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Wie sich Freistadt attraktiver machen will

Von Michael Polzer, 28. Oktober 2016, 00:04 Uhr
Wie sich Freistadt im Wettbewerb der Regionen einen Spitzenplatz sichern will
Initiativen für ein attraktives, lebenswertes Freistadt liegen vor. Bild: VOLKER WEIHBOLD

FREISTADT. Die Bezirkshauptstadt will sich im Wettbewerb der Regionen einen Spitzenplatz sichern. Das Stadtentwicklungskonzept sieht eine stärkere Positionierung als Brau- und Erlebnisstadt vor.

Welche Weichenstellungen sind notwendig, um die Bezirkshauptstadt in jeder Hinsicht attraktiver zu machen? Um Antworten auf diese Frage zu finden, setzte man in Freistadt bereits auf ein Stadtmarketing samt dazugehörigem Manager. Das Vorhaben funktionierte nicht wirklich und endete mit gegenseitigen parteipolitischen Vorwürfen.

Nach der Gemeinderatswahl im Vorjahr nahm man einen neuen Anlauf. Dieses Mal einigten sich alle Gemeinderatsparteien auf ein gemeinsames Vorgehen. "Um im Wettbewerb der Standorte erfolgreich sein zu können, haben wir uns professionelle Hilfe von der Beratungsfirma CIMA Austria geholt und gemeinsam mit Vertretern aller Parteien, der Wirtschaft, dem Tourismus- und Bildungsbereich sowie dem sozialen Leben Strategien erarbeitet", sagt Vizebürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer (VP).

Fünf Maßnahmen am Start

Gemeinsam mit Vize-Kollegen Wolfgang Affenzeller (SP), CIMA-Geschäftsführer Roland Murauer und dem Obmann des Stadtbelebungsvereins "Pro Freistadt", Christoph Heumader, präsentierte man diese Woche erste Ergebnisse. Mit der Umsetzung der Projektphase soll ab sofort begonnen werden. Den Ablauf dazu stellte Murauer dar: "Neben der inhaltlichen Kernpositionierung wurden sechzehn Maßnahmen definiert, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Ab sofort wird mit der Konkretisierung von fünf Aktivitäten gestartet."

Man will in den Bereichen Werbe- und Kommunikationskonzept, der Entwicklung eines Planes für den Stadtgraben und die Stadtmöblierung, der Ansiedelung von Fachmärkten, der Initiierung eines grenzüberschreitenden Städtenetzwerks sowie der Gründung einer Marketing GmbH bereits im kommenden Jahr erste Resultate präsentieren.

Angedacht sind etwa eine stärkere Positionierung als Brau- und Erlebnisstadt. Ein zur Struktur der Stadt passender Branchenmix im Fachhandel soll mit Einbindung nationaler und regionaler Händler entwickelt werden. Internationale Handelsketten will man hier eher meiden. Grenzüberschreitende Initiativen im Tourismus – speziell in der Gastronomie – sind ein weiterer Ansatzpunkt. "Bis Freistadt eine ausgereifte Hotellerie hat, sollte man auf den Tagestourismus setzen", so Murauer.

Leitbetriebe ins Boot holen

Veranschlagt sind für diesen ersten Projektschritt 200.000 Euro, wobei man bei einzelnen Punkten dabei ist, entsprechende Förderansuchen auszuarbeiten. Einig ist sich die Stadtpolitik darin, dass bei diesem Vorhaben alle Parteien, die Wirtschaft, der Tourismus, Hotellerie und Gastronomie sowie alle in der Bezirksstadt relevanten Organisationen an einem Strang ziehen müssen. Die Freistädter Leitbetriebe mit der prägenden Braucommune an der Spitze will man aktiv in die Planungen einbeziehen.

Wann kann man bei so einem Vorhaben mit sichtbaren Ergebnissen rechnen? "Wenn unsere sorgfältige Planung und Umsetzung aufgeht, dann wird man in drei bis fünf Jahren Erfolge sehen. Alles darunter wäre unseriös", so Profi-Städteberater Murauer.

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1  Kommentar
1  Kommentar
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Ferdinand1937 (340 Kommentare)
am 28.10.2016 09:54

Alle Parteien im Boot! - dazu muss man gratulieren!

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