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Vom „Jagahäusl“ zum modernen Heim

HASLACH. Schon 1902 gab es in Haslach ein Altenheim; am Montag wird das neue eröffnet.

Das neue Heim wird am Montag feierlich eröffnet. Bild: SHV

Wenn am Montag um 15 Uhr das neue Alten- und Pflegeheim in Haslach eröffnet wird, dann wir ein neues Kapitel in einer 112-jährigen Geschichte begonnen. Denn schon 1902 wurde in Haslach „am Pflaster“ im sogenannten Jagahäusl die „Anna Dorfwirth’sche Stiftung“ eröffnet. Anna Dorfwirth war die Stieftochter des Besitzers der Herrschaft zu Lichtenau. Sie übergab schon 1893 ihre beiden Häuser samt Grundstücke der Gemeinde. Der Erlös wurde zur Errichtung des ersten Heimes genutzt. Freilich gab es damals noch keine komfortablen 27- m2-Wohneinheiten für jeden der knapp 100 Bewohner, dennoch war es damals eine Errungenschaft. Von einem rollstuhlgerechten Bad und WC konnte damals noch keine Rede sein. Auch als 1936 der Neubau des Haslacher Spitals in den Hochgärten abgeschlossen war, hatte man keine Ahnung, dass jedes Zimmer dereinst über Telefon, TV-Anschluss und Kühlschrank verfügen sollte. Große Fenster mit einer Parapethöhe von nur 60 Zentimetern kannte man allenfalls von Geschäftsauslagen. Diese Panoramasicht wird durch modernste energietechnische Planung und Ausführung ermöglicht. Zwar wurde nach dem Krieg im Hochgärten-heim ein Erweiterungsbau angeflickt, von 6100 Quadratmetern Nutzfläche war man aber damals auch weit weg.

Entbindungsstation

Die Jahrgänge zwischen 1959 und 1982 haben vielleicht im Reisepass als Geburtsort noch Haslach stehen. Denn bis zur Eröffnung des Krankenhauses in Rohrbach kamen die Kinder des Oberen Mühlviertels gerne auch in Haslach zur Welt. 1973 schließlich übernahm der Sozialhilfeverband (SHV) des Bezirkes Rohrbach das Heim. Speisesaal, Küche und Kapelle wurden angebaut – ein Meilenstein. Dennoch ist vor allem Chefkoch Josef Auberger froh über den aktuellen Neubau: „Die Küche war mittlerweile mehr Provisorium als noch zeitgemäß. 1980, zwei Jahre vor der Schließung der Entbindungsstation, wurde abermals an der Westseite angebaut.

2006 Neubaubeschluss

Doch schon 2006 beschloss der SHV, das bauliche Flickwerk aufzugeben und ein Heim an einem neuen Standort zu errichten. Seit Ende 2013 ist das neue Heim in Betrieb. Insgesamt wurden am Standort „Am Bach“ 11 Millionen Euro investiert. 90 Mitarbeiter sind dort um das Wohl von 100 Bewohnern bemüht. Am 3. Oktober findet im Heim ein Tag der offenen Tür statt.     (fell)

 

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Artikel 11. September 2014 - 00:04 Uhr
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