando für kurze Zeit null Einsätze. Es schien, als wäre es buchstäblich noch die Ruhe vor dem Sturm. Denn die Fachleute der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hatten bereits am Sonntag vor heftigen Gewittern für Montagabend mit Sturmböen bis 100 km/h in Teilen Oberösterreichs gewarnt.

Heute Vormittag wurde die Wetterwarnung dann noch einmal aktualisiert: Mit der intensivsten Phase sei zwischen 18 Uhr und 22 Uhr zu rechnen, hieß es. Doch die Sturmfront verzögerte sich. Erst gegen 21 Uhr rückten die Feuerwehren zu ersten Einsätzen aus. Vor allem in den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land kam es zu Sturmschäden und Überflutungen. Die Wetterstation der ZAMG in Windischgarsten verzeichnete ab 21 Uhr starken Regen mit Niederschlägen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter. Flächendeckende Schäden sind allerdings nach wie vor nicht bekannt.

Hitze auch in Kärnten

Ungetrübter Sonnenschein prägte den Montagnachmittag, hoher Luftdruck in Verbindung mit subtropischen Warmluftmassen war dafür verantwortlich. Knapp 34 Grad Lufttemperatur in Linz, auf 33,7 Grad kletterte das Thermometer in Schärding. In Windischgarsten wurden sogar 35,1 Grad gemessen: der landesweite Rekordwert. Nur noch heißer war es Villach in Kärnten mit 35,9 Grad und mit 35,6 Grad in Mayrhofen in Tirol.

Doch auch noch um 19 Uhr betrugen die gemessenen Niederschlagsmengen in Oberösterreich null Liter pro Quadratmeter. Ähnlich ist die Situation in Bayern. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor allem für den Großraum von München Sturmwarnungen herausgegeben. Doch auch dort war es am frühen Abend noch trocken.

Gerechnet wird in Oberösterreich auch mit Hagel. Laut Prognosen sollen die Windspitzen im Flachland am heftigsten ausfallen: in Kirchdorf an der Krems bis Linz und im Machland. Hier gilt die Warnstufe „Orange“, in den übrigen Landesteilen wurde „Gelb“ ausgerufen, so für das Innere Salzkammergut und Teile der südlichen Eisenwurzen.

Bei Warnstufe „Orange“ sind größere infrastrukturelle Schäden zu befürchten. So können umgeknickte Bäume Straßen blockieren, Dachziegel können sich lösen und in die Tiefe stürzen. Nicht gesicherte Gartenmöbel können durch die Luft gewirbelt werden. Die Landeswarnzentrale empfiehlt in solchen Situationen, auf nicht notwendige Autofahrten zu verzichten und zu Hause alle Türen, Fenster und Rollläden gut zu verschließen.

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