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"Warum kann ein Rollstuhl nicht cool und trendig sein?"

22. Jänner 2022, 02:18 Uhr
"Warum kann ein Rollstuhl nicht cool und trendig sein?"
Bis zu 15 km/h erreicht der in Waldhausen entwickelte Rollstuhl. OÖN-Redakteur Bernhard Leitner wagte eine Testfahrt. Bild: privat

WALDHAUSEN IM STRUDENGAU. Start-up: Der Elektrotechniker Lukas Rigler hat das Thema Rollstuhl ganz neu gedacht.

Geländegängig, flott, wendig und vor allem sicher. Was der Waldhausener Lukas Rigler mit seinem Team entwickelt hat, hebt das Thema "Rollstuhl" auf eine ganz neue Ebene und zeigt alle Anzeichen eines Verkaufsschlagers: Die Auftragsbücher sind voll. 200 Exemplare werden heuer ausgeliefert – vor allem nach Deutschland und in die Beneluxstaaten. Demnächst werden sogar Modelle nach Australien verschifft. "Was sich gerade abspielt, ist unglaublich", sagt Rigler.

"Warum kann ein Rollstuhl nicht cool und trendig sein?"
Lukas Rigler mit der von ihm entwickelten Steuerplatine für den "Hoss" Bild: lebe

Die Idee für einen Rollstuhl auf nur einer Achse kam dem Elektrotechniker nach dem Verkauf seines gebrauchten Segways: "Der Käufer war ein Multiple-Sklerose-Patient, der sich in den Kopf gesetzt hatte, das Prinzip des selbstbalancierenden Antriebs so zu adaptieren, dass er ihn im Sitzen benutzen konnte." Immer wieder kontaktierte ihn der Neubesitzer und fragte bei Rigler nach, was er denn von dieser oder jener Idee halte. "Das war schon ein wenig lästig, aber mir kam dann der Gedanke, dass genau das ein sinnvolles Einsatzgebiet für diese Fahrzeuge sein könnte, die ja sonst als reine Spaßgeräte Verwendung finden. Warum kann nicht auch ein Rollstuhl cool sein?"

Video: OÖN-Redakteur Bernhard Leitner bei OÖN-Testfahrt mit dem "Hoss"

Also machte sich der Mühlviertler daran, selbst einen Segway in einen Rollstuhl umzubauen. Nach einem halben Jahr hatte er den ersten Prototypen fertig und tauchte damit in Düsseldorf auf einer Mobilitätsmesse auf. "Dort kamen so viele Menschen auf mich zu, dass ich mich traute, das Ganze auf eine professionelle Basis zu stellen."

Gemeinsam mit dem Diplomingenieur Dominik Lorenz wurde eine völlige Neuentwicklung gestartet. Vor allem die Steuersoftware nahm viel Entwicklungszeit in Anspruch, ebenso die Frage des sicheren Ein- und Aussteigens, die mit ausfahrbaren Stützen gelöst wurde. Vier Jahre dauerte es, bis das erste Gerät ausgeliefert wurde. Mittlerweile beschäftigt Rigler neun Mitarbeiter. Es könnten noch deutlich mehr sein. "Wir können gar nicht so viel produzieren, wie Bestellungen vorhanden sind." Das würde freilich die Kapazitäten des jetzigen Firmensitzes sprengen. Deshalb sucht Rigler derzeit Investoren, die das weitere Wachstum von "Hoss" begleiten. (lebe)

  • Am 8. Februar präsentiert Lukas Rigler seine Entwicklung bei "2 Minuten 2 Millionen" auf Puls 4.
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2  Kommentare
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FriedrichII (1 Kommentare)
am 24.01.2022 11:36

meines Wissens hat der Erfinder und Hersteller des Segway (Dean Kamen) mit seiner ursprünglich vor mehr als 20 Jahren !! die Idee mit seinem entwickeltetem iBot den Rollstuhlfahrern etwas mehr Komfort zu bieten .. Der iBot war ein Elektrorollstuhl, der nach dem Prinzip der dynamischen Stabilisierung, das von Dean Kamen entwickelt wurde, arbeitete. Der iBot konnte mit Hilfe der dynamischen Stabilisierung Treppen überwinden und seinen Benutzer auf Augenhöhe mit einem stehenden Gesprächspartner anheben.[1] Er wurde 2001–2009 in den USA vertrieben, wegen schlechter Absatzzahlen dann aber vom Markt genommen.[2] Im Jahr 2016 kündigte Kamen an, eine neue Generation des Elektrorollstuhls in Zusammenarbeit mit Toyota zu entwickeln.[3] merh darüber auf https://de.wikipedia.org/wiki/IBot_(Elektrorollstuhl)
mit besten Grüßen
F.P.

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GunterKoeberl-Marthyn (17.897 Kommentare)
am 22.01.2022 14:40

Da kommt Freude auf, so eine gute Idee von Lukas Rigler mit dem von ihm entwickelten "Hoss", ein moderner Roller mit Pfiff! Ich werde meinen türkischen Freund sofort von dieser Neuentwicklung erzählen! Herzlichen Glückwunsch Herr Rigler, sie sind ein Held! Chapeau!

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