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Wie Rohrbachs Löwen die Welt ein wenig verbessern

ROHRBACH. Hilfe: Auf Initiative des Lions-Clubs aus Rohrbach wurden 200.000 Euro gespendet.

Wie Rohrbachs Löwen die Welt ein wenig verbessern

Das Konzept besteht darin, Regenwasser in Zisternen (50.000 Liter) zu leiten, um in der Dürreperiode nicht zu verdursten. Bild: LC

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Lions-Organisation organisierte der Lions-Club Rohrbach ein ganz besonderes Hilfsprojekt. Unter der Federführung des Rohrbacher Löwen und Sei-So-Frei-Projektleieters Franz Hehenberger wurde das Projekt "Land zum Leben" in Tansania unterstützt. Die Lions-Hilfe in der Mara-Region in Tansania kam genau zur rechten Zeit: Als im Juli 2017 das Jubiläumsprojekt startete, hatte es in den Bezirken Butiama und Rorya eineinhalb Jahre lang nicht geregnet. "Die Familien hungerten. Dank der Unterstützung vieler Clubs aus Oberösterreich und der Steiermark konnten wir ihr Überleben sichern", freut sich der im Vorjahr für das Projekt zuständige Lions-Distriktgovernor Werner Gschwandtner. Insgesamt wurden 200.000 Euro in das Hilfsprojekt gepumpt – verglichen mit der Kaufkraft in Tansania eine enorme Summe.

Obwohl die Lage nach wie vor angespannt ist, profitierten bisher 980 Haushalte von der Hilfe der Löwen: Sie wurden in nachhaltiger Landwirtschaft sowie im Umgang mit Wasserressourcen und Gemeinschaftsbanken geschult. 15 Dorfgruppen erhielten Ochsen, Pflüge und Karren, die ihnen die Feldbearbeitung erleichtern. Über 18.000 Setzlinge wurden gepflanzt – unter anderem von elf Schulen, die mit ihren Umweltclubs am Wiederaufforstungsprogramm teilnehmen.

Drei Regenwassertanks zu je 50.000 Liter wurden ebenso fertig gestellt wie das Mehrzweckgebäude in Komuge und das Wirtschaftszentrum für Kleinbäuerinnen in Nyakiswa.

Wie Rohrbachs Löwen die Welt ein wenig verbessern

Werner Gschwandtner (l.) und Franz Hehenberger nehmen einen Tiefbohrbrunnen in Betrieb. Fotos: LC

Hilfe rettet Leben

Franz Hehenberger – er wohnt übrigens in St. Peter am Wimberg – ist für das Jubiläumsprojekt verantwortlich und seit mehr als 20 Jahren mit der entwicklungspolitischen Organisation "Sei So Frei" unter anderem in Tansania tätig. Er kann sich an keine derartige Dürrekatastrophe in der Projektregion erinnern. "Auch die Bewohnerinnen und Bewohner kennen eine so ausgeprägte Trockenheit nicht", sagt er: "Die wichtigste Maßnahme war und ist der Bau von Brunnen. Die Solidarität aus Österreich greift, sie hat Tausenden Menschen das Leben gerettet."

Doch "Land zum Leben" ist mehr als Nothilfe. Die komplexen, vielschichtigen Projektkomponenten sind so angelegt, dass sie einander bestmöglich ergänzen. Dadurch entstehen langfristige Lebensräume für die Familien. Mit Franz Hehenberger hat die Lions-Bewegung einen erfahrenen Experten, der diesen nachhaltigen Entwicklungsansatz gemeinsam mit Saria Amillen Anderson von der lokalen Partnerorganisation GGF umsetzt. Sie gewährleisten, dass die Spenden der Lions Zukunftsperspektiven schaffen und vor allem in der Region ankommen und sinnvoll eingesetzt werden. Die Projekterfolge geben ihnen Recht.

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Artikel 21. September 2018 - 01:23 Uhr
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