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Neue Ausstellungsflächen im KZ Gusen sollen auch die Bewohner entlasten

Von Bernhard Leitner, 18. April 2024, 15:53 Uhr
Projektleiter Robert Vorberg präsentierte den Bewohnern von Gusen den Stand der Gedenkstättenerweiterung. Bild: lebe

Verkehrskonzept, Parkplätze und neuer Ankunftsbereich zur Lenkung der Besucherströme

Die jüngste Bürgerinformation zum Masterplan "KZ Gusen" im Gemeindeamt von Langenstein war zugleich die am besten besuchte. Während die Verantwortlichen des Umsetzungsprozesses um Gedenkstättendirektorin Barbara Glück und Projektleiter Robert Vorberg die rechtlichen und organisatorischen Arbeiten präsentierten, die seit Jahresbeginn erledigt wurden, konzentrierte sich das Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner vor allem auf die im Masterplan festgelegten Baumaßnahmen.

Die Privatsphäre schützen

Mehrfach wurde dabei die Sorge geäußert, dass die Erweiterung eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen und damit eine Belastung der Bevölkerung mit sich bringt, die unmittelbar neben dem Memorial lebt: "Schon jetzt sind an Spitzentagen viele Siedlungsstraßen und Einfahrten zugeparkt. Besucher schauen über die Zäune in unsere Gärten und Wohnzimmer."

Genau das wolle man mit dem neuen Gestaltungs- und Vermittlungskonzept verhindern, versicherte Direktorin Glück den betroffenen Gusenern: "Die zusätzlichen Parkflächen und vor allem die neu geschaffene Willkommenszone bei den SS-Baracken im Osten der Siedlung sollen uns helfen, die Besucherströme besser zu lenken, als dies bisher möglich war. Bei den landschaftsgestalterischen Maßnahmen haben wir auch die Sichtachsen sehr genau im Blick." Eine große Rolle bei der Parkproblematik werde die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln spielen, sagte Robert Vorberg: "Unser Ziel ist die Erreichbarkeit für alle Zielgruppen auf der einen und eine Minimierung der Belastungen für Anrainer auf der anderen Seite."

Kritik wurde beim Infoabend am Audioweg "Das unsichtbare Lager" geäußert. Dieser führe die Besucher mitten durch die Siedlung und solle daher überarbeitet werden. Vorberg versprach, man werde diese Anregung in den Gestaltungsprozess aufnehmen. Hier könnten die Routen der künftigen Vermittlungsprogramme Abhilfe schaffen, so Bernhard Mühleder vom Pädagogikteam der Gedenkstätte: "Ein Großteil der Besucher kommt in Gruppen. Mit unseren Themenrundgängen haben wir es in der Hand, wohin wir mit diesen Gruppen gehen und wohin nicht." Die Zahl jener, die das Areal auf eigene Faust erkundeten, werde deutlich sinken.

Ein kurioses Problem wurde bereits gelöst: Google Maps verortete das Memorial Gusen bisher genau vor der Garage eines Nachbarn. Nun wurde der Eintrag korrigiert. "Einige Tage nach unserem ersten Versuch ist der Punkt zwar wieder zurückgewandert, aber mittlerweile sollte es funktionieren", sagt Julius Sevcik, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte.

Vom Langensteins Bürgermeister Christian Aufreiter kam der Appell, sich weiter aktiv im Bürgerdialog einzubringen: "Die Befürchtung, dass in Wien entschieden wird, ohne uns anzuhören, ist nicht eingetreten. Das läuft schon sehr gut und ich werde darauf achten, dass das so bleibt."

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Autor
Bernhard Leitner
Lokalredakteur Mühlviertel
Bernhard Leitner
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